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	<title>Amazonas &#8211; GegenStrömung</title>
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		<title>Der Belo-Monte-Staudamm und seine anhaltenden Auswirkungen</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/der-belo-monte-staudamm-und-seine-anhaltenden-auswirkungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heike Drillisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 14:11:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Amazonas]]></category>
		<category><![CDATA[Belo Monte]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Anschluss an die Klimaverhandlungen (COP 30) in Belém in Brasilien hatte Heike Drillisch für GegenStrömung die Gelegenheit, an einer mehrtägigen Kanutour auf der Volta Grande des Xingu-Flusses teilzunehmen, die die dort lebenden und vom Belo-Monte-Staudamm betroffenen, indigenen Juruna organisierten. Der Belo-Monte-Staudamm ist der drittgrößte Staudamm der Welt und war gegen massiven Widerstand indigener Gemeinschaften&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Anschluss an die Klimaverhandlungen (COP 30) in Belém in Brasilien hatte Heike Drillisch für GegenStrömung die Gelegenheit, an einer mehrtägigen Kanutour auf der Volta Grande des Xingu-Flusses teilzunehmen, die die dort lebenden und vom Belo-Monte-Staudamm betroffenen, indigenen Juruna organisierten. Der Belo-Monte-Staudamm ist der drittgrößte Staudamm der Welt und war gegen massiven Widerstand indigener Gemeinschaften und lokaler Anwohner*innen durchgesetzt worden. 2016 wurden die ersten Turbinen offiziell eingeweiht, 2019 ging er vollständig in Betrieb.</p>
<p>Auch GegenStrömung hatte die Kampagne zum Belo-Monte-Staudamm unterstützt, da aus Deutschland u. a. der Turbinenlieferer Voith Hydro und die Versicherer Munich Re und Allianz an dem Projekt beteiligt waren. Die Kanutour bot nun die Gelegenheit, aus erster Hand zu erfahren, welche Auswirkungen das Projekt langfristig zeigt und wie die indigenen Gemeinschaften damit umgehen.</p>
<p>Am ersten Tag machte stundenlanges Paddeln die Dimensionen des Stausees bewusst. An vielen Stellen ragen kleine Wälder aus toten Bäumen aus dem Wasser und bei den heißen Temperaturen Amazoniens lässt es sich erahnen, wie viel Wasser verdunstet und wie viel Methan freigesetzt wird. Ein großer Unterschied dann hinter der Staumauer, wo Schwärme kleiner Fischchen um das Boot herumsprangen und der Fluss lebendig war. Es gab  immer wieder kleine oder größere Stromschnellen zu überwinden,  durch welche Sauerstoff in den Fluss gebracht wird, ein Prozess, der die Wasserqualität verbessert. An einem Ruhetag erhielten die Teilnehmer*innen der Kanutour Einblicke in die Geschichte der Juruna, ihr großes Wissen über die Pflanzen- und Tierwelt und ihre jetzigen Anbaumethoden. Die Tour endete nach vier Tagen an einem phantastischen Wasserfall, wo der Überlieferung nach die Welt der Juruna &#8211; bzw. Yudjá, wie sie sich selbst bezeichnen &#8211; erschaffen wurde.</p>
<p>Für die Yudjá selbst war die Kanutour ebenfalls etwas Besonderes, die erste nach der Pandemie und etwas Einendes, da alle umliegenden Gemeinden daran beteiligt waren. Sie diente auch dazu, sich und der Welt zu zeigen: „Xingu vivo!“ Denn die Folgen des Staudammbaus machen sich nach wie vor sehr bemerkbar. Es kommen nur noch 30 % des Flusswassers durch diesen Flussabschnitt, was den Fischfang drastisch reduziert und das Ökosystem völlig verändert hat. So fehlt jetzt z. B. die Überflutung der Igapó-Wälder, durch die die Fische von den Früchten der Bäume besonders fett wurden und es musste eine ganz neue Methode des Fischfangs entwickelt werden. Die nicht-indigenen Flussanwohner*innen (Ribeirinhos) hat es besonders hart getroffen, denn sie haben noch weniger Rechte als die Indigenen und zehn Jahre nach der Flutung gibt es immer noch ungelöste Landkonflikte. Gleichzeitig wurden Orte per Straße an die Stadt angeschlossen mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen.</p>
<p>Für die Yudjá hat der Staudammbau das Leben daher komplett umgekrempelt. Weitere Probleme drohen durch eine Goldmine, die in direkter Nachbarschaft des Staudamms in Planung ist, was Landschaft und Fluss noch einmal extrem in Mitleidenschaft ziehen wird. Aber die Yudjá sind entschlossen, nicht aufzugeben, neue Einkommensmöglichkeiten im landwirtschaftlichen wie im touristischen Bereich zu entwickeln und ihre Forderung, dass sie an der Regulierung des Wasserabflusses beteiligt werden, durchzusetzen. Einen Teilerfolg haben sie immerhin erreicht: kürzlich wurde ihnen per Gerichtsurteil zusätzliches Land zugesprochen, was ihre Situation etwas verbessern wird.</p>
<p>Von Heike Drillisch</p>
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		<title>Langzeitstudie in Amazonien zu flussabwärts hinter Staudämmen befindlichen Wäldern deutet auf vermehrtes Baumsterben hin</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/langzeitstudie-in-amazonien-zu-flussabwaerts-hinter-staudaemmen-befindlichen-waeldern-deutet-auf-vermehrtes-baumsterben-hin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2017 14:18:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Amazonas]]></category>
		<category><![CDATA[Balbina]]></category>
		<category><![CDATA[Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Rio Uatumã]]></category>
		<category><![CDATA[Überschwemmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine internationale Gruppe von Forscher*innen hat sich in einer Langzeitstudie den Folgen für Bäume in natürlichen Überschwemmungsgebieten flussabwärts von Staudämmen in Amazonien gewidmet. Bei der Analyse des seit 1991 in Betrieb befindlichen Staudamms Balbina, am Rio Uatumã im Bundesstaat Amazonas bei Manaus gelegen, zeigte sich, dass die natürlicherweise in Überschwemmungsgebieten stehenden Bäumen in großer Zahl&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine internationale Gruppe von Forscher*innen hat sich in einer Langzeitstudie den Folgen für Bäume in natürlichen Überschwemmungsgebieten flussabwärts von Staudämmen in Amazonien gewidmet. Bei der Analyse des seit 1991 in Betrieb befindlichen Staudamms Balbina, am Rio Uatumã im Bundesstaat Amazonas bei Manaus gelegen, zeigte sich, dass die natürlicherweise in Überschwemmungsgebieten stehenden Bäumen in großer Zahl abgestorben sind. Überschwemmungen bis zu 300 Tage am Stücke konnten historisch den bis zu mehrere hundert Jahre alten Bäumen wie den castanha-do-pará-Bäumen nichts anhaben, aber seit der Inbetriebnahme des 250 MW-Staudamms Balbina ist ein Großteil der Bäume abgestorben. Laut den Forscher*innen sei durch die 33 Meter hohe Staumauer flussabwärts der Wasserpegel nicht mehr jahreszeitlich entsprechend gestiegen oder gefallen, sondern die höchsten Fluten wurden geringer, da die Wassermassen zur Füllung des bis zu 2.360 Quadratkilometer großen See mit einem Speicherraum von 17.540 Millionen Kubikmeter genutzt wurden. Gleichzeitig haben sich aber die Niedrigwasserstände erhöht, so dass in einigen flussangrenzenden Regionen die Überschwemmungen weniger hoch, aber dafür langanhaltender wurden. Diesem Wasserstress ausgesetzt, so die Forscher*innen, verloren die Bäume ihre Widerstandskraft und starben ab. Diese Folgen zeigten sich auf einer flussabwärts des Staudamms gelegenen Strecke von bis zu 100 Kilometer. &#8222;Unsere Hauptthese ist&#8220;, so der am Institut INPA arbeitenden Wissenschaftler Jochen Schöngart, &#8222;dass die Bäume wegen der Störungen im hydrologischen System, die wiederum im Zusammenhang mit dem Betrieb des Staudamms Balbina stehen, absterben&#8220;, so der Forscher <a href="http://new.d24am.com/amazonia/meio-ambiente/pesquisa-mostra-alta-mortalidade-arvores-100-depois-balbina/167421">laut einem Bericht eines brasilianischen Internetportals</a>.<br />
Laut den Forscher*innen konzentrierten sich die meisten Umweltverträglichkeits- und Umweltfolgenstudien auf die sozialen und Umweltauswirkungen im direkten Einzusgebiet eines Staudamms wie dem Staureservoir und zu selten auf die flussabwärts, teilweise bis zu 100 KIlometer weiter reichenden dortigen Folgen. Zudem warnten die Forscher*innen vor weiterer erhöhter Methanproduktion durch diese abgestorbenen Bäume. Diese Erkenntnis wirkt umso schlimmer, da im vergangenen Jahr eine umfassende <a href="https://www.theguardian.com/global-development/2016/nov/14/hydroelectric-dams-emit-billion-tonnes-greenhouse-gas-methane-study-climate-change">internationale Studie</a> zu dem Ergebnis gekommen war, dass Staudämme vor allem in tropischen Regionen bis zu 25{9e009e84285f804eca7493dc8c4a6bef7e81844e43bcb1306604e8ac820ea06f} mehr Methan ausstoßen als bisher angenommen. Methan gilt als 25 Mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. das Diktum der Wasserkraft als &#8222;klimaschonender&#8220; Energieproduktion bedarf einer gründlichen Neuüberprüfung.</p>
<p>// <a href="http://www.outro-mundo.org">Christian Russau</a></p>
<p>Mehr Informationen zum weltweiten Geschäft mit der Wasserkraft, ihren ökologischen Folgen und den Verbindungen zu europäischen Konzernen finden sie in <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2017/03/STUDIE_STAUDÄMME_online.pdf">in unserer aktuellen Studie</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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