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	<title>Wasserkraft und Emissionen &#8211; GegenStrömung</title>
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	<title>Wasserkraft und Emissionen &#8211; GegenStrömung</title>
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		<title>Neuer Bericht der Internationalen Energieagentur zeigt Unzuverlässigkeit der Wasserkraft</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/neuer-bericht-der-internationalen-energieagentur-zeigt-unzuverlaessigkeit-der-wasserkraft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Mar 2024 13:35:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein aktueller Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hat alarmierende Erkenntnisse über den Einfluss der Wasserkraft auf die weltweiten Treibhausgasemissionen veröffentlicht. Während die Welt sich bemüht, ihre Emissionen zu senken und die Pariser Klimaziele zu erreichen, zeigt der Bericht, dass auf die Wasserkraft, die nach wie vor vielen als saubere Energiequelle galt, für die Erreichung dieser&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="flex flex-grow flex-col max-w-full">
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<div class="markdown prose w-full break-words dark:prose-invert light">
<p>Ein <a href="https://www.iea.org/reports/co2-emissions-in-2023">aktueller Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA)</a> hat alarmierende Erkenntnisse über den Einfluss der Wasserkraft auf die weltweiten Treibhausgasemissionen veröffentlicht. Während die Welt sich bemüht, ihre Emissionen zu senken und die Pariser Klimaziele zu erreichen, zeigt der Bericht, dass auf die Wasserkraft, die nach wie vor vielen als saubere Energiequelle galt, für die Erreichung dieser Ziele kein Verlass ist.</p>
<p>Laut dem Bericht stiegen die Emissionen aus der Energieerzeugung im Jahr 2023 um 1,1% im Vergleich zum Vorjahr und erreichten eine neue Rekordhöhe. Obwohl dieser Anstieg geringer ist als in den Jahren zuvor, ist er immer noch weit entfernt davon, mit den Zielen des Pariser Abkommens in Einklang zu stehen &#8211; denn dafür müssten die Emissionen rapide sinken. Besonders brisant ist, dass ein Großteil dieses Anstiegs auf den weltweiten Ausfall von Wasserkraft zurückzuführen ist, der durch Dürren verursacht wurde. Denn obwohl Wasserkraft im Umfang von 20GW Kapazität an Wasserkraftwerken zugebaut wurde (zum Vergleich: ein modernes Atomkraftwerk hat eine Leistung von ca. 1,4GW), stand weniger Strom aus Wasserkraft zur Verfügung als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf anhaltende Dürren in Regionen China, Südostasien, Indien und Nordamerika zurückzuführen. Dieser Ausfall wurde mit Strom aus fossilen Energien ersetzt. Die IEA geht davon aus, dass die Emissionen 2023 ohne diesen Effekt zurückgegangen wären.</p>
<p>Es ist allgemein bekannt, dass Dürreperioden durch die fortschreitende Erderhitzung in Zukunft häufiger und länger sein werden. Es wäre daher naiv zu glauben, dass nur Zufall zu den Ausfällen im letzten Jahr geführt hat und diese Situation sich nicht wiederholen wird.</p>
<p>Ein weiterer Bericht der IEA, der <a href="https://www.iea.org/reports/clean-energy-market-monitor-march-2024">Clean Energy Market Monitor</a>, erläutert, wie der Ausbau der erneuerbaren Energien dafür sorgt, dass die Emissionen weniger stark ansteigen als zuvor. Die Technologie Wasserkraft findet darin nicht einmal Erwähnung. Offensichtlich gehen die Analyst*innen der IEA also nicht davon aus, dass Wasserkraft einen signifikanten Beitrag zur Emissionsreduktion leisten kann.</p>
<p>Die Auswirkungen des Wasserkraftausfalls sind nicht nur auf den Klimawandel beschränkt. Ein Blick auf die Situation in Ländern wie Sambia verdeutlicht, wie der Mangel an Wasserkraft die Lebensbedingungen der Menschen beeinträchtigen kann. Die aktuelle Dürre in Sambia führt zu einem <a href="https://africa.businessinsider.com/local/markets/zambia-to-import-and-ration-electricity-amidst-drought/gddwn29?utm_medium=social&amp;utm_source=twitter&amp;utm_campaign=share-button">erheblichen Ausfall der Stromproduktion</a>, die zu ca. <a href="https://ourworldindata.org/grapher/share-electricity-hydro?tab=chart&amp;country=~ZMB">90%</a> auf Wasserkraft basiert. Kurzfristig hat die sambianische Regierung also nur die Wahl entweder, Mittel für den Stromimport aufzubringen oder Stromausfälle zu erleiden. Das Land befindet sich bereits in einer Schuldenrkise und die Dürre führt auch zu Ernteausfällen, sodass die humanitäre Situation sowieso schon angespannt ist, was durch weitere Stromausfälle noch verstärkt würde. Beide Optionen werden also weitere negative Folgen haben.</p>
<p>In Anbetracht dieser Entwicklungen stellt sich die Frage nach der Zuverlässigkeit der Wasserkraft als Energiequelle. Der Bericht der IEA zeigt, dass der Ausbau von Wasserkraftkapazitäten nicht zwangsläufig zu einer Steigerung der verfügbaren Strommenge führt. Gleichzeitig bleiben die ökologischen und sozialen Probleme, die mit der Wasserkraftnutzung verbunden sind, bestehen. Die Kosten-Nutzen-Rechnung verschiebt sich zunehmend zu Ungunsten der Wasserkraft.</p>
<p>Der Bau von Wasserkraftwerken von den ersten Planungen bis zur Inbetriebnahme dauert oft Jahrzehnte. Somit sind auch die Analysen der potentiellen Stromproduktion oft schon veraltet, bis es überhaupt zu Produktion kommt, da sie schon sichtbare und aufgrund neuester Daten vorhersehbare Auswirkungen des Klimawandels auf die Verfügbarkeit von Wasser nicht mit einbeziehen. Das Beispiel Sambia zeigt, zu welchen Dilematta eine Fehleinschätzung führen kann. Verantwortungsbewsusste Regierungen, Unternehmen und Finanziers sollten alle noch nicht abgeschlossenen Wasserkraftwerke vor diesem Hintergrund auf den Prüfstand stellen und abwägen, ob stattdessen nicht Investitionen in Solar- oder Windkraft oder in Energieeinsparungen sinnvoller wären.</p>
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		<title>Klimawandel: Wasserkraftleistung in Spanien stagniert</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/klimawandel-wasserkraftleistung-in-spanien-stagniert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2022 14:05:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Produktion von Strom aus Wasserkraftwerken ist auf der iberischen Halbinsel in den ersten 5 Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 46,2Prozent zurückgegangen. Dies ist aus einer Untersuchung hervorgegangen, die von dem Umweltministerium Spaniens in Auftrag gegeben worden ist. Insgesamt 9.950 Gigawattstunden (GWh) Strom konnten die gesamten Staudämme und anderen Wasserkraftwerke der Halbinsel&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Produktion von Strom aus Wasserkraftwerken ist auf der iberischen Halbinsel in den ersten 5 Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 46,2Prozent zurückgegangen. Dies ist aus einer Untersuchung hervorgegangen, die von dem Umweltministerium Spaniens in Auftrag gegeben worden ist. Insgesamt 9.950 Gigawattstunden (GWh) Strom konnten die gesamten Staudämme und anderen Wasserkraftwerke der Halbinsel zum Strommix beisteuern.</p>
<p>Die geringere Produktivität der Wasserkraft führte zu einem Anstieg der Nutzung von Erdgas (um 84,7 Prozent), der Wiedereinführung der Kohleverstromung (was zu einem Anstieg von 100,6 Prozent führte), aber auch eine verstärkte Nutzung von Photovoltaikanlagen konnte den Ausfall der Wasserkraft ausgleichen (Anstieg um 39,6 Prozent).</p>
<p>Die Tendenz, dass Wasserkraftanlagen auf der iberischen Halbinsel weniger produktiv sein werden, wird sich vermutlich die nächsten Monate fortsetzen, so das Umweltministerium. Grund ist die anhaltende Trockenheit. Die Wasserreserven der Kraftwerke waren im April zu 42,6 Prozent gefüllt; das sind 18,4 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres.</p>
<p>Laut dem sechsten Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC ist insbesondere in Südeuropa aufgrund des Klimawandels mit härteren und längeren Dürren zu rechnen. Die aktuelle Situation beleuchtet also die zulünftige Entwicklung der Wasserkraft auf der iberischen Halbinsel. Insgesamt führte die große Abhängigkeit von der Wasserkraft bei aktuellen Dürren also dazu, dass in Spanien und Portugal wieder mehr fossile Brennstoffe zur Stromversorgung verbrannt werden mussten. Angesichts dieser Entwicklung wird klar, dass Wasserkraft keinen Weg in eine emissionsfreie Zukunft weist.</p>
<p><a href="https://www.eleconomista.es/energia/noticias/11803392/06/22/La-generacion-hidroelectrica-cae-un-49-y-refuerza-el-uso-de-gas-y-carbon.html">Artikel in der spanischen Zeitung el Economista (spanisch).</a></p>
<p>(Foto: Stauanlage in Alcántara / Wikimedia)</p>
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		<title>Wasserkraft auf der COP in Glasgow</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/wasserkraft-auf-der-cop-in-glasgow/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Nov 2021 12:12:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Wasserkraft war kein Schlüsselthema auf der vergangenen COP26-Klimakonferenz in Glasgow. Doch am Rande der Verhandlungen und des globalen Medieninteresses spielte das Thema sehr wohl eine Rolle. Die Interessenvertretung der Wasserkraftindustrie versuchte sich anlässlich der COP26 einen grünen Anstrich zu geben um Zugriff zu Mitteln aus der Klimafinanzierung zu bekommen. Aus diesem Grund hat sich das&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wasserkraft war kein Schlüsselthema auf der vergangenen COP26-Klimakonferenz in Glasgow. Doch am Rande der Verhandlungen und des globalen Medieninteresses spielte das Thema sehr wohl eine Rolle. Die Interessenvertretung der Wasserkraftindustrie versuchte sich anlässlich der COP26 einen grünen Anstrich zu geben um Zugriff zu Mitteln aus der Klimafinanzierung zu bekommen. Aus diesem Grund hat sich das Rivers-for-Climate-Bündnis („Flüsse für Klima“) als globales Allianz von indigenen Organisationen und Flussschützer*innen gebildet, darunter GegenStrömung, um auf der Konferenz in Glasgow mit verschiedenen Aktivitäten präsent zu sein und auf die Probleme der Wasserkraft hinzuweisen. Hier ein kleiner Rückblick.</em></p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/FFF_DEMO_Weston_Boyles-scaled.jpg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="2560" data-large_image_height="1920"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2559 aligncenter" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/FFF_DEMO_Weston_Boyles-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/FFF_DEMO_Weston_Boyles-300x225.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/FFF_DEMO_Weston_Boyles-1024x768.jpg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/FFF_DEMO_Weston_Boyles-768x576.jpg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/FFF_DEMO_Weston_Boyles-1536x1152.jpg 1536w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/FFF_DEMO_Weston_Boyles-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><em>Rivers for Climate auf der Fridays for Future Demonstration<br />
(Foto: Weston Boyles / Rios to Rivers)</em></p>
<p><strong>Das greenwashing der Staudammindustrie</strong></p>
<p>Bereits Monate vor der COP26 – im September 2021– hatte die Internationale Interessenvertretung der Wasserkraftindustrie – die International Hydropower Association IHA – ihren Weltkongress in San José, Costa Rica veranstaltet. Die Aktivitäten richteten sich sehr deutlich auf die bevorstehende Klimakonferenz in Glasgow aus. So veröffentlichte die Organisation die „Erklärung von San José zu nachhaltiger Wasserkraft“, die das vollmundige Versprechen enthielt, dass im „21. Jahrhundert kein Platz für nicht-nachhaltige Wasserkraft“ sei. Dabei wurde auch der neue, von der IHA entwickelte „Wasserkraft Nachhaltigkeitsstandard“ (Hydropower Sustainability Standard – HSS) vorgestellt.<br />
Ist die Wasserkraftindustrie nun also geläutert? Hat sie nun die Instrumente und Techniken entwickelt, um Wasserkraft zur Energiegewinnung zu nutzen, ohne die leidlich bekannten massiven sozialen und ökologischen Schäden zu verursachen? Wohl kaum. Denn wer genauer hinschaut, erkennt schnell, dass es der IHA vor allem darum geht, der Wasserkraft einen grünen Anstrich zu geben.<br />
Was das eigentliche Ziel des neuen Nachhaltigkeitsstandards und der San José Deklaration ist, machte IHA-Chef Eddie Rich in einem Gespräch mit der Branchenzeitung <a href="https://www.power-technology.com/features/sustainable-hydropower-iha-ceo-san-jose-declaration/">power-technology.com</a> mehr als deutlich: „So wird sich Wasserkraft für green-bond Finanzmechanismen qualifizieren, was ein wichtiges Signal an weitere Finanzmärkte gibt, dass Wasserkraft langfristig nachhaltige Investitionsmöglichkeiten bietet.“ Wichtigster Adressat der San José Deklaration und des HSS sind also die Staaten der UN, die auf der Klimakonferenz COP26 in Glasgow über neue Klimafinanzierungsmechanismen und die Nationalen Klimaziele (Nationally Determinde Contributions – NDC) verhandelten. Die IHA will sie überzeugen, Wasserkraft in den NDC und den Taxonomien für Nachhaltige Finanzmechanismen und Klimafinanzierungen aufzunehmen.</p>
<p>Dass die Wasserkraftindustrie gewillt ist, massiv zu expandieren, zeigt sich auch in einem Policy-Paper, dass die IHA auf ihrem diesjährigen Weltkongress der Öffentlichkeit präsentierte, dessen Kern so gar nicht zu dem erklärten Ziel einer nachhaltigeren Wasserkraft passt. Es trägt den Titel <a href="https://www.hydropower.org/publications/hydropower-2050-identifying-the-next-850-gw-towards-2050">Identifying the next 850+ GW towards Net Zero</a> („Die nächsten 850+ Gigawatt für Null Emissionen identifizieren“) und enthält diese zentrale Annahme: Um das 2.0° Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, müsste bis 2050 weltweit die installierte Wasserkraftkapazität auf 850 Gigawatt erhöht werden; um das 1,5° Ziel zu erreichen seien insgesamt 2.500 Gigawatt notwendig. Zum Vergleich: Die weltweit installierte Wasserkraft summiert sich derzeit auf 1.330 Gigawatt. Die Industrie verlangt also nahezu die Verdoppelung der gesamten installierten Wasserkraftkapazität der Welt. Man müsste 50-mal den chinesischen Drei-Schluchten-Staudamm, das größte Wasserkraftwerk der Erde, nachbauen, um auf diese Kapazität zu kommen, mit kleineren Kraftwerken entsprechend mehr. Ein derartiger Ausbau der Wasserkraft würde bedeuten, dass auch die letzten frei fließenden Flüsse durch Staudämme verbaut werden würden – mit allen ökologischen und sozialen Folgen, wie Umsiedelung von Millionen von Menschen, Zerstörung von Ökosystemen in den Flüssen und überfluteten Gebieten und Blockade des Sedimenttransports. Ohne Zweifel handelt es sich bei diesem Vorschlag der IHA um eine „false solution“ für die Klimakrise, also einen schlechten Lösungsvorschlag, der mehr Probleme bereitet, als er löst. Dennoch ließ sich der Vorsitzende der Klimakonferenz, Alok Sharma, mit warmen Worten in einer <a href="https://www.hydropower.org/news/press-release-iha-to-cop26-sustainable-hydropower-is-essential-for-net-zero-emissions">Pressemitteilung der IHA</a> zitieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Rivers for Climate Coalition</strong></p>
<p>Um diesen greenwashing-Versuchen der Wasserkraftindustrie etwas entgegenzusetzen, hatte sich das &#8222;Rivers for Climate“ (Flüsse für das Klima) Bündnis von verschiedenen internationalen Umweltschutz- und indigenen Organisationen gebildet, zu denen auch GegenStrömung gehört. Führend involviert waren in dem Bündnis die Organisationen <a href="https://www.internationalrivers.org/">International Rivers</a>, <a href="https://planeteamazone.org/">Planète Amazone</a>, <a href="https://www.riostorivers.org/">Rios to Rivers</a>, <a href="https://riverswithoutborders.org/">Rivers Without Boundaries</a>, <a href="https://www.waterclimate.org">Water Climate Trust</a> und <a href="https://waterkeeper.org">Waterkeeper Alliance</a> gemeinsam mit GegenStrömung. Zusammen organisierten wir in den Wochen vor der COP26 gemeinsam Veranstaltungen und Aktivitäten für die Klimakonferenz in Glasgow. Ebenso koordinierten wir uns, um auf anderen Veranstaltungen auf der Klimakonferenz mit Wortbeiträgen und direkten Gesprächen Entscheidungsträger*innen auf die Probleme der Wasserkraft hinzuweisen.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/undam_foto.jpg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="1600" data-large_image_height="699"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2536" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/undam_foto-300x131.jpg" alt="" width="300" height="131" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/undam_foto-300x131.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/undam_foto-1024x447.jpg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/undam_foto-768x336.jpg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/undam_foto-1536x671.jpg 1536w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/undam_foto.jpg 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Im Zentrum der Aktivitäten des „Rivers for Climate“ Bündnisses stand die Erstellung einer <a href="https://intlrv.rs/RiversForClimateDeclaration">Deklaration</a>, die sich gegen die Behauptungen und Forderungen der IHA stellt. Konkret fordert die Deklaration dass Wasserkraft nicht in den Taxonomien für Nachhaltige- und Klimafinanzierungsmechanismen oder den Nationalen Klimabeiträgen (NDC) aufgenommen bzw. als Beitrag akzeptiert wird. Begründet wird dies mit den schwerwiegenden menschenrechtlichen und ökologischen Problemen der Wasserkraft, ihren Beiträgen zum Klimawandel durch Methanemissionen und ihrer Anfälligkeit für die Folgen des Klimawandels wie Dürren und Flutereignissen. Diese Deklaration wurde einige Tage vor der San José Erklärung der IHA veröffentlicht und konnte von der globalen Zivilgesellschaft mitgezeichnet werden. Bis zur COP26 taten dies über 340 Organisationen aus aller Welt. Anlässlich der Veröffentlichung der Deklaration gab es eine digitale Pressekonferenz mit mehreren Aktivist*innen aus der ganzen Welt, die die Interessen von Staudammbetroffenen repräsentieren, sowie mit dem renommierten Wissenschaftler Philip Fearnside, der über die Methanemissionen und Klimaauswirkungen von Staudämmen berichtete. Die Pressekonferenz wurde aufgezeichnet und kann auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=n5bmoQSPf6g&amp;list=PLWxR20k4p8cYCOWqt8lv9act8tw9kVpq6">Youtube</a> angesehen werden.</p>
<p>Zusätzlich wurde eine <a href="https://actionnetwork.org/petitions/undam-the-united-nations">online-Petition</a> erstellt, an der auch Einzelpersonen teilnehmen können. Es würde uns sehr freuen, wenn möglichst viele Menchen an dieser Aktion teilnehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der <em>methane pledge</em> und eine Erklärung von vier UN-Sonderberichterstatter*innen</strong></p>
<p>Gleich zu Beginn der COP26 gab es zwei sehr begrüßenswerte Äußerung von Seiten der Vereinten Nationen, die direkt oder indirekt mit Wasserkraft zu tun haben: Zum einen den methane pledge und zum anderen eine gemeinsame Erklärung von vier UN-Sonderberichterstatter*innen.</p>
<p>Am 2. November gaben über 100 Länder, auf die 70 Prozent der Weltwirtschaft entfallen, den <a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/STATEMENT_21_5766"><em>methane pledge</em></a> („Methan Versprechen“) ab. Darin erklärten sie, bis 2030 die Methanemissionen um mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020 zu senken. Damit reagierte die Weltgemeinschaft gleich zu Beginn der COP26 auf den jüngsten <a href="https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/">Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC</a>, der im August 2021 erschienen ist. Dabei hoben die beteiligten Wissenschaftler*innen die besondere Bedeutung der menschengemachten Methanemissionen für die Erderwärmung.</p>
<p>Der Wert der Senkung, der bei dem methane pledge angegeben wurde, sollte sicherlich höher ausfallen, doch muss man anerkennen, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist. Komplett ausgelassen, sowohl im Sachstandsbericht des IPCC und im methane pledge, war das Thema Wasserkraft. Dabei sind <a href="https://academic.oup.com/bioscience/article/66/11/949/2754271">wissenschaftlichen Schätzungen</a> zufolge die Reservoirs von Staudämmen für fast 10 Prozent der weltweiten Methanemissionen verantwortlich. Die Forschungen zu dem Thema sind noch nicht abgeschlossen und auch die Auswirkungen von Staudämmen auf Methanemissionen aus Flüssen flussabwärts der Dämme sind noch nicht geklärt (siehe unsere Studie <a href="https://bit.ly/36qVzF3">Wasserkraft und Klimawandel – Eine problematische Beziehung</a>) so dass die Beiträge der Wasserkraft zum Klimawandel sogar noch höher liegen könnten. In einigen Fällen – insbesondere in tropischen und subtropischen Gebieten – können die <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/aaa817/meta">Treibhausgasemissionen von Staudämmen</a> pro produzierter Kilowattstunde Strom sogar höher liegen, als bei Kraftwerken, die mit fossilen Brennstoffen operieren. Hier bietet sich ein wichtiges Aufgabenfeld für das Rivers for Climate Bündnis, über diese Zusammenhänge aufzuklären.</p>
<p>Doch es gab von Seiten der UN auch eine explizite Warnung vor der Wasserkraft. Am 1. November wurde eine <a href="https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=27741&amp;LangID=E">gemeinsame Erklärung von vier UN-Sonderberichterstatter*innen</a> (mit unterschiedlichen Themengebieten) – Pedro Arrojo Agudo (Trinkwasser und Abwasser), David Boyd (Menschenrechte und Umwelt), Michael Fakhri (Ernährung) und Cecilia Jimenez-Damary (Binnenvertriebene) – veröffentlicht, in der diese vor den massiven sozialen und ökologischen Folgen der Wasserkraft warnten. Sie riefen die Regierungen der Vereinten Nationen auf, unabhängige Überprüfungen von Staudammprojekten durchzuführen und weniger problematische Energielösungen gegenüber der Wasserkraft zu bevorzugen. In der <a href="https://www.ohchr.org/Documents/Issues/Water/jointstatement-dams-long-final.docx">Langversion der Erklärung</a> wiesen die UN-Sonderberichterstatter*innen auch explizit die Forderung der IHA nach einer Erhöhung der installierten Wasserkraftkapazität um mindestens 850 Gigawatt zurück. Den Nachhaltigkeitsstandard HSS der IHA kritisierten sie als „nicht unabhängig“ und merkten an, dass er signifikant hinter bestehenden Menschenrechtsstandards zurückfalle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Side Events auf der COP26 </strong></p>
<p>Diese starken Worte hinderten die International Hydropower Association (IHA) nicht daran, auf der COP26 unbeirrt weiter Werbung für die von ihr vertretenen Industrieinteressen zu machen. Auf einem sogenannten Side Event – so heißen thematische Veranstaltungen auf den Klimakonferenz, die am Rande der Verhandlungen stattfinden – der am 4. November im Pavillon der skandinavischen Länder stattfand, präsentierte die IHA ihre San José Erklärung und den Wasserkraft Nachhaltigkeitsstandard HSS. Zum Unbehagen der IHA-Mitarbeiter*innen befanden sich aber im Publikum mehrere Aktivist*innen des Rivers-for-Climate-Bündnisses, die mit unbequemen Fragen die Selbstdarstellung der Wasserkraft als „grün“, „nachhaltig“ und „klimafreundlich“ störten. Besonderes Aufsehen erregte der Wortbeitrag des russischen Aktivisten Ewgenij Simonov von der Organisation Rivers without Boundaries, der sich ein Rededuell mit Mitarbeiter*innen der IHA lieferte.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Eugene-Simonov_IHA.jpg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="1086" data-large_image_height="724"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2558" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Eugene-Simonov_IHA-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Eugene-Simonov_IHA-300x200.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Eugene-Simonov_IHA-1024x683.jpg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Eugene-Simonov_IHA-768x512.jpg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Eugene-Simonov_IHA.jpg 1086w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Ewgenij Simonov in Aktion<br />
(Foto: Chris Wilke / Waterkeeper Alliance)</em></p>
<p>Am gleichen Tag hatte auch ein eigener offizieller COP26 Side Event stattgefunden, der von zwei anderen Mitgliedsorganisationen des Rivers-for-Climate-Bündnis angemeldet worden war, International Rivers und Planète Amazone. In der Veranstaltung „Alternatives to Hydropower and Nature Based Solutions to Protect the Climate and Indigenous People“ (Alternativen zu Wasserkraft und naturbasierten Lösungen zum Schutz von Klima und indigenen Völkern) kamen vor allem indigene Stimmen aus Amazonien und Nordamerika zu Wort. Sie brachten ermöglichten einen wichtigen Perspektivwechsel auf sogenannte naturbasierte Lösungen (womit die Ausweitung von Naturschutzgebieten und Aufforstungen gemeint sind) und Wasserkraft. Beide gelten bei vielen noch immer als unproblematische Beiträge zum Klimaschutz, beeinträchtigen aber das Leben der lokalen Bevölkerung massiv, wobei es immer wieder zu Menschenrechtsverstößen kommt, während die Beiträge für den Klimaschutz oft bestenfalls fraglich sind. Insbesondere Indigene sind überproportional von den negativen Folgen dieser Maßnahmen betroffen und werden zum Teil gewaltsam aus ihren Territorien vertrieben, um für Wasserkraftwerke oder Klima- und Naturschutzgebiete Platz zu machen. Diese besorgniserregende Entwicklung wird durch den Handel mit Emissionszertifikaten erheblich angefeuert. Eine zentrale Forderung des Rivers-for-Climate-Bündnis lautet deshalb auch, den Handel mit Emissionszertifikaten ganz abzuschaffen, und stattdessen auf Politiken zu setzen, die auf die absolute Senkung der Emissionen abzielt. Auf Youtube sind <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZlOZQF8P7tY">zwei</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GQ_BfkEEcCE">Videos</a> von der Veranstaltung veröffentlicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zivilgesellschaftliche Aktionen rund um die COP</strong></p>
<p>Wie <a href="https://www.gegenstroemung.org/blog/gegenstroemung-auf-der-fff-demo-in-glasgow/">bereits berichtet</a>, war GegenStrömung sowohl auf der Fridays-For-Future-Demonstration in Glasgow am 5. November präsent, als auch auf der Großdemo am Samstag den 6. November. Dabei konnten wir zahlreiche Klimaaktivist*innen, die ansonsten keinen Kontakt zum Thema Wasserkraft hatten, erreichen und Informationen über die Probleme dieser Technologie weitergeben.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/DEMO_Weston-scaled.jpeg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="2560" data-large_image_height="1920"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2557" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/DEMO_Weston-300x225.jpeg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/DEMO_Weston-300x225.jpeg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/DEMO_Weston-1024x768.jpeg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/DEMO_Weston-768x576.jpeg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/DEMO_Weston-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/DEMO_Weston-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>(Foto: Weston Boyles / Rios to Rivers)</em></p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/wrong_climate.jpeg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="2048" data-large_image_height="1536"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2532" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/wrong_climate-300x225.jpeg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/wrong_climate-300x225.jpeg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/wrong_climate-1024x768.jpeg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/wrong_climate-768x576.jpeg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/wrong_climate-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/wrong_climate.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>(Foto: Bonnie Barclay / International Rivers)<br />
</em></p>
<p>Am Montag den 8. November folgte eine gemeinsame Veranstaltung des Rivers-for-Climate-Bündnis mit Survival International auf dem People‘s Summit, der zivilgesellschaftlichen Parallelkonferenz zur offiziellen COP26. Unter dem Titel „Exposing False Solutions on Land &amp; Water: Decolonizing Climate Action“ (Falsche Lösungen auf Land und Wasser entlarven: Klimaschutz dekolonialisieren) setzten wir uns mit den negativen Folgen von Wasserkraft und naturbasierten Lösungen auseinander. Von Seiten des Rivers-for-Climate-Bündnis sprachen Paul Wilson, Fernanda Purrán und Paula Riffo von Rios to Rivers über die Folgen der Wasserkraft für betroffene Indigene und die lokale Bevölkerung, sowie Thilo Papacek von GegenStrömung, der die oben genannten greenwashing Versuche der IHA referierte und die grundsätzlichen Probleme der Wasserkraft angesichts der Klimakrise ansprach.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/PEOPLES_SUMMIT_WESTON_BOYLES-scaled.jpg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="2560" data-large_image_height="1920"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2561" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/PEOPLES_SUMMIT_WESTON_BOYLES-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/PEOPLES_SUMMIT_WESTON_BOYLES-300x225.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/PEOPLES_SUMMIT_WESTON_BOYLES-1024x768.jpg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/PEOPLES_SUMMIT_WESTON_BOYLES-768x576.jpg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/PEOPLES_SUMMIT_WESTON_BOYLES-1536x1152.jpg 1536w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/PEOPLES_SUMMIT_WESTON_BOYLES-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Peoples_Summit_Boyles_2-scaled.jpg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="2560" data-large_image_height="1920"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2560" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Peoples_Summit_Boyles_2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Peoples_Summit_Boyles_2-300x225.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Peoples_Summit_Boyles_2-1024x768.jpg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Peoples_Summit_Boyles_2-768x576.jpg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Peoples_Summit_Boyles_2-1536x1152.jpg 1536w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Peoples_Summit_Boyles_2-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Die Veranstaltung auf dem People&#8217;s Summit / Adelaides Place, Glasgow</em></p>
<p style="text-align: center;"><em>(Fotos: Weston Boyles / Rios to Rivers)</em></p>
<p>Paul Wilson, der zu den indigenen Gemeinschaften der Klamath und Modoc gehört, erzählte eindrucksvoll von den katastrophalen Auswirkungen der Staudämme am Klamath River, der im Westen der USA von Oregon über Kalifornien in den Pazifik fließt. Wegen der Staudämme sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers und es reichert sich mit giftigen Algen an. Mehreren Fischarten, von denen sich traditionell die Indigenen ernähren, droht das Aussterben. Aber es gibt Hoffnung: Für das Jahr 2023 ist der Abbau von vier Staudämmen am Klamath geplant, es wäre der größte Staudammrückbau in der Geschichte.<br />
Fernanda Purrán und Paula Riffo sprachen dagegen über die aktuellen Konflikte um Staudämme in der Region Bio Bio in Chile. Dort plant ein Tochterunternehmen des spanischen Konzerns ENDESA mehrere Staudämme an bislang frei fließenden Flüssen. Fernanda Purrán ist eine der Anführer*innen der Proteste der indigenen Mapuche gegen diese Projekte und berichtete über die massiven Repressionen, die ihre Gemeinschaft erleiden muss. Paula Riffo berichtete über die Proteste der nicht-indigenen Bevölkerung in der Region, die ebenfalls massiv eingeschüchtert werden. Die Organisation <a href="https://www.riostorivers.org/">Rios to Rivers</a> organisiert ein Austauschprogramm für jugendliche Indigene aus der ganzen Welt, die von Staudammprojekten betroffen sind oder es werden könnten, damit diese sich austauschen und ihren Widerstand vernetzen.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Weston_thilo.jpeg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="1196" data-large_image_height="1600"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2569" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Weston_thilo-224x300.jpeg" alt="" width="224" height="300" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Weston_thilo-224x300.jpeg 224w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Weston_thilo-765x1024.jpeg 765w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Weston_thilo-768x1027.jpeg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Weston_thilo-1148x1536.jpeg 1148w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Weston_thilo.jpeg 1196w" sizes="auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Weston Boyles, Gründer von Rios to Rivers<br />
</em></p>
<p style="text-align: center;"><em>(Foto: Thilo F. Papacek / GegenStrömung)</em></p>
<p>Die Veranstaltung fand in der baptistischen Kirche Adelaides Place statt. Die Veranstaltung war – mit Abstands- und Hygieneregeln – voll ausgebucht und fast 200 Menschen fanden sich im – hauptsächlich aus jungen Klimaaktivist*innen bestehenden – Publikum, die sich auch an der anschließenden Diskussion rege beteiligten.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Arbeitstreffen.jpeg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="1600" data-large_image_height="1196"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2568" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Arbeitstreffen-300x224.jpeg" alt="" width="300" height="224" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Arbeitstreffen-300x224.jpeg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Arbeitstreffen-1024x765.jpeg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Arbeitstreffen-768x574.jpeg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Arbeitstreffen-1536x1148.jpeg 1536w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Arbeitstreffen.jpeg 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em>Strategietreffen des Rivers-for-Climate-Bündnis<br />
</em></p>
<p style="text-align: center;"><em>(Foto: Thilo F. Papacek / GegenStrömung)</em></p>
<p>Am späteren Nachmittag trafen sich die Mitglieder des Rivers-for-Climate-Bündnis in einem Raum, der freundlicherweise von dem Organisationsteam des People‘s Summit bereit gestellt worden war, für ein Strategietreffen, auf dem das weitere Vorgehen diskutiert wurde. Alle waren sich einig, dass die Zusammenarbeit gut funktioniert habe und weitergeführt werden solle. Zudem sollen noch möglichst zahlreiche Organisationen, die die Deklaration unterschrieben hatten, eingeladen werden, sich aktiv in das Bündnis einzubringen, auch um eine möglichst große regionale Vielfalt zu erreichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Übergabe der Rivers-for-Climate-Deklaration</strong></p>
<p>Am folgenden Tag, dem 9. November 2021, konnte eine Delegation des Rivers-for-Climate-Bündnis die <a href="https://intlrv.rs/RiversForClimateDeclaration">gleichnamige Deklaration</a> einer Repräsentantin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) übergeben. Dabei konnten auch gesprochene Statements von Aktivist*innen des Rivers-for-Climate-Bündnis abgegeben werden. Zu der Übergabe wurde auch eine <a href="https://www.internationalrivers.org/news/press-release-cop26-un-human-rights-experts-highlight-continued-human-rights-impacts-of-dams-as-civil-society-indigenous-leaders-call-for-un-climate-financing-mechanisms-to-exclude-hydropower/">Pressemitteilung</a> veröffentlicht, die auch auf <a href="https://intlrv.rs/3C4CUOS">Spanisch</a> und <a href="https://intlrv.rs/3C4CUOS">Portugiesisch</a> vorliegt.</p>
<p>Später am Abend organisierten einige befreundete Aktivist*innen des Rivers-for-Climate-Bündnis eine Lichtprojektion an der Kingston Bridge in Glasgow. Dort befand sich eine offizielle Projektion der UNFCCC, die durch die Projektion der befreundeten Aktivist*innen mit unseren wichtigsten Botschaften ergänzt wurde. Dadurch konnten wir zahlreiche Passanten auf das Problem Wasserkraft aufmerksam machen und es boten sich für uns Gelegenheiten für gute Fotos.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion_bonnie_ggs.jpeg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="1024" data-large_image_height="768"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2564" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion_bonnie_ggs-300x225.jpeg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion_bonnie_ggs-300x225.jpeg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion_bonnie_ggs-768x576.jpeg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion_bonnie_ggs.jpeg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Projection_Boyles.jpeg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="2329" data-large_image_height="2301"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2563" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Projection_Boyles-300x296.jpeg" alt="" width="300" height="296" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Projection_Boyles-300x296.jpeg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Projection_Boyles-1024x1012.jpeg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Projection_Boyles-768x759.jpeg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Projection_Boyles-1536x1518.jpeg 1536w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/Projection_Boyles-2048x2023.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a class="dt-pswp-item" href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion2_thilo.jpeg" data-dt-img-description="" data-large_image_width="1600" data-large_image_height="1196"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2567 aligncenter" src="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion2_thilo-300x224.jpeg" alt="" width="300" height="224" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion2_thilo-300x224.jpeg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion2_thilo-1024x765.jpeg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion2_thilo-768x574.jpeg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion2_thilo-1536x1148.jpeg 1536w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2021/11/projektion2_thilo.jpeg 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><em>Projetkion an der Kingston Bridge<br />
</em></p>
<p style="text-align: center;"><em>(Fotos Bonnie Barclay / International Rivers, Thilo F. Papacek / GegenStrömung, Weston Boyles / Rios to Rivers)</em></p>
<p>Insgesamt waren die Aktivitäten des Rivers-for-Climate-Bündnis anlässlich der COP26 erfolgreich und vielversprechend; die Ergebnisse der offiziellen Verhandlungen der Regierungsvertreter*innen auf der COP26 waren es nicht. Wieder wurde eine Gelegenheit verpasst, den wirklich strukturellen Wandel, der für die Eindämmung der Klimakrise notwendig wäre, auf den Weg zu bringen. In Teilbereichen wurden Fortschritte gemacht – etwa dem methane pledge – doch Veränderungen in dieser Geschwindigkeit werden nicht ausreichen, um das 1,5° Celsius Ziel zu erreichen. Eines können wir aber feststellen: Auf dem Weg zur Klimagerechtigkeit wird der uneingeschränkte Ausbau der Wasserkraft kein Teil der Lösung sein.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wasserkraft: Falsche Lösung für die Klimakrise</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/wasserkraft-ist-keine-loesung-fuer-die-klimakrise-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2021 12:27:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klimaanpassung]]></category>
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					<description><![CDATA[Obwohl Wasserkraft neben Wind- und Solarenergie als wichtige und nachhaltige Stromquelle angesehen wird, mehren sich Berichte über Produktionseinschränkungen von Wasserkraftwerken als Folge von Dürren. Es stellt sich deshalb die Frage, wie zuverlässig Wasserkraft angesichts des fortschreitenden Klimawandels ist. Selbst die Behauptung der Wasserkraftindustrie, dass Staudämme &#8222;saubere&#8220; Energie erzeugen, trifft nur sehr eingeschränkt zu, denn viele&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 4">
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<div class="column">
<p>Obwohl Wasserkraft neben Wind- und Solarenergie als wichtige und nachhaltige Stromquelle angesehen wird, mehren sich Berichte über Produktionseinschränkungen von Wasserkraftwerken als Folge von Dürren. Es stellt sich deshalb die Frage, wie zuverlässig Wasserkraft angesichts des fortschreitenden Klimawandels ist. Selbst die Behauptung der Wasserkraftindustrie, dass Staudämme &#8222;saubere&#8220; Energie erzeugen, trifft nur sehr eingeschränkt zu, denn viele der Stauseen setzen erhebliche Mengen an Methan frei und beschleunigen deshalb die globale Erwärmung. Bedeutet dies das Ende der Wasserkraft?</p>
<p>Der renommierte Autor und Journalist Jacques Lesli hat für die online-Zeitschrift für Naturschutz E360, die von der Yale University herausgegeben wird, einen umfangreichen Hintergrundartikel geschrieben, den wir <a href="https://e360.yale.edu/features/as-warming-and-drought-increase-a-new-case-for-ending-big-dams?fbclid=IwAR3nd5-84tQ01_v13Qy5l9jqVkiquLC91kihcm-GAw9EqG_eIFo-5QW4UqI">hier verlinken</a> wollen.</p>
</div>
</div>
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</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Zukunft der Wasserkraft</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/die-zukunft-der-wasserkraft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Sep 2021 12:23:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klimaanpassung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist Wasserkraft angesichts des Klimawandels eine verlässliche Energiequelle? Mit dieser Frage beschäftigt sich die deutsche Welle in einem längeren Artikel, in dem auch der Projektreferent von GegenStrömung, Thilo F. Papacek, zu Wort kommt: Auch vor diesem Hintergrund wäre es fatal, wenn beim Ausstieg aus den fossilen Energieträgern nun ausgerechnet in ärmeren Ländern in den Ausbau&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 3">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>Ist Wasserkraft angesichts des Klimawandels eine verlässliche Energiequelle? Mit dieser Frage beschäftigt sich die deutsche Welle in einem <a href="https://www.dw.com/de/klimawandel-welche-zukunft-hat-die-wasserkraft/a-58924746">längeren Artikel,</a> in dem auch der Projektreferent von GegenStrömung, Thilo F. Papacek, zu Wort kommt:</p>
<p>Auch vor diesem Hintergrund wäre es fatal, wenn beim Ausstieg aus den fossilen Energieträgern nun ausgerechnet in ärmeren Ländern <a href="https://www.dw.com/de/umstrittene-wasserkraft-in-laos/a-44821456">in den Ausbau der Wasserkraft</a> investiert werde, sagt Thilo Papacek von der deutschen Nichtregierungsorganisation Gegenströmung, die sich für sozial- und umweltverträgliches Handeln deutscher Akteure im Ausland einsetzt.</p>
<p>Wasserkraftwerke griffen meist <a href="https://www.dw.com/de/indien-wasserkraft-auf-kosten-der-umwelt/a-56913157">massiv in das Ökosystem</a> ein und könnten auch zu Gefahren für Menschen werden, so Papacek. Denn Dämme und Wehre behinderten nicht nur <a href="https://www.dw.com/de/georgiens-störe-wasserkraft-statt-artenschutz/a-58731165">Fischwanderungen</a> sondern auch den Transport von Sediment, also festen Stoffen, weiter flussabwärts. &#8222;Ohne Sedimentanreicherungen an den Flussufern, gräbt sich der Fluss hinter der Staumauer immer tiefer und enger in die Landschaft. Bei Starkregen kann er dann eine enorme Kraft entwickeln, vor allem, wenn auch noch Wasser aus dem Stausee abgelassen werden muss.&#8220; Dadurch steige die Gefahr, dass angrenzende Siedlungen überflutet werden.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Treibhausgase aus dem Belo Monte Kraftwerk verdreifachen die Emissionen der Region</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/treibhausgase-aus-dem-belo-monte-kraftwerk-verdreifachen-die-emissionen-der-region/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2021 13:36:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Belo Monte]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klima]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gegenstroemung.org/?p=2681</guid>

					<description><![CDATA[Das umstrittene Wasserkraftwerk Belo Monte in Brasilien ist für den dreifachen Anstieg Treibhausgasen in der Region verantwortlich, berichtet die brasilianische Zeitung Folha de São Paulo. Dies trübt die Klimabilanz von Wasserkraft erheblich. Es geht insbesondere um Methan, das vor allem in Ufernähe infolge von sich unter Luftabschluss zersetzender Biomasse entsteht. Die Berechnung ist das Ergebnis&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 3">
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<p>Das umstrittene Wasserkraftwerk Belo Monte in Brasilien ist für den dreifachen Anstieg Treibhausgasen in der Region verantwortlich, berichtet die <a href="https://www1.folha.uol.com.br/ambiente/2021/06/belo-monte-aumentou-emissoes-de-gases-estufa-no-xingu-em-cerca-de-3-vezes-diz-estudo.shtml?fbclid=IwAR2I2D35ZfmnlxW0qlsiNFNaYJlWBQrhXWUvQqgtW6EOMNPyv3Er-ZzMAaY#_=_">brasilianische Zeitung Folha de São Paulo</a>. Dies trübt die Klimabilanz von Wasserkraft erheblich. Es geht insbesondere um Methan, das vor allem in Ufernähe infolge von sich unter Luftabschluss zersetzender Biomasse entsteht. Die Berechnung ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie, die von Forschern der USP, der Universität Linköping, Schweden, der UFPA (Federal University of Park) sowie der University of Washington in Seattle, USA, durchgeführt wurde und die in der <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.abe1470">Fachzeitschrift Science Advances</a> veröffentlicht wurde.</p>
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		<title>Treibhausgasemissionen von Staudämmen in Afrika: Studie über Schwankungen</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/treibhausgasemissionen-von-staudaemmen-in-afrika-studie-ueber-schwankungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2021 10:37:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[Weltweit wird etwa ein Sechstel des Stroms aus Wasserkraft gewonnen – deutlich mehr als mit allen laufenden Kernkraftwerken. Doch obwohl Wasserkraftanlagen zu den erneuerbaren Energiequellen zählen, werden Treibhausgase (GHG – greenhouse gases) freigesetzt, indem sie aus dem Flusswasser austreten. Diese GHG-Emissionen analysierten Forscher am Kariba-Staudamm an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe im südlichen Afrika&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 3">
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<p>Weltweit wird etwa ein Sechstel des Stroms aus Wasserkraft gewonnen – deutlich mehr als mit allen laufenden Kernkraftwerken. Doch obwohl Wasserkraftanlagen zu den erneuerbaren Energiequellen zählen, werden Treibhausgase (GHG – greenhouse gases) freigesetzt, indem sie aus dem Flusswasser austreten. Diese GHG-Emissionen analysierten Forscher am Kariba-Staudamm an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe im südlichen Afrika nun genauer, wie <a href="https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/nachrichten/2021/treibhausgas-aus-wasserkraftwerken/">Welt der Physik berichtete</a>. Wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ berichten, schwanken die GHG-Emissionen nicht nur saisonal, sondern verändern sich auch täglich, bis zu 200 Prozent – abhängig vom Betrieb des Wasserkraftwerks.</p>
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		<title>Neue Studie: Talsperren geben doppelt so viel Kohlenstoff ab, als gedacht</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/2673/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 May 2021 09:18:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[Bislang war man sich einig, dass Talsperren, die unter anderem für den Betrieb von Wasserkraftanlagen eingesetzt werden, genau so viel Kohlenstoff speichern, wie sie in Form von Treibhausgasen wieder freisetzen. Wie das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung jedoch meldete, haben deutsche und spanische Wissenschafter in einer Studie, die in der Fachzeitschrift nature veröffentlicht wurde, festgestellt, dass&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 2">
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<p>Bislang war man sich einig, dass Talsperren, die unter anderem für den Betrieb von Wasserkraftanlagen eingesetzt werden, genau so viel Kohlenstoff speichern, wie sie in Form von Treibhausgasen wieder freisetzen. Wie das <a href="https://www.ufz.de/index.php?de=36336&amp;webc_pm=27%2F2021&amp;fbclid=IwAR0kyqV0Pw9OYOqMAgVLBMmkyYB2C9qTiaYG7OcPfCKbx1zDjSCKqjhCiGY">Helmholtz Zentrum für Umweltforschung jedoch meldete</a>, haben deutsche und spanische Wissenschafter in einer Studie, die in der <a href="https://www.nature.com/articles/s41561-021-00734-z">Fachzeitschrift nature veröffentlicht</a> wurde, festgestellt, dass Talsperren zweimal mehr Kohlenstoff abgeben als sie letztendlich speichern. Auch „Trockenfallende Gewässerbereiche setzen so erheblich mehr Kohlenstoff frei als von Wasser bedeckte Bereiche&#8220;, sagt Philipp Keller, ehemaliger Doktorand am UFZ und Verfasser der Studie. „Und wenn in einer Talsperre große Wassermengen abgerufen werden, liegen mit einem Mal große Flächen frei. Doch bei der Kalkulation der Kohlenstoffbilanz von Talsperren wurden diese Flächen bisher nicht berücksichtigt. Diese Lücke haben wir mit unserer Arbeit geschlossen.“</p>
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		<title>Staudämme, Sonnenlicht und die Folgen für das Klima</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/staudaemme-sonnenlicht-und-die-folgen-fuer-das-klima/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2021 13:08:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der Diskussion um „grüne’’ Wasserkraft wird oft außer Acht gelassen, dass entsprechende Wasserreservoire oft so viel einfallende Sonnenenergie absorbieren, dass sie ihren Klimavorteil wieder zunichte machen können. So haben Wissenschaftler aus Innsbruck, Österreich, in einer Studie die in der wissenschaftlichen Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde herausgefunden, dass manche Wasserkraftwerke Jahrzehnte benötigen, um diesen Missstand zu&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 2">
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<p>Bei der Diskussion um „grüne’’ Wasserkraft wird oft außer Acht gelassen, dass entsprechende Wasserreservoire oft so viel einfallende Sonnenenergie absorbieren, dass sie ihren Klimavorteil wieder zunichte machen können. So haben Wissenschaftler aus Innsbruck, Österreich, in einer Studie die in der wissenschaftlichen <a href="https://www.nature.com/articles/d41586-021-00552-8?fbclid=IwAR16GwjeM760NHH7vIyQQaBknaO5o5zFeVfzyijrY5T3_6Mk-RPYm-n50Js">Zeitschrift Nature veröffentlicht</a> wurde herausgefunden, dass manche Wasserkraftwerke Jahrzehnte benötigen, um diesen Missstand zu kompensieren.</p>
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		<title>Einigung über größten Staudamm-Rückbau in den USA erzielt</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/einigung-ueber-groessten-staudamm-rueckbau-in-den-usa-erzielt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2020 07:21:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frei Fließende Flüsse]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Emissionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Klamath River]]></category>
		<category><![CDATA[Rückbau]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach jahrelangem Kampf um den Rückbau von vier Staudämmen am Klamath River in Oregon und Kalifornien wurde nun eine Einigung erzielt. Dem neuen Plan zufolge teilen sich die Bundesstaaten Oregon und Kalifornien sowie das Versorgungsunternehmen PacifiCorp, das die Wasserkraftdämme betreibt und sich im Besitz der Firma Berkshire Hathaway des Milliardärs Warren Buffett befindet, die neuesten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach jahrelangem Kampf um den Rückbau von vier Staudämmen am Klamath River in Oregon und Kalifornien wurde nun eine Einigung erzielt. Dem neuen Plan zufolge teilen sich die Bundesstaaten Oregon und Kalifornien sowie das Versorgungsunternehmen PacifiCorp, das die Wasserkraftdämme betreibt und sich im Besitz der Firma Berkshire Hathaway des Milliardärs Warren Buffett befindet, die neuesten Berechnungen zufolge auf 45 Millionen US-Dollar zusätzlich auflaufenden Kosten zu gleichen Teilen. Die Gesamtsumme des Abriss wird somit 495 Millionen US-Dollar betragen. Diese Einigung muss nun noch von den zuständigen Bundesbehörden bestätigt werden.<br />Die vier Dämme am Klamath River sollen ab 2022 nach mehr als hundert Jahren Betrieb zurückgebaut werden. Damit wird das Klamath River Flusssystem frei von Dämmen, wieder frei fließend und der Silberlachs (Coho Salmon), dessen Bestand im Fluss durch die unüberwindbaren Dämme um bis zu 95% zurückgegangen war, und der Königslachs (chinook salmon), dessen Bestand dort um bis zu 98% zurückgegangen war, können in Zukunft wieder frei und ungehindert ziehen.<br />Eine der größten technischen Herausforderungen wird nicht der Rückbau des Betons sein, sondern die im Laufe der Jahrzehnte aufgelaufenden Sedimente im Flussbecken, im Reservoir und vor den Talsperren sein. Regen- und schneereiche Winter mit nachfolgenden Frühlingshochwassern würde wohl viele Sedimente von alleine wegtragen. Das Problem: Zuvor müssen die Sedimente auf Giftstoffe untersucht werden, denn niemand weiß, was sich in ihnen im Lauf der Jahre dort angesammelt haben könnte.<br />Der gleichzeitige Rückbau der vier Dämme am Klamath River wäre der bisher größte Rückbau von Dämmen in den USA auf einmal. Dabei folgt er einem Trend: Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation American Rivers führt ein umfangreiches Register über den Rückbau von Staudämmen in den USA. Laut der Erhebung von American Rivers wurden in den USA seit 1912 insgesamt an die 1.700 Dämme zurückgebaut. Durch den Rückbau entstanden tausende Kilometer frei fließender Flusslandschaften, mit allen Möglichkeiten von freiem Fischzug, Sedimentfracht und ungezügelter Biodiversität. So werden seit Jahren in den USA statistisch mehr Staudämme abgerissen als neue gebaut. American Rivers hat dazu auch eine interaktive Landkarte erstellt, die den Rückbau von Staudämmen in den USA dokumentiert: <a href="https://www.americanrivers.org/threats-solutions/restoring-damaged-rivers/dam-removal-map/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.americanrivers.org/threats-solutions/restoring-damaged-rivers/dam-removal-map/</a><br />// <a href="https://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>
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