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	<title>Lisa Kadel &#8211; GegenStrömung</title>
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	<title>Lisa Kadel &#8211; GegenStrömung</title>
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	<item>
		<title>Stellenausschreibung: Projektkoordination</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/stellenausschreibung-projektkoordination/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jul 2025 14:35:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Stellenausschreibung                                                                                     Projektkoordinator*in (m/w/d): Wasserkraft – Menschenrechte – Klimawandel – nachhaltige Entwicklung – Energiegerechtigkeit GegenStrömung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Projektkoordinator*in für Bildungs- und Netzwerkarbeit zum Themenbereich Wasserkraft – Menschenrechte – Klimawandel – Energiegerechtigkeit. Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31.12.2025, die Verlängerung wird angestrebt. Wer wir sind:  GegenStrömung ist eine Initiative, die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stellenausschreibung</strong><strong>                                                                                   </strong><strong><sub> </sub></strong></p>
<p><strong>Projektkoordinator*in (m/w/d): Wasserkraft – Menschenrechte – Klimawandel – nachhaltige Entwicklung – Energiegerechtigkeit</strong></p>
<p>GegenStrömung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Projektkoordinator*in für Bildungs- und Netzwerkarbeit zum Themenbereich Wasserkraft – Menschenrechte – Klimawandel – Energiegerechtigkeit. Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31.12.2025, die Verlängerung wird angestrebt.</p>
<p><strong>Wer wir sind:  </strong></p>
<p>GegenStrömung ist eine Initiative, die sich schwerpunktmäßig mit den ökologischen und menschenrechtlichen Folgen von Wasserkraftwerken sowie den Wechselwirkungen zwischen Wasserkraft und Klimawandel befasst. Hinzu kommen die Bedeutung frei fließender Flüsse für Menschen, Biodiversität und Klima sowie Fragen globaler Gerechtigkeit in Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien. In engem Austausch mit indigenen und anderen Betroffenen sowie einem globalen Netzwerk von Staudammaktivist*innen schaffen wir öffentliches Bewusstsein für diese Themen, bringen Verletzungen von Sorgfaltspflichten der beteiligten Akteur*innen in Deutschland zu Gehör und fordern Abhilfe ein. Rechtsträger von GegenStrömung ist das Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie e. V. (INFOE), Melchiorstr. 3, 50670 Köln, das indigene Völker bei der Wahrung ihrer Land- und Menschenrechte unterstützt.</p>
<p><strong>Das Aufgabengebiet umfasst: </strong></p>
<ul>
<li>Recherche, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu den Zusammenhängen Wasserkraft &#8211; Menschenrechte &#8211; nachhaltige Entwicklung &#8211; Klimawandel – Energiegerechtigkeit &#8211; frei fließende Flüsse in Hinblick auf den Globalen Süden</li>
<li>Vernetzung mit der deutschen und internationalen Zivilgesellschaft</li>
<li>Einbringen zivilgesellschaftlicher Forderungen in politische Debatten</li>
<li>Organisation von Veranstaltungen und Workshops, u. a. in Zusammenhang mit der Klimakonferenz in Brasilien im November 2025</li>
<li>Betreuung und Ausbau von Social-Media-Kanälen und Website</li>
<li>Antrags- und Berichtswesen sowie Beteiligung an der Finanzverwaltung</li>
<li>Je nach Vorerfahrung: ggf. Beteiligung am Branchendialog mit der Energiewirtschaft</li>
</ul>
<p><strong>Wen wir suchen:  </strong></p>
<p>Wir suchen eine*n Mitarbeiter*in mit abgeschlossenem Hochschulstudium sowie Erfahrung in den oben genannten Themen- und Aufgabengebieten. Neben den inhaltlichen Fachkenntnissen erwarten wir die Fähigkeit zu eigenverantwortlichem Arbeiten, sehr gutes Ausdrucksvermögen auf Deutsch und Englisch, Erfahrung im Bereich Social Media sowie sehr gute kommunikative Fähigkeiten und souveränes Auftreten gegenüber Wirtschaft und Politik. Von Vorteil sind weitere Fremdsprachenkenntnisse (insbesondere Spanisch/Portugiesisch/Französisch), Erfahrung mit den UN-Klimakonferenzen, Fachkenntnisse im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte, gute Vernetzung in der Zivilgesellschaft im Bereich Klima und Umwelt, Erfahrung im Fundraising und in der Finanzverwaltung.</p>
<p><strong>Was wir bieten: </strong></p>
<p>Wir bieten eine sozialversicherte Tätigkeit in Anlehnung an TVÖD 11. Der Stellenumfang beträgt mindestens 20 Wochenstunden, ggf. mehr in Abhängigkeit davon, welche Projekte weitergeführt werden. Arbeitsort ist Berlin-Kreuzberg oder Werder (Havel); Heimarbeit ist möglich. Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt, idealerweise ab 1.8.2025 zu besetzen. Sie erwartet die Möglichkeit, mit viel Raum für eigene Gestaltung zusammen mit einem engagierten, sympathischen Netzwerk auf wichtige gesellschaftliche Prozesse wirksamen Einfluss zu nehmen und zur Stärkung von Menschenrechten und Umweltschutz beizutragen.</p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong> über GegenStrömung und INFOE: <a href="http://www.gegenstroemung.org">www.gegenstroemung.org</a>, <a href="http://www.infoe.de">www.infoe.de</a></p>
<p><strong> </strong><strong>Bewerbungsschreiben</strong> richten Sie bitte einschließlich des unte<a href="http://www.gegenstroemung.org/">r </a><a href="http://www.gegenstroemung.org/">www.gegenstroemung.org</a> abrufbaren Bewerbungsbogens an <a href="mailto:bewerbung@gegenstroemung.org">bewerbung@gegenstroemung.org</a>. <strong>Wir sichten Bewerbungen fortlaufend und führen ggf. auch schon vor Ablauf der Bewerbungsfrist am 31.7.2025 Gespräche, eine möglichst frühzeitige Bewerbung ist daher erwünscht.</strong> Telefonische Rückfragen sind unter 0221 – 739 2871 möglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2025/07/Stellenausschreibung_GegenStroemung_2025-07-09_Bewerbungsbogen.doc"><strong>Bewerbungsbogen (Word)</strong></a></p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2025/07/Stellenausschreibung_GegenStroemung_2025-07-09_Bewerbungsbogen.pdf"><strong>Bewerbungsbogen (PDF)</strong></a></p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2025/07/Stellenausschreibung_GegenStroemung_2025-07-09_Projektkoordination.pdf"><strong>Ausschreibung als PDF</strong></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Publikation: Flüsse, Menschenrechte, Widerstand &#8211; Wasserkraft und das Vermächtnis der Weltstaudammkommission</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/neue-publikation-fluesse-menschenrechte-widerstand-wasserkraft-und-das-vermaechtnis-der-weltstaudammkommission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 14:12:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
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					<description><![CDATA[*english below* Im Jahr 2025 jährt sich das Erscheinen des Abschlussberichts der Weltstaudammkommission zum fünfundzwanzigsten Mal. Flüsse sind Lebensadern für Mensch und Natur. Aber all zu oft werden sie nur als wirtschaftliche Ressource genutzt, ohne Rücksicht auf Konsequenzen. Zahlreiche große Wasserkraftprojekte auf der ganzen Welt, die katastrophale Auswirkungen haben, machen dies deutlich. Betroffene, die sich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>*english below*</p>
<p>Im Jahr 2025 jährt sich das Erscheinen des Abschlussberichts der Weltstaudammkommission zum fünfundzwanzigsten Mal.</p>
<p>Flüsse sind Lebensadern für Mensch und Natur. Aber all zu oft werden sie nur als wirtschaftliche Ressource genutzt, ohne Rücksicht auf Konsequenzen. Zahlreiche große Wasserkraftprojekte auf der ganzen Welt, die katastrophale Auswirkungen haben, machen dies deutlich. Betroffene, die sich gegen die Zerstörung wehren, werden oft mundtot gemacht, bedroht oder gar getötet.</p>
<p>Schon lange gibt es Konflikte um die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Staudämmen. Durch die eskalierende Klimakrise werden diese verschärft, denn sie ist auch eine Wasserkrise und hat erhebliche Auswirkungen auf natürliche Wasserkreisläufe.</p>
<p>Ende der 1990er Jahre entstand als Reaktion auf die heftigen Auseinandersetzungen um Großstaudämme insbesondere im Globalen Süden die internationale Weltstaudammkommission, um verschiedene Perspektiven auf Wasserkraft zusammenzubringen und Empfehlungen zu entwickeln. Im Jahr 2000 veröffentlichte sie ihren Abschlussbericht. Das 25-jährige Jubiläum nehmen wir zum Anlass, den Bericht der Kommission und Entwicklungen seitdem zu reflektieren – aber vor allem auch, um nach vorne zu schauen. Denn trotz aller Schäden sind nach wie vor zahlreiche neue Staudämme in Planung, die als effektive Klimaschutzmaßnahmen angepriesen werden. Wieso sind diese Pläne kritisch zu hinterfragen? Was hat Wasserkraft mit der Klimakrise zu tun? Welche Alternativen gibt es? Diesen Fragen gehen wir in unserer Jubiläumspublikation nach.</p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2025/06/FMW-GERMAN_WEB-.pdf">Zur Publikation auf deutsch</a></p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/wcd25/">Quellen und weitere Ressourcen</a></p>
<p><a href="https://drive.google.com/file/d/1zlwNiEf83VXjDwUgYMNElRwj3Sdeiwec/view?usp=sharing">Zum Social Media Toolkit</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The year 2025 marks the twenty-fifth anniversary of the publication of the final report of the World Commission on Dams.</p>
<p>Rivers are lifelines for people and nature. But all too often they are only used as an economic resource, with little regard for the consequences. Numerous large hydropower projects around the world, which have catastrophic effects, make this clear. Those affected who oppose the destruction are often silenced, threatened or even killed.</p>
<p>There have long been conflicts over the ecological, social and economic impact of dams. The escalating climate crisis is exacerbating these conflicts, as it is also a water crisis and has a significant impact on natural water cycles.</p>
<p>At the end of the 1990s, the International World Commission on Dams was established in response to the fierce controversies surrounding large dams, particularly in the Global South, in order to bring together different perspectives on hydropower and develop recommendations. It published its final report in 2000. We are taking the 25th anniversary as an opportunity to reflect on the Commission’s report and developments since then – but above all to look ahead. Because despite all the damage, numerous new dams are still being planned, which are touted as effective climate protection measures. Why should these plans be critically scrutinized? What does hydropower have to do with the climate crisis? What alternatives are there? We explore these questions in our anniversary publication.</p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2025/06/FMW-English_WEB.pdf">Download publication in English</a></p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/wcd25/">Sources and further readings</a></p>
<p><a href="https://drive.google.com/file/d/1zlwNiEf83VXjDwUgYMNElRwj3Sdeiwec/view?usp=sharing">Access social media toolkit</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Workshop in Bonn: The destructive impacts of dams and building a just energy transition</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/workshop-in-bonn-the-destructive-impacts-of-dams-and-building-a-just-energy-transition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2025 13:14:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf dem Bonn Climate Camp, das parallel zu den UN-Klimaverhandlungen in Bonn stattfindet, veranstaltet GegenStrömung gemeinsam mit der brasilianischen Organisation Movimento dos Atingidos por Barragens (Bewegung der Staudammbetroffenen) einen Workshop. Das Camp ist öffentlich zugänglich für alle, eine Akkreditierung für die Konferenz ist nicht notwendig. &#160; The destructive impacts of dams and building a just&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem <a href="https://bonnclimatecamp.org/">Bonn Climate Camp</a>, das parallel zu den UN-Klimaverhandlungen in Bonn stattfindet, veranstaltet GegenStrömung gemeinsam mit der brasilianischen Organisation <a href="https://mab.org.br/#">Movimento dos Atingidos por Barragens</a> (Bewegung der Staudammbetroffenen) einen Workshop. Das Camp ist öffentlich zugänglich für alle, eine Akkreditierung für die Konferenz ist nicht notwendig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>The destructive impacts of dams and building a just energy transition</strong></p>
<p>25.06.2025, 17:00-18:30</p>
<p>Bonn Climate Camp (next to the Bonn Conference Center and the UN Towers), Tent 1</p>
<p>We will explore the devastating human rights and ecological consequences of dams and how hydropower has been a false solution in many cases &#8211; promoted as “green energy” by those who profit. We will also talk about world wide resistance against dams and how to support the movement of affected people.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Side Event bei der UN Klimakonferenz in Bonn: From Loss to Resilience</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/side-event-bei-der-un-klimakonferenz-in-bonn-from-loss-to-resilience/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2025 13:07:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 18.06.2025 veranstaltet GegenStrömung gemeinsam mit den indigenen Organisationen CIPRED und Tebtebba und mit INFOE e.V. ein offizielles Side Event bei den UN-Klimaverhandlungen in Bonn. Alle Konferenzteilnehmer*innen sind herzlich willkommen. From Loss to Resilience: Indigenous Peoples on Climate Impacts and Solutions This side event explores non-economic impacts of climate change on Indigenous Peoples, highlighting traditional&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>Am 18.06.2025 veranstaltet GegenStrömung gemeinsam mit den indigenen Organisationen CIPRED und Tebtebba und mit INFOE e.V. ein offizielles Side Event bei den UN-Klimaverhandlungen in Bonn. Alle Konferenzteilnehmer*innen sind herzlich willkommen.</div>
<div></div>
<div class="moz-cite-prefix"><strong>From Loss to Resilience: Indigenous Peoples on Climate Impacts and Solutions</strong><br />
This side event explores non-economic impacts of climate change on Indigenous Peoples, highlighting traditional knowledge erosion, negative effects of some solutions, and successful Indigenous-led initiatives globally, emphasizing respect for rights and self-determination.</p>
<p><b>Speakers:</b> Moderator: Helen Magata Sharana Sherpa, CIPRED Abigail Kitma, Tebtebba Arlen Ribeira, president of FECONAFROPU Eileen Cunningham Mairena, CADPI Elifuraha Laltaika</div>
<div class="moz-cite-prefix"></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weltbank-Überprüfung für umstrittenes Megaprojekt: Zivilgesellschaft bringt Rogun-Staudamm vor das Inspection Panel</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/weltbank-ueberpruefung-fuer-umstrittenes-megaprojekt-zivilgesellschaft-bringt-rogun-staudamm-vor-das-inspection-panel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2025 14:28:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein aktueller Schritt von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen bringt eines der umstrittensten Energieprojekte Zentralasiens erneut in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit: Anfang April reichten zwei zivilgesellschaftliche Organisationen aus Tadschikistan eine formelle Beschwerde gegen die Weltbank beim sogenannten Inspection Panel ein. Die Beschwerde richtet sich gegen die Unterstützung der Weltbank für vorbereitende Maßnahmen zum Bau des Rogun-Staudamms –&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="" data-start="396" data-end="988">Ein aktueller Schritt von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen bringt eines der umstrittensten Energieprojekte Zentralasiens erneut in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit: Anfang April reichten zwei zivilgesellschaftliche Organisationen aus Tadschikistan eine formelle Beschwerde gegen die Weltbank beim sogenannten <em data-start="721" data-end="739">Inspection Panel</em> ein. Die Beschwerde richtet sich gegen die Unterstützung der Weltbank für vorbereitende Maßnahmen zum Bau des Rogun-Staudamms – einem Megaprojekt, das seit Jahren wegen seiner ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Risiken in der Kritik steht.</p>
<p class="" data-start="990" data-end="1405">Das <em data-start="994" data-end="1012">Inspection Panel</em> ist ein unabhängiges Gremium der Weltbank, das Beschwerden von Menschen prüft, die von Weltbank-finanzierten Projekten negativ betroffen sind. Die tadschikischen Organisationen werfen der Bank unter anderem vor, Umwelt- und Sozialstandards nicht eingehalten zu haben, unzureichend über die Risiken des Projekts informiert zu haben und betroffene Gemeinden nicht angemessen beteiligt zu haben.</p>
<p class="" data-start="1407" data-end="1454"><strong data-start="1407" data-end="1454">Veraltete Studien und mangelnde Transparenz</strong></p>
<p class="" data-start="1456" data-end="1955">Konkret kritisieren die Beschwerdeführer, dass sich die von der Weltbank finanzierten Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen (ESIA) auf veraltete und unvollständige Daten stützen. In den betroffenen Regionen wurden Umsiedlungen durchgeführt, ohne dass aktuelle Risikobewertungen oder angemessene Konsultationen stattfanden. Einige der verwendeten Gutachten stammen noch aus der Sowjetzeit – ein eklatanter Verstoß gegen die Anforderungen an evidenzbasierte, partizipative Entscheidungsprozesse.</p>
<p class="" data-start="1957" data-end="2259">Auch bei der Sprach- und Informationspolitik gibt es erhebliche Defizite: Die Studien lagen jahrelang nur auf Englisch vor, was die Beteiligung der lokal betroffenen Bevölkerung massiv erschwerte. Erst kürzlich wurden Übersetzungen ins Tadschikische nachgeliefert – ein Schritt, der viel zu spät kommt.</p>
<p class="" data-start="2261" data-end="2300"><strong data-start="2261" data-end="2300">Zweifel an der Klimaverträglichkeit</strong></p>
<p class="" data-start="2302" data-end="2898">Neben sozialen und prozeduralen Mängeln bemängeln die Organisationen auch die Klimapolitik der Weltbank: Obwohl der Rogun-Staudamm als Beitrag zur &#8222;grünen Energiewende&#8220; präsentiert wird, erfüllt er laut internationalen Analysen nicht die Anforderungen an ein wirklich klimafreundliches Projekt. Mit geschätzten Emissionen von über 100 g CO₂e/kWh liegt das Projekt über den Schwellenwerten der EU-Taxonomie. Eine tatsächliche Dekarbonisierung des Energiesektors droht durch das Projekt sogar verzögert zu werden, da kostengünstigere Alternativen wie Solar- und Windkraft ins Hintertreffen geraten.</p>
<p class="" data-start="2900" data-end="2932"><strong data-start="2900" data-end="2932">Was bedeutet die Beschwerde?</strong></p>
<p class="" data-start="2934" data-end="3501">Die Einreichung einer Beschwerde beim Inspection Panel ist ein bedeutender Schritt – nicht nur für die betroffenen Menschen in Tadschikistan, sondern auch für die internationale Debatte über verantwortungsvolle Entwicklungsfinanzierung. Sollte das Panel die Vorwürfe für plausibel halten, könnte es eine Untersuchung einleiten. Das wäre ein wichtiger Präzedenzfall: Erstmals würde ein Wasserkraftprojekt im Kontext des Klimaschutzes unter die Lupe genommen – nicht nur in Bezug auf Umwelt- und Sozialfolgen, sondern auch hinsichtlich seiner tatsächlichen Klimabilanz.</p>
<p class="" data-start="3503" data-end="3525"><strong data-start="3503" data-end="3525">Unsere Perspektive</strong></p>
<p class="" data-start="3527" data-end="4137">Aus Sicht von Gegenströmung ist die Beschwerde ein notwendiger und mutiger Schritt der Zivilgesellschaft. Internationale Entwicklungsbanken dürfen nicht länger Großprojekte finanzieren, die unter dem Deckmantel der Klimapolitik Menschenrechte verletzen und ökologische Zerstörung vorantreiben. Wir fordern, dass das Inspection Panel die Beschwerde ernst nimmt – und dass die Weltbank endlich die Zeichen der Zeit erkennt: Für eine wirklich gerechte und nachhaltige Energiezukunft braucht es partizipative Prozesse, transparente Entscheidungen und die konsequente Einhaltung sozialer und ökologischer Standards.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GegenStrömung addressiert den UN Sonderberichterstatter zum Menschenrecht auf Wasser</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/gegenstroemung-addressiert-den-un-sonderberichterstatter-zum-menschenrecht-auf-wasser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2025 11:29:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[Der UN Sonderberichterstatter zum Menschenrecht auf Wasser, Pedro Arrojo-Agudo, plant einen ausführlichen Bericht zum Wasser-Energie-Nexus. Gemeinsam mit unseren Partnern Waterkeeper Alliance und Ríos to Rivers hat GegenStrömung in diesem Zusammenhang eine Stellungnahme zu den Zusammenhängen zwischen Wasserkraft und der Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Qualität von Wasser eingereicht. In dieser zeigen wir auf, dass Wasserkraft häufig einen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der UN Sonderberichterstatter zum Menschenrecht auf Wasser, Pedro Arrojo-Agudo, plant einen ausführlichen Bericht zum Wasser-Energie-Nexus. Gemeinsam mit unseren Partnern Waterkeeper Alliance und Ríos to Rivers hat GegenStrömung in diesem Zusammenhang eine Stellungnahme zu den Zusammenhängen zwischen Wasserkraft und der Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Qualität von Wasser eingereicht. In dieser zeigen wir auf, dass Wasserkraft häufig einen negativen Einfluss auf das Menschenrecht auf Wasser sowie andere Menschenrechte hat und dass angesichts zunehmender Dürren die Technologie keine zuverlässige Stromquelle mehr darstellt.</p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2025/02/2025-02-28-Input-SR-water-energy-nexus-CounterCurrent-Waterkeeper-Alliance-Rios-to-Rivers.pdf">Die gesamte Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beitragsbild: (c) Robert Wade, <a class="extiw" title="creativecommons:by-sa/2.0/deed.en" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en">Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vernetzungstreffen: Staudammbewegung meets Klimagerechtigkeitsbewegung</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/vernetzungstreffen-staudammbewegung-meets-klimagerechtigkeitsbewegung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 16:08:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Staudämme vertreiben weltweit Gemeinschaften oder entziehen ihnen die Lebensgrundlage, zerstören Flussökosysteme und befeuern durch Methanemissionen die Klimakrise. Direkt Betroffene wehren sich seit Jahrzehnten dagegen. Dennoch droht Wasserkraft ein Comeback zu erleben, da sie vielen noch immer als saubere Energiequelle und damit gute Alternative zu fossilen Energien gilt und die Wasserkraftlobby dieses Image zum Erhalt ihrer&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Staudämme vertreiben weltweit Gemeinschaften oder entziehen ihnen die Lebensgrundlage, zerstören Flussökosysteme und befeuern durch Methanemissionen die Klimakrise. Direkt Betroffene wehren sich seit Jahrzehnten dagegen. Dennoch droht Wasserkraft ein Comeback zu erleben, da sie vielen noch immer als saubere Energiequelle und damit gute Alternative zu fossilen Energien gilt und die Wasserkraftlobby dieses Image zum Erhalt ihrer Profite ausnutzt.</p>
<p>Die internationalen Klimaverhandlungen sind ein wichtiges Forum für Entscheidungen um die Zukunft der globalen Energieversorgung und damit auch um die Zukunft der Wasserkraft. Die brasilianische Bewegung Staudammbetroffener (Movimento dos Atingidos por Barragems, kurz MAB) plant für 2025 parallel zur COP30 in Belém ein globales Zusammentreffen von Gemeinschaften, die von Staudammprojekten beeinträchtigt sind. Wasserkraft ist eine von vielen zerstörerischen Scheinlösungen, die bei der COP angepriesen werden. Die Klimagerechtigkeitsbewegung steht gegen diese Scheinlösungen und für eine Politik, die Klima, Menschen und Ökosysteme schützt.</p>
<p>GegenStrömung, Kooperation Brasilien e.V. und das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika (FDCL) e.V. laden zu einem Vernetzungstreffen ein, um sich kennenzulernen und erste Ideen zu entwickeln, wie Klima- und Staudammbewegung zusammenarbeiten können. Dieses erste Treffen richtet sich an alle, die zur COP30 aktiv werden wollen und gemeinsam herausfinden wollen, wie wir die Verhandlungen nutzen können, um echten Fortschritt statt Scheinlösungen zu erreichen. Vertreter*innen von MAB werden online zugeschaltet sein. Die Diskussion findet auf deutsch statt. Das Treffen ist als Auftakt für weitere Vernetzung und Zusammenarbeit gedacht.</p>
<p><strong>Wann?</strong> 21. Januar 2025, 12:00</p>
<p><strong>Wo?</strong> Büro des Forum Umwelt und Entwicklung, Marienstraße 19-20, 10117 Berlin</p>
<p><strong>Was?</strong> Kennenlernen und Vernetzung von 12:00-13:30, Einladung zum gemeinsamen Mittagssnack (kostenlos) im Anschluss</p>
<p><strong>Anmeldung bis 16.1. hier:</strong> <a href="https://forms.gle/1iT8Nm8dgMbyYbAw5">https://forms.gle/1iT8Nm8dgMbyYbAw5</a></p>
<p>Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Berlin aktiv im Klima-Bündnis</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Branchendialoge zu Wirtschaft und Menschenrechten haben bislang für Betroffene zu wenig erreicht</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/branchendialoge-zu-wirtschaft-und-menschenrechten-haben-bislang-fuer-betroffene-zu-wenig-erreicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 11:31:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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					<description><![CDATA[Gemeinsames Hintergrundpapier: Zivilgesellschaftliche Organisationen ziehen Bilanz nach fünf Jahren Beteiligung an Branchendialogen / Format kann positiv zu gemeinsamem Verständnis für angemessene Umsetzung von Sorgfaltspflichten beitragen / Bislang erzielen sie aber keine konkreten Verbesserungen für Betroffene innerhalb der Lieferketten Berlin (19. Sep. 2024). Das besondere Format der Branchendialoge hat in den vergangenen fünf Jahren einige positive&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gemeinsames Hintergrundpapier: Zivilgesellschaftliche Organisationen ziehen Bilanz nach fünf Jahren Beteiligung an Branchendialogen / Format kann positiv zu gemeinsamem Verständnis für angemessene Umsetzung von Sorgfaltspflichten beitragen / Bislang erzielen sie aber keine konkreten Verbesserungen für Betroffene innerhalb der Lieferketten</strong></p>
<p>Berlin (19. Sep. 2024). Das besondere Format der Branchendialoge hat in den vergangenen fünf Jahren einige positive Wirkungen hervorgebracht – in der Gesamtschau ist die zivilgesellschaftliche Bilanz aber durchwachsen. Zu diesem Schluss kommen an den Branchendialogen beteiligte Nichtregierungsorganisationen (NRO) in einem heute veröffentlichten Hintergrundpapier.</p>
<p>Das Papier wurde anlässlich der Veranstaltung “Together Towards Effective Implementation of CSDDD: Multi-Stakeholder Approaches in Corporate Due Diligence” am kommenden Montag in Brüssel herausgegeben.</p>
<p><strong>Sarah Guhr, NRO-Koordinierungsstelle bei Germanwatch</strong>: „Unsere Analyse der Branchendialoge zeigt deutlich die Stärken und Schwächen dieses Formats. Sie können einerseits gut ein gemeinsames Verständnis der Risiken in Lieferketten und einen Maßstab für die angemessene Umsetzung von Sorgfaltspflichten entwickeln. Andererseits kommt bisher aber keine nachweisbare Wirkung bei den Betroffenen in der Lieferkette an. Angesichts dieser mangelhaften Umsetzung gemeinsamer Projekte in die Praxis sind die Branchendialoge bislang ungeeignet, wirksame angemessene Maßnahmen im Sinne gesetzlicher Anforderungen &#8211; etwa aus dem europäischen Lieferkettengesetz &#8211; zu ermöglichen. Dies muss auch bei der Umsetzung des EU-Gesetzes und der Erarbeitung der entsprechenden EU-Leitlinien berücksichtigt werden.“</p>
<p><strong>Anton Pieper, WEED</strong>: „Insgesamt haben 24 von 26 Unternehmen des Branchendialog Automobil Produktionsstandorte in Mexiko. Lediglich drei davon beteiligen sich am Pilotprojekt in Mexiko zum Aufbau eines unternehmensübergreifenden Beschwerdemechanismus, welcher aus dem Branchendialog hervorgegangen ist. Das ist viel zu wenig. Maßnahmen zur Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten können ihre volle Wirkung nur entfalten, wenn sie verbindlich, kollektiv und im besten Falle branchenübergreifend sind. Zukünftige Projekte im Rahmen von Branchendialogen müssen dies besser berücksichtigen.“</p>
<p><strong>Arndt von Massenbach, Geschäftsführer INKOTA-netzwerk</strong>: „Leider ist es in den fünf Jahren nicht gelungen, durch gemeinsames Handeln die gewünschte Hebelwirkung zu erreichen. Besonders enttäuschend ist die geringe Beteiligung der Unternehmen an Maßnahmen, die konkrete Verbesserungen für die Menschen am anderen Ende der Lieferkette bedeuten würden. INKOTA wird seine Mitarbeit am Branchendialog Automobil daher einstellen und nur das einzige vor Ort umgesetzte Pilotprojekt in Mexiko weiterverfolgen.“</p>
<p><strong>Lisa Kadel, GegenStrömung</strong>: „Die Erfahrungen aus dem Automobildialog zeigen, dass das Multi-Stakeholder-Format nicht per se die gewünschte Wirkung entfaltet und die Situation der Betroffenen vor Ort verbessert. Es braucht neben einem klaren Verständnis bezüglich eines gemeinsamen Ziels vor allem die Übereinkunft aller Akteure, konkrete und gemeinsam ausgearbeitete Maßnahmen umzusetzen. Die Unternehmen im Branchendialog Energie müssen an dieser Stelle aus den Schwachstellen des Branchendialogs Automobil lernen und die Umsetzung der entwickelten Maßnahmen garantieren.“</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong><br />
Im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) führt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Branchendialoge durch. Ziel der Dialoge ist es, Unternehmen in Branchen mit besonderen menschenrechtlichen Herausforderungen Orientierung zu bieten und sie dabei zu unterstützen, die NAP-Anforderungen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht angemessen umzusetzen. An den Branchendialogen sind die zivilgesellschaftlichen Organisationen Germanwatch, INKOTA, Südwind, Transparency International Deutschland und WEED (Branchendialog Automobil) sowie Brot für die Welt, GegenStrömung, die Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik und PowerShift (Branchendialog Energie) beteiligt und werden durch die bei Germanwatch angesiedelte NRO-Koordinierungsstelle unterstützt.</p>
<p>Zum <a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2024/10/2024-09-19_GW-etal_Fuenf-Jahre-Branchendialoge.pdf">Hintergrundpapier</a>, zur <a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2024/10/2024-09-19_GW-etal_fuenf_jahre_branchendialoge_kurzzusammenfassung_2024.pdf">Zusammenfassung</a> und zur englischen Zusammenfassung <a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2024/10/2024-09-19_GW-etal_five_years_of_sector_dialogues_short_summary_2024_0.pdf">Five Years of Sector Dialogues &#8211; Summary</a></p>
<p><strong>Kontakte für Medien:</strong><br />
Germanwatch: Sarah Guhr, NRO-Koordinatorin NAP-Branchendialoge<br />
guhr@germanwatch.org, 030 &#8211; 577132867<br />
GegenStrömung: Lisa Kadel, Projektreferentin<br />
lisa.kadel@gegenstroemung.org, 0176 3906 6784<br />
Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik: Dr. Christiane Hellar, stellvertretende Leitung<br />
christiane.hellar@stiftung-wirtschaftsethik.de, 0151-40426125<br />
INKOTA: Arndt von Massenbach, Geschäftsführer<br />
massenbach@inkota.de, 0177 2872768<br />
PowerShift: Hendrik Schnittker, Referent für Energie- und Rohstoffwende<br />
hendrik.schnittker@power-shift.de, 0162 3899 451<br />
SÜDWIND: Irene Knoke, wissenschaftliche Mitarbeiterin<br />
knoke@suedwind-institut.de, 0228 1844855<br />
WEED: Anton Pieper, Referent Wirtschaft und Menschenrechte<br />
anton.pieper@weed-online.org, 0176 968 22 859</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Fotocredits: eventfotografen.berlin</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hannover Re: Versicherer muss mehr Verantwortung für Menschenrechte übernehmen</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/hannover-re-versicherer-muss-mehr-verantwortung-fuer-menschenrechte-uebernehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2024 15:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Tailing]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[Bildrechte: Gerd Fahrenhorst. Creative Commons 4.0. &#160; Nach der Munich Re besuchte GegenStrömung am 06.05.2024 auch die (virtuelle) Jahreshauptversammlung der Hannover Re. In Kooperation mit dem Dachverband der kritischen Aktionär*innen reichten wir detaillierte Fragen zur Ausübung der menschenrechtlichen und ökologischen Sorgfaltspflichten der Hannover Re ein, insbesondere bei der (Rück-)Versicherung von Hochrisikoprojekten wie Staudämmen, Bergbau, Pipelines&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hannover_re_Hauptgeb%C3%A4ude.jpg"><em>Bildrechte: Gerd Fahrenhorst. Creative Commons 4.0</em></a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach der <a href="https://www.gegenstroemung.org/blog/munich-re-gegenstroemung-befragt-rueckversicherer-zu-wasserkraft/">Munich Re</a> besuchte GegenStrömung am 06.05.2024 auch die (virtuelle) Jahreshauptversammlung der Hannover Re.</p>
<p>In Kooperation mit dem Dachverband der kritischen Aktionär*innen reichten wir detaillierte Fragen zur Ausübung der menschenrechtlichen und ökologischen Sorgfaltspflichten der Hannover Re ein, insbesondere bei der (Rück-)Versicherung von Hochrisikoprojekten wie Staudämmen, Bergbau, Pipelines u.ä. sowie auf dem entstehenden Wasserstoffmarkt.</p>
<p>Leider erhielten wir vom Vorstand kaum konkrete Antworten. Der<a href="https://www.kritischeaktionaere.de/hannover_re/fossiler-ausschluss-nicht-ambitioniert-genug-transparenz-bei-menschenrechten-ausbaufaehig-unser-gegenantrag/"> Gegenantrag der Kritischen Aktionär*innen</a> hatte bereits mangelnde Transparenz des Unternehmens über ihre Menschenrechtsprüfungen bemängelt.</p>
<p>Zu begrüßen ist, dass der Vorstand auf unsere Nachfrage hin zusagte, die Aufnahme der ILO Konvention 169 über die Rechte indigener Völker in die Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte des Unternehmens mit aufzunehmen. Die Konvention ist weithin als Standard anerkannt und wir können daher nur erwarten, dass diese Prüfung positiv ausfallen wird.</p>
<p>Hingegen kritisieren wir scharf, dass die Hannover Re keinerlei Bemühungen vorweisen kann, die Betroffenen der Katastrophen bei den von ihnen mitversicherten Staudämmen <a href="https://www.gegenstroemung.org/?s=hidroituango">Hidroituango</a> und dem Tailings Damm <a href="https://www.gegenstroemung.org/?s=mariana">Mariana</a> zu entschädigen.</p>
<p>Mit Sorge nehmen wir zudem wahr, dass die Hannover Re im Bereich Wasserstoff keinen Ausschluss von fossilem (sogenanntem &#8222;blauen&#8220;) Wasserstoff vorsieht.</p>
<p>Hier unsere Rede und Fragen im Wortlaut:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>mein Name ist Lisa Kadel, ich spreche für die Initiative GegenStrömung, die sich für menschenrechtskonformes Handeln deutscher Akteure im Ausland einsetzt.</p>
<p>Zunächst einmal danke ich dem Dachverband der Kritischen Aktionär*innen für die Möglichkeit, hier zu sprechen.</p>
<p>Der Dachverband Kritische Aktionäre hat gemeinsam mit der Initiative GegenStrömung und mit Betroffenen bereits in der Vergangenheit hier über Menschenrechtsverletzungen und ökologische Schäden im Zusammenhang mit von Ihnen versicherten Staudammprojekten gesprochen, insbesondere das Wasserkraftwerk Hidroituango, und und der Tailings Damm Mariana.</p>
<p>Ich bin heute hier, um daran anzuknüpfen und zu hören, was sich seitdem in Ihrem Unternehmen getan hat – in Bezug auf Staudämme, aber auch allgemein auf den Schutz von Menschenrechten in Risikosektoren, wie etwa auch Bergbau oder Pipelines und jegliche Großprojekte, die aufgrund ihres Flächenbedarfs zu Landkonflikten führen können.</p>
<p>Die Grundsatzerklärung der Hannover Rück zur Achtung der Menschenrechte sollte allen vorgelegt werden, die meinen, der Finanzsektor bräuchte im Gegensatz zur Industrie keine einheitlichen Regeln. Basierend auf der eigenen Risikoanalyse hat Hannover Re für das eigene Rückversicherungsgeschäft das größte Risiko potenzieller Auswirkungen auf Menschenrechte bei großen Bauprojekten wie Staudämme, Minen und Pipelines, den Betrieb von Minen sowie Unternehmen, die in Verbindung mit international geächteten Waffen stehen, identifiziert.</p>
<p>Es ist inkonsequent, dass Hannover Re zwar u.a. schwerwiegende Verstöße gegen die Rechte indigener Völker in das eigene ESG-Manual und ESG-Screening aufgenommen hat, die explizite Anerkennung der ILO-Konvention 169 und UN-Deklaration der Rechte indigener Völker mit deren Konsultations- und Zustimmungsrechten in der Grundsatzerklärung hingegen unterlässt.</p>
<p>Im Geschäftsbericht legt Hannover Re zudem nicht transparent dar, ob bzw. in welchem Umfang etwaige konkrete umwelt- oder menschenrechtlichen Missstände im Investment- oder Rückversicherungsgeschäft identifiziert worden sind, ob etwa Geschäfte genauer geprüft oder sogar abgelehnt werden mussten. Diese Transparenz ist wichtig, um nachvollziehen zu können, ob und wie Hannover Re die Auswirkungen und die Wirksamkeit der eigenen Maßnahmen bewertet und welche Schlussfolgerungen daraus für zukünftige Maßnahmen gezogen werden.</p>
<p>In Bezug auf Wasserkraft ist zu betonen, dass der fortschreitende Klimawandel bestehende Risiken verschärft, da die Auswirkungen von Überflutungen sich durch Dammbrüche massiv verschlimmern können. Hier geht es nicht um abstrakte finanzielle Risiken, sondern ganz konkret um Menschenleben. Zudem werden die Anlagen durch Dürren immer unzuverlässiger in der Stromproduktion. Zahlen der Internationalen Energieagentur für 2023 zeigen, dass trotz einem weltweiten Zubau von 20GW Wasserkraftkapazität die produzierte Strommenge zurückging. Zudem sind natürlich auch die altbekannten Probleme, von der Zerstörung des Flussökosystems über Methanausstoß aus den Reservoirs bis hin zu Zwangsumsiedlungen und anderen Menschenrechtsverletzungen weiterhin aktuell. Wir erwarten daher von Ihnen, dass Sie aus den früheren Projekten Konsequenzen gezogen haben und die Risiken von Staudämmen neu bewertet haben. Zudem erwarten wir im Sinne der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, dass Sie für Abhilfe und Entschädigung für die Betroffenen des bereits entstandenen Schadens sorgen.</p>
<p>Neben Staudämmen beobachten wir mit Sorge die menschenrechtlichen Risiken im Zusammenhang mit entstehenden Wasserstoffprojekten und würden auch hierzu gern mehr über Ihre Praktiken erfahren. Aus Klimaschutzgründen kann nur grüner Wasserstoff überhaupt eine Investitionsoption sein. Aber auch hier bestehen soziale und ökologische Risiken, insbesondere im Bereich Landnutzungsrechte und Wasserknappheit. Diese multiplizieren sich, wenn Projekte möglichst schnell und möglichst kostengünstig umgesetzt werden sollen. Unsere Erwartung an Sie sind ein Höchstmaß an menschenrechtlicher und ökologischer Sorgfalt bei der Auswahl Ihrer Kunden und die Einbeziehung potentiell Betroffener vor der Entscheidung für ein Projekt.</p>
<p>Nun zu meinen konkreten Fragen an Sie:</p>
<ul>
<li>Haben Sie konkrete Missstände in Bezug auf die Achtung der Menschenrechte in Ihrer Wertschöpfungskette identifiziert? Wenn ja, welche genau und was sind Ihre Maßnahmen, diese zu adressieren? Welche Schritte enthält ihre Risikoanalyse insbesondere bei Wasserkraft-, Wasserstoff-, Bergbau- und Pipelineprojekten, welche Betroffenengruppen werden dabei berücksichtigt?</li>
<li>Wie genau prüfen Sie das Vorliegen von free, prior and informed consent durch betroffene indigene Gruppen? Beabsichtigen Sie, die ILO Konvention 169 zu den Rechten indigener Gruppen in Zukunft explizit in Ihre Grundsatzerklärung mit aufzunehmen? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wann?</li>
<li>Wie viele Anfragen, Hinweise und/oder Beschwerden haben Sie über Ihren Beschwerdemechanismus in Bezug auf arbeits-, umwelt- und menschenrechtliche Missstände erhalten? Was waren die Inhalte, wie haben Sie reagiert? Wie sehen die Ergebnisse Ihrer Prüfungen aus? In wie vielen Fällen prüfen Sie derzeit noch?</li>
<li>Haben Sie die Rückversicherungen von Projekten und/oder Versicherungen/Unternehmen aufgrund von umwelt- und menschenrechtlichen Bedenken/zu hoher Risiken in diesem Bereich abgelehnt? Wenn ja, um welche Fälle handelt es sich und aus welchen Gründen?</li>
<li>Würden Sie sich für verbindliche, gesetzliche Regeln für die klima-, umwelt- und menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten des Finanzsektors auch für die downstream-Wertschöpfungsketten bzw. Kundenbeziehungen aussprechen? Teilen Sie hier die Auffassung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dass dies nicht nötig sei?</li>
<li>Wie viele Großstaudämme, Bergbauprojekte und Pipelines versichern Sie aktuell und wie hoch ist die abgedeckte Versicherungssumme insgesamt? In welchen Regionen befinden sich diese Projekte und wie hoch ist in den jeweiligen Regionen die Zahl der Projekte und die abgedeckte Versicherungssumme (ggf. prozentual zur Gesamtsumme)?</li>
<li>Wie viele Projekte zur Herstellung von Wasserstoff versichern Sie insgesamt? Um welche Art der Herstellung handelt es sich dabei (grün, blau, grau)? In welchen Regionen befinden sich diese Projekte und wie hoch ist in den jeweiligen Regionen die Zahl der Projekte und die abgedeckte Versicherungssumme (ggf. prozentual zur Gesamtsumme)?</li>
<li>In welcher Höhe mussten Sie im letzten Jahr für Schäden im Zusammenhang mit 1. Staudämmen und 2. Bergbauprojekten aufkommen? Um welche Schäden handelte es sich hier?</li>
<li>Wie bereits erwähnt, können Staudämme klimawandelbedingte Überflutungsereignisse verschlimmern und durch Starkregen und Überflutungen geschädigt werden und sind durch klimawandelbedingte Dürren unzuverlässig in der Stromproduktion. Wie berücksichtigen Sie dies bei der ökosozialen und finanziellen Bewertung von Projekten und bei der Auswahl Ihrer Kunden?</li>
<li>Zu Beginn meiner Rede rief ich bereits in Erinnerung, dass wir Sie gemeinsam mit dem Dachverband Kritische Aktionär*innen und Betroffenen in der Vergangenheit wiederholt auf Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit von Ihnen versicherten Wasserkraft- und Tailingsdämmen aufmerksam gemacht haben, insbesondere Hidroituango und Mariana. Welche Bemühungen haben Sie seitdem unternommen, die Betroffenen für erlittene Schäden zu kompensieren?</li>
</ul>
<p>Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und bin gespannt auf Ihre Antworten.</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Munich RE: GegenStrömung befragt Rückversicherer zu Wasserkraft</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/munich-re-gegenstroemung-befragt-rueckversicherer-zu-wasserkraft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2024 13:35:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Belo Monte]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 25.04.2024 besuchte GegenStrömung die Aktionärsversammlung der Rückversicherungsgesellschaft Munich Re in München. Angesichts der Verwicklung des Konzerns in katastrophale Staudammprojekte, sowohl Wasserkraftanlagen als auch Tailings Dämme im Bergbau, befragten wir den Vorstand zur aktuellen Bewertung von Staudämmen und zum Umgang mit den Betroffenen dieser bereits umgesetzten Projekte. Die Antworten fielen größtenteils schwammig aus. Die Frage&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25.04.2024 besuchte GegenStrömung die Aktionärsversammlung der Rückversicherungsgesellschaft Munich Re in München.</p>
<p>Angesichts der Verwicklung des Konzerns in katastrophale Staudammprojekte, sowohl Wasserkraftanlagen als auch Tailings Dämme im Bergbau, befragten wir den Vorstand zur aktuellen Bewertung von Staudämmen und zum Umgang mit den Betroffenen dieser bereits umgesetzten Projekte. Die Antworten fielen größtenteils schwammig aus. Die Frage nach Entschädigungen für die Betroffenen wurde allerdings klar beantwortet: Zahlungen gibt es nur für Kunden in Versicherungsfällen. Um Entschädigungen für Menschen, die aufgrund von durch die Munich Re versicherten Projekten ihre Angehörigen oder ihre Lebensgrundlage verlorgen haben, kümmert der Konzern sich nicht. Aus Sicht von GegenStrömung ist dies im Lichte der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und die darin festgehaltenen Prinzipien zur Wiedergutmachung bei erlittenen Schäden nicht akzeptabel.</p>
<p>Unsere Rede im Wortlaut:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>mein Name ist Lisa Kadel. Ich spreche für die Initiative GegenStrömung, die sich für menschenrechtskonformes Handeln deutscher Akteure im Ausland einsetzt.</p>
<p>Zuerst einmal danke ich dem Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, dass ich hier sprechen kann.</p>
<p>Gemeinsam mit dem Dachverband und mit Betroffenen haben wir in der Vergangenheit bereits hier über Menschenrechtsverletzungen und ökologische Schäden im Zusammenhang mit von Ihnen rückversicherten Staudammprojekten gesprochen, insbesondere die Wasserkraftwerke Hidroituango und Belo Monte und die Tailings Dämme Brumadinho und Mariana.</p>
<p>Ich bin heute hier, um daran anzuknüpfen und zu hören, was sich seitdem in Ihrem Unternehmen getan hat. Der fortschreitende Klimawandel sorgt im Bereich Wasserkraft auch für immer größere Risiken, da die Auswirkungen von Überflutungen sich durch Dammbrüche massiv verschlimmern können. Hier geht es nicht um abstrakte finanzielle Risiken, sondern ganz konkret um Menschenleben. Zudem werden die Anlagen durch Dürren immer unzuverlässiger in der Stromproduktion. Zahlen der Internationalen Energieagentur für 2023 zeigen, dass trotz einem weltweiten Zubau von 20GW Wasserkraftkapazität die produzierte Strommenge zurückging. Zudem sind natürlich auch die altbekannten Probleme, von der Zerstörung des Flussökosystems über Methanausstoß aus den Reservoirs bis hin zu Zwangsumsiedlungen und anderen Menschenrechtsverletzungen weiterhin aktuell. Wir erwarten daher von Ihnen, dass Sie aus den früheren Projekten Konsequenzen gezogen haben und die Risiken von Staudämmen neu bewertet haben. Zudem erwarten wir im Sinne der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, dass Sie für Abhilfe und Entschädigung für die Betroffenen des bereits entstandenen Schadens sorgen.</p>
<p>Neben Staudämmen beobachten wir mit Sorge die menschenrechtlichen Risiken im Zusammenhang mit entstehenden Wasserstoffprojekten und würden auch hierzu gern mehr über Ihre Praktiken erfahren. Aus Klimaschutzgründen kann nur grüner Wasserstoff überhaupt eine Investitionsoption sein. Aber auch hier bestehen soziale und ökologische Risiken, insbesondere im Bereich Landnutzungsrechte und Wasserknappheit. Diese multiplizieren sich, wenn Projekte möglichst schnell und möglichst kostengünstig umgesetzt werden sollen. Unsere Erwartung an Sie sind ein Höchstmaß an menschenrechtlicher und ökologischer Sorgfalt bei der Auswahl Ihrer Kunden und die Einbeziehung potentiell Betroffener vor der Entscheidung für ein Projekt.</p>
<p>Nun zu meinen konkreten Fragen an Sie:</p>
<ul>
<li>Wie viele Großstaudämme versichern Sie aktuell und wie hoch ist die abgedeckte Versicherungssumme insgesamt? In welchen Regionen befinden sich diese Projekte und wie hoch ist in den jeweiligen Regionen die Zahl der Projekte und die abgedeckte Versicherungssumme (ggf. prozentual zur Gesamtsumme)? Sind darunter auch Projekte, bei denen der produzierte Strom für die Herstellung von Wasserstoff genutzt wird oder in Zukunft genutzt werden soll?</li>
<li>Wie viele Projekte zur Herstellung von Wasserstoff versichern Sie insgesamt? Um welche Art der Herstellung handelt es sich dabei? In welchen Regionen befinden sich diese Projekte und wie hoch ist in den jeweiligen Regionen die Zahl der Projekte und die abgedeckte Versicherungssumme (ggf. prozentual zur Gesamtsumme)?</li>
<li>Welche Rolle spielen Staudämme und Wasserstoffprojekte in Ihrer menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risikoanalyse? Welche Präventions- und Abhilfemaßnahmen führen Sie konkret durch?</li>
<li>Definieren Sie Staudämme als Risikosektor in Ihren ESG-Kriterien? Welche Ausschlusskriterien wenden Sie dabei an?</li>
<li>Wie genau prüfen Sie das Vorliegen von free, prior and informed consent durch betroffene indigene Gruppen?</li>
<li>In welcher Höhe mussten Sie im letzten Jahr für Schäden im Zusammenhang mit Staudämmen aufkommen? Um welche Schäden handelte es sich hier?</li>
<li>Wie bereits erwähnt, können Staudämme klimawandelbedingte Überflutungsereignisse verschlimmern und durch Starkregen und Überflutungen geschädigt werden und sind durch klimawandelbedingte Dürren unzuverlässig in der Stromproduktion. Wie berücksichtigen Sie dies bei der ökosozialen und finanziellen Bewertung von Projekten und bei der Auswahl Ihrer Kunden?</li>
<li>Zu Beginn meiner Rede rief ich bereits in Erinnerung, dass wir Sie gemeinsam mit dem Dachverband Kritische Aktionär*innen und Betroffenen in der Vergangenheit wiederholt auf Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit von Ihnen versichterten Wasserkraft- und Tailingsdämmen aufmerksam gemacht haben, insbesondere Hidroituango, Belo Monte, Brumadinho und Mariana. Welche Bemühungen haben Sie seitdem unternommen, die Risiken dieser Projekte zu verringern und die Betroffenen für erlittene Schäden zu kompensieren?</li>
</ul>
<p>Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und bin gespannt auf Ihre Antworten.</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
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