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	<title>Castanheira &#8211; GegenStrömung</title>
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	<title>Castanheira &#8211; GegenStrömung</title>
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		<title>Brasilien: Klage gegen IBAMA wegen Wasserkraftwerk Castanheira</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/brasilien-klage-gegen-ibama-wegen-wasserkraftwerk-castanheira/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2024 15:15:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frei Fließende Flüsse]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
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					<description><![CDATA[Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft MPF und das Büro der Pflichtverteidiger:in der Union DPU teilten laut einem Medienbericht bei Foco Cidade mit, dass sie &#8222;eine öffentliche Zivilklage gegen das Brasilianische Institut für Umwelt und natürliche Ressourcen (IBAMA), gegen den Bundesstaat Mato Grosso und gegen die [staatliche] Energieforschungsgesellschaft EPE eingereicht haben, um das Genehmigungsverfahren für das Wasserkraftwerk Castanheira&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft MPF und das Büro der Pflichtverteidiger:in der Union DPU teilten <a href="https://fococidade.com.br/materia/61735/mpf-e-dpu-tentam-suspender-licenciamento-de-usina-hidreletrica-em-mt" target="_blank" rel="noopener">laut einem Medienbericht bei Foco Cidade</a> mit, dass sie &#8222;eine öffentliche Zivilklage gegen das Brasilianische Institut für Umwelt und natürliche Ressourcen (IBAMA), gegen den Bundesstaat Mato Grosso und gegen die [staatliche] Energieforschungsgesellschaft EPE eingereicht haben, um das Genehmigungsverfahren für das Wasserkraftwerk Castanheira auszusetzen, das am Fluss Arinos im Tapajós-Becken im [Munizip] Juara im Bundesstaat Mato Grosso gebaut werden soll&#8220;.</p>
<p>Die Bundesstaatsanwaltschaft MPF wird zitiert, sie fordere, dass das Bundesgericht die sofortige Aussetzung der Genehmigung für das Kraftwerk Castanheira anordne, bis das endgültige Urteil in diesem Fall ergangen ist und die Zuständigkeit der IBAMA für die Genehmigung des Projekts festgestellt wurde. Der Klage zufolge werde die Umweltgenehmigung für das Kraftwerk vom Umweltsekretariat des Bundesstaates Mato Grosso Sema-MT erteilt, das nicht über die Zuständigkeit der IBAMA verfüge, die für die Analyse der nationalen oder regionalen Umweltauswirkungen des Projekts zuständig wäre. In der Klage wird auch darauf hingewiesen, dass die von EPE vorgelegte Umweltverträglichkeitsstudie (&#8222;EIA&#8220;) und der Umweltverträglichkeitsbericht (&#8222;Rima&#8220;) unzureichend und unvollständig seien, da sie weder die kumulativen und synergetischen Auswirkungen des Kraftwerks mit anderen Wasserkraftprojekten im gleichen Einzugsgebiet noch die Auswirkungen auf die betroffenen indigenen Gebiete und Völker berücksichtigten.</p>
<p>Obwohl das Castanheira-Kraftwerk für eine installierte Leistung von 140 Megawatt ausgelegt ist, wird es laut der Klage nur etwa 98 MW an gesicherter Leistung erzeugen können, so der medienbericht . Der Stausee wird eine Fläche von etwa 94 Quadratkilometern umfassen. Das Projekt ist Teil des Wasserkraftinfrastrukturplanes für das Juruena-Flussgebiet, das die Errichtung von Dutzenden von Wasserkraftprojekten in der Region vorsieht. Aus diesem Grund sollte es im Kontext des gesamten Flussbeckens betrachtet werden, zusammen mit Hunderten von anderen Wasserkraftprojekten, die sich größtenteils noch im Planungsstadium befinden, so die Kläger MPF und DPU.</p>
<p>Wie <a href="https://www.gegenstroemung.org/blog/geplantes-wasserkraftwerk-castanheira-am-rio-arinos-im-wassereinzugsgebiet-des-rio-juruena-bedroht-ernaehrungssouveraenitaet-indigener/" target="_blank" rel="noopener">von GegenStrömung bereits in der Vergangenheit berichtet</a>, sieht die Planung des im Rahmen eines Bundesprogramms gestützten Wasserkraftwerks Castanheira am Fluss Arinos in der Region Juara, rund 690 km von Cuiabá entfernt gelegen, vor, dass die Flutung des gebietes für den Stausee die Biodiversität massiv in leidenschaft ziehen würde und dass durch den Staudammbau 97 Wanderfischarten in ihrer Existenz bedroht würden. Da diese Fische eine der Hauptnahrungsquellen der in der Region lebenden Indigenen darstellen, sehen Forscher:innen die Gefährdung der Ernährungssouveränität der in der Region lebenden Indigenen und Flussanwohnenden.</p>
<p>// <a href="https://www.gegenstroemung.org" target="_blank" rel="noopener">Christian Russau</a></p>
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		<title>Geplantes Wasserkraftwerk Castanheira am Rio Arinos im Wassereinzugsgebiet des Rio Juruena bedroht Ernährungssouveränität Indigener</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/geplantes-wasserkraftwerk-castanheira-am-rio-arinos-im-wassereinzugsgebiet-des-rio-juruena-bedroht-ernaehrungssouveraenitaet-indigener/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jun 2023 09:48:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasserkraft und Biodiversität]]></category>
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					<description><![CDATA[97 Wanderfischarten durch Stauwerk bedroht. Von Christian Russau Im Wassereinzugsgebiet des Juruena-Flusses im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso droht eine weitere Umweltkatastrophe, die schwerwiegende Beeinträchtigungen für die Ernährungssouveränität der dort lebenden Indigenen bedeuten würde. Die Planung des im Rahmen eines Bundesprogramms gestützten Wasserkraftwerks Castanheira am Fluss Arinos in der Region Juara, rund 690 km von Cuiabá&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>97 Wanderfischarten durch Stauwerk bedroht.</em></p>
<p>Von <a href="https://www.outro-mundo.org" target="_blank" rel="noopener">Christian Russau</a></p>
<p>Im Wassereinzugsgebiet des Juruena-Flusses im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso droht eine weitere Umweltkatastrophe, die schwerwiegende Beeinträchtigungen für die Ernährungssouveränität der dort lebenden Indigenen bedeuten würde. Die Planung des im Rahmen eines Bundesprogramms gestützten Wasserkraftwerks Castanheira am Fluss Arinos in der Region Juara, rund 690 km von Cuiabá entfernt gelegen, würde mit seinen 140 MW einen Stausee in der Größenordnung von 94,7 km² bedeuten, was einer gefluteten Fläche von fast 9.500 Fußballfeldern bedeuten würde. Auch die Biodiversität würde massiv leiden: Durch den Staudammbau würden 97 Wanderfischarten in ihrer Existenz bedroht. Da diese Fische eine der Hauptnahrungsquellen der in der Region lebenden Indigenen darstellen, sehen Forscherinnen die Gefährdung der Ernährungssouveränität der in der Region lebenden Indigenen und Flussanwohnenden. Dies erläuterte die Forscherin Simone Athayde der Florida International University (FIU) auf einem Treffen bei der Superintendência de Infraestrutura, Mineração, Indústria e Serviços da Secretaria de Estado de Meio Ambiente (Sema) des Bundesstaates Mato Grosso, an dem auch Vertreter:innen sozialer Bewegungen und der vom geplanten Bau des Wasserkraftwerkes direkt betroffenen Indigenen Apiaká, Munduruku, Rikbaktsa, Kayabi und Tapayuna anwesend waren. Dies berichtet die Bewegung der Staudammbetroffenen <a href="https://mab.org.br/2023/05/29/estudos-apontam-inviabilidade-da-usina-castanheira-no-mato-grosso/#" target="_blank" rel="noopener">MAB auf ihrer Webseite</a>. Auch das <a href="https://g1.globo.com/mt/mato-grosso/noticia/2023/06/05/construcao-de-usina-hidreletrica-em-mt-pode-extinguir-especies-de-peixes-e-afetar-alimentacao-indigena-diz-estudo.ghtml" target="_blank" rel="noopener">Nachrichtenportal G1 berichtet</a> über die Kritik am Staudamm Castanheira.</p>
<p>Die Forscherin Simone Athayde der Florida International University (FIU) hat zusammen mit ihrer Kollegin Renata Utsonomiya der Universidade de São Paulo (USP) eine mweltfolgenstudie zu den Auswirkungen des geplanten Staudammbaus Castanheira vorgenommen und dessen Ergebnisse anlässlich der Anhörung bei den Umweltbehörden von Mato Grosso vorgestellt. Castanheira sei, so die Forschein, das größte von derzeit mindestens 80 geplanten Wasserkraftprojekten in der Juruena-Region, einem der beiden Zuflüsse des Tapajós-Flusses. Für die Forscherinnen sei der Bau dieses Staudamms nicht vereinbar mit Umweltgesetzen, aber auch nicht vereinar mit sämtlichen sozialen oder kulturellen Rechten, die durch den Bau letztlich verletzt würden, so die Forscherin. &#8222;Der Arinos ist einer der letzten frei fließenden Flüsse im Juruena-Becken. Er ist ein besonderer Fluss, denn er beherbergt eine Reihe einzigartiger Ökosysteme, kleinen Stromschnellen, Wasserfälle und Umgebungen, die der Fischvermehrung förderlich sind. Ganz zu schweigen von den endemischen Arten, die nur in dieser Region vorkommen. Wenn alle für das Juruena-Becken geplanten Staudämme gebaut werden, einschließlich des Castanheira, ist der Tod des Arinos nahe&#8220;, so die Forscherin.</p>
<p>Der Generalstaatsanwalt Renan Sotto Mayor äußerte laut dem Bericht ebenfalls seine Besorgnis über die geplante Wasserkraftanlage und wartne explizit vor den Auswirkungen auf die indigene Bevölkerung. Er betonte auch die Bedeutung der öffentlichen Konsultation der Bevölkerung. Die Landesumweltbehörde Sema dürfe &#8222;ein Treffen nicht mit einer vorherigen Konsultation verwechseln. Jedes Konsultationsverfahren ist mehr wert als jedes andere Dokument, und der Staat ist derjenige, der es durchführen muss. Das Büro des Pflichtverteidigers der Union hat bereits ein Auge auf diesen Fall geworfen und wird mit den Völkern kämpfen&#8220;, schloss er.</p>
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