Symbolbild frei fliessender Flüsse. Foto: Verena Glass

Flussvertiefung in Amazonien: Die Lebenswelt des Tapajós ist (mal wieder) in Gefahr

Nicht nur in Europa schlägt die Klimakrise unerbittlich zu und lässt Flüsse versiegen. Auch in Amazonien ist sie spürbar. Verschärft wird die Situation durch einen drohenden mächtigen El Niño. Schon jetzt sinken die Pegel beispielsweise am Tapajós. Wer sich allerdings mit am Lautesten beklagt, ist die Wirtschaft, diejenigen aus dem Agrobusiness, die um die Lastkahnfahrten…

Symbolbild freifliessender Flüsse, Foto: Verena Glass

Tapajós-Fluss erneut im Fokus: Entwicklungsversprechen und Rechtsverletzungen

Baggern und Privatisieren für die Tapajós-Vertiefung löst massiven Protest von 14 Indigenen Völkern an Soja-Export-Terminal in Santarém aus. Protestcamp an der Zufahrt zum Soja-Terminal in Santarém. Aufnahme vom 23.01.2026. Foto (mit herzlicher Genehmigung): Comunicação CITA Von Christian Russau Einer der größten Flüsse Amazoniens – der Tapajós – steht wieder einmal im Mittelpunkt eines schweren Konflikts…

Flüsse in Amazonien. Viele sind durch Quecksilber aus dem illegalen Bergbau verseucht. Foto: Christian Russau

Brasiliens CPT und CPP: Verteidigungsschrift für den Rio Tapajós

Am 29. Januar dieses Jahres haben die Comissão Pastoral da Terra (CPT) und der Conselho Pastoral dos Pescadores e Pescadoras (CPP) des Erzbistum Santarém sich in einer Verteidigungsschrift für den Rio Tapajós ausgesprochen und das Dekret 12.600/25 vehement abgelehnt, da es „den Weg freimacht für private Konzessionen und Auktionen, was direkt die Territorien von Indigenen…

originalbrief der Munduruku, 16.9.2022

Brief der Munduruku vom Oberen und Mittleren Tapajós und vom Unteren Teles Pires

GegenStrömung dokumentiert hier die deutschsprachige Übersetzung des „Brief der Munduruku vom Oberen und Mittleren Tapajós und vom Unteren Teles Pires“ vom 16. September 2022 aus der aldeia Sawre Muybu. Das Original kann hier eingesehen werden. Wie die Munduruku selbst ihre Konsultation mit dem von ihnen festegelten Protokoll definieren, können Sie hier lesen. Brief der Munduruku…

Munduruku-Frauen vom Mittleren Tapajós: „Wir haben beschlossen, Widerstand zu leisten“

GegenStrömung dokumentiert die deutschsprachige Übersetzung des Offenen Briefs des 3. Treffens der Munduruku-Frauen vom Mittleren Tapajós. Wir, die Munduruku-Frauen vom Mittleren und Oberen Tapajós haben vom 30. Januar bis zum 2. Februar 2019 unser drittes Frauentreffen in der aldeia Sawre Muybu (Território Daje Kapap Eipi) abgehalten. Wir haben beschlossen, Widerstand zu leisten, das Leben unserer…

Tapajós-Broschüre online

Ein indigener Munduruku beobachtet die Bauarbeiten am Staudamm São Manoel am Teles Pires, einem Nebenfluss des Tapajós, in der brasilianischen Amazonas Region BROSCHÜRE JETZT ONLINE: Ausschlachtung für den Weltmarkt Wie Amazoniens Staudämme mit deutschen Schnitzeln zusammenhängen Kurzinhalt: Am Tapajós-Flusssystem in Amazonien plant die brasilianische Regierung den Bau von 43 Großstaudämmen und über 70 Kleinwasserkraftwerken. Die…

Staudamm Jatobá am Rio Tapajós soll voranschreiten

Nationale Energieagentur Aneel hat die eingereichten Machbarkeitsstudien akzeptiert, obwohl diese ohne zureichende freie, vorherige und informierte Konsultation der betroffenen Indigenen und Flussanwohnerinnen erstellt worden waren. Entgegen der in der vergangenen Woche von hohen Regierungsbeamten und Politikern geäußerten Ansicht, das Ende von Großstaudämmen in Amazonien sei nahe, hat die Nationale Energieagentur Aneel die Machbarkeitsstudien für das…

Der Tapajós ist weiter in Gefahr

Vor kurzem haben wir berichtet, dass das  geplante Wasserkraftwerk São Luis do Tapajós vorerst nicht gebaut wird. Die brasiliansiche Umweltbehörde IBAMA und die Behörde zum Schutz der Indigenen FUNAI haben die Baugenehmigung – vorerst – blockiert: Durch den Bau des Kraftwerks würden die Territorien der indigenen Munduruku und  Naturschutzgebiete in Mitleidenschaft gezogen. Diese Entscheidung war…

Staudammprojekt am Tapajós gestoppt

Wieder erreicht uns eine gute Nachricht, diesmal aus Brasilien. Abseits vom Trubel um die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hat die Umweltbehörde Brasiliens IBAMA am 4. August das Genehmigungsverfahren für den geplanten Staudamm São Luiz do Tapajós beendet. Als Begründung nannte die Präsidentin der IBAMA, Suely Araújo, dass die Sozial- und Umweltverträglichkeitsstudien mangelhaft seien.…

Munduruku protestieren gegen den geplanten Staudamm am Tapajós #WeltWassertag

Der geplante Staudamm São Luiz do Tapajós soll über 7,6 Kilometer Länge haben und ein Gebiet so groß wie New York überschwemmen. Die ganze Flussökologie des Tapajós Stroms würde beeinträchtigt. Dagegen regt sich nun Widerstand. Mitglieder des indigenen Munduruku und Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben gemeinsam aus Anlass des Tags des Waldes (21. März) am…