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	<title>Frauen &#8211; GegenStrömung</title>
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	<title>Frauen &#8211; GegenStrömung</title>
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	<item>
		<title>Frauen bei Entschädigungen für Dammbruch von Samarco systematisch benachteiligt</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/frauen-bei-entschaedigungen-fuer-dammbruch-von-samarco-systematisch-benachteiligt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2024 07:32:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dammbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Tailing]]></category>
		<category><![CDATA[BHP]]></category>
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					<description><![CDATA[Die brasilianische Bundesjustiz hat in einem Urteil festgestellt, dass Frauen im Rahmen der Entschädigung für Schäden, die durch den im November 2015 bei Mariana erfolgten Dammbruch des Samarco-Tailings verursacht wurden, durch den Dutzende Gemeinden im Einzugsgebiet des Rio Doce bis hin zur Mündung bei Regência betroffen waren, systematisch benachteiligt wurden. In der Entscheidung wurde eine&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die brasilianische Bundesjustiz hat in einem Urteil festgestellt, dass Frauen im Rahmen der Entschädigung für Schäden, die durch den im November 2015 bei Mariana erfolgten Dammbruch des Samarco-Tailings verursacht wurden, durch den Dutzende Gemeinden im Einzugsgebiet des Rio Doce bis hin zur Mündung bei Regência betroffen waren, systematisch benachteiligt wurden. In der Entscheidung wurde eine Anpassung der Registrierungsmodalitäten verlangt, und die von Vale und BHP als Eigentümer der Samarco eingesetzten Renova-Stiftung, die für die Verwaltung des Wiedergutmachungsprozesses zuständig ist, muss nun die wesentlichen Informationen überprüfen, korrigieren und aktualisieren, damit die betroffenen Frauen Zugang zu den Finanzhilfe- und Entschädigungsprogrammen beantragen können.</em></p>
<p>Von <a href="https://www.outro-mundo.org" target="_blank" rel="noopener">Christian Russau</a></p>
<p>Die Beschlüsse wurden von Richter Vinicius Cobucci vom Bundesregionalgericht der 6. Region (TRF-6) unterzeichnet. Dies berichtet die staatliche <a href="https://agenciabrasil.ebc.com.br/geral/noticia/2024-08/caso-samarco-juiz-ve-modelo-patriarcal-privando-mulheres-de-reparacao" target="_blank" rel="noopener">Agência Brasil</a>. Der Richter folgte den Argumenten, die in einer öffentlichen Zivilklage von sechs Justizbehörden vorgebracht wurden: der Bundesstaatsanwaltschaft MPF, der Staatsanwaltschaft von Minas Gerais MPMG, der Staatsanwaltschaft von Espírito Santo MPES, der Bundesanwaltschaft DPU sowie öffentlicher Pflichtverteidiger:innen der beiden Bundesstaaten Minas Gerais und Espírito Santo.</p>
<p>Die Staatsanwaltschaften legten in dem vorherigen Prozess dar, dass es während des von Samarco und seinen Mutterfirmen &#8211; Vale und BHP Billiton &#8211; eingeleiteten und von der Renova-Stiftung durchgeführten Wiedergutmachungsprozesses eine unterschiedliche Behandlung je nach Geschlecht gegeben habe. Sowohl in der Phase der Registrierung als auch bei der Umsetzung der Maßnahmen soll es zu Verstößen gekommen sein. Die sechs Justizbehörden fordern zudem eine angemessene Entschädigung.</p>
<p>Richter Vinicius Cobucci vertrat die Auffassung, dass die Renova-Stiftung bei der Registrierung eine bürokratische, ausgrenzende und vorurteilsbelastete Methode anwandte, die der Komplexität der Familienbeziehungen nicht Rechnung trug. Dies führte, so der Richter, dass die Frauen gegenüber den Männern in eine untergeordnete Position gerieten. Seiner Ansicht nach handelt es sich um ein patriarchalisches Modell, bei dem die Informationen auf die Figur des vermeintlichen &#8222;Familienoberhaupts&#8220; konzentriert wurden. Auf diese Weise wurde der wirtschaftliche und soziale Beitrag der Frauen unsichtbar gemacht und ihnen so der Zugang zu entsprechenden Wiedergutmachungsprogrammen verwehrt.</p>
<p>Nach fast neun Jahren sind vor den brasilianischen Gerichten immer noch mehr als 85.000 Klagen wegen der Tragödie anhängig, berichtet Agência Brasil. Die Verhandlungen zur Neuverhandlung des Abkommens auf der Suche nach einer Lösung für diese gerichtliche Haftung laufen seit mehr als zwei Jahren, aber die von den Bergbauunternehmen angebotenen Beträge haben die Erwartungen der Regierungen noch immer nicht erfüllt. In der öffentlichen Zivilklage, die auf die Rechtsverletzungen der Frauen hinweist, führen die sechs Justizbehörden verschiedene Probleme an. Obwohl die Zahl der Männer und Frauen im Register der Betroffenen ähnlich hoch sei, hätten die weiblichen Opfer an den von der Stiftung Renova durchgeführten Anhörungen zur Erhebung der Primärdaten nur in geringem Maße teilgenommen: Sie machten bei diesen Erhebungen zufolge nur 39 Prozent aller Betroffenen aus. Außerdem waren nur 34 Prozent der Frauen als wirtschaftlich Verantwortliche für den Haushalt aufgeführt. Die Staatsanwaltschaften erklärten, dass das Register die Bedingung der Möglichkeit zu Teilhabe an Entschädigungsprogrammen überhaupt sei, so dass die geringe Beteiligung an der Datenerhebung systematisch ausgrenzend wirke und die Realität der weiblichen Opfer verschleiert werde. Die Staatsanwaltschaften argumentierten darüber hinaus, dass die Renova-Stiftung das Konzept der patriarchalischen Familie übernommen hat, als sei dies die einzige Möglichkeit zur Bildung von Familien. Infolgedessen mussten viele Frauen die Zustimmung ihrer Ehemänner einholen, um Zugang zu den Daten zu erhalten und diese zu ändern. In der Klage wird auch darauf hingewiesen, dass der Wiedergutmachungsprozess keine geschlechtsspezifischen Maßnahmen vorsieht, wodurch die fehlende Gleichstellung der Geschlechter noch verstärkt werde.</p>
<p>Am 5. November 2015 war der <a href="https://www.kooperation-brasilien.org/de/themen/landkonflikte-umwelt/acht-jahre-nach-dem-dammbruch-der-samarco-bei-mariana" target="_blank" rel="noopener">Damm des Rückhaltebeckens Fundão nahe der Kleinstadt Mariana im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien gebrochen</a>. Millionen Kubikmeter an Bergwerksschlamm aus der Eisenerz-Mine der Firma Samarco und ein Tsunami aus Schlamm zerstörte mehrere Dörfer, 349 Häuser, Schulen und Kirchen. Die Flüsse Rio Gualaxo do Norte, Rio do Carmo und Rio Doce wurden auf Hunderten von Kilometern verseucht, Tausende Kleinfischer:innen entlang der betroffenen Flussläufe waren jahrelanglang (und sind es teilweise noch heute) in Mitleidenschaft gezogen, lange war auch die Trinkwasserversorgung von zigtausenden Menschen im Einzugsgebiet des Rio Doce betroffen. Direkt durch den Dammbruch starben 19 Menschen. Unbekannt ist die Zahl der potentiellen Opfer, die durch Langfristschäden durch Schwermetall- und Staubbelastung der Eisenerzrückstände krak wurden oder ggf. daran sogar gestorben sein könnten. Samarco ist eine Aktiengesellschaft, die zu gleichen Teilen im Besitz der australisch-britischen BHP Billiton Brasil Ltda. und der brasilianischen Vale S.A. ist.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Brief der I. Vollversammlung der Munduruku-Frauen</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/brief-der-i-vollversammlung-der-munduruku-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2019 10:03:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Munduruku]]></category>
		<category><![CDATA[Tapajós]]></category>
		<category><![CDATA[Vollversammlung]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom 5. bis 7. Juli 2019 haben 300 Frauen vom Oberen, Mittleren und Unteren Tapajós im Dorf Nova Trairão die I. Vollversammlung der Munduruku-Frauen abgehalten. Dies ist die deutschsprachige Übersetzung des Abschlussdokuments. Wir bemalen uns wie die Kriegerin Wakoborun, Wir Munduruku-Frauen vom Oberen, Mittleren und Unteren Tapajós, zusammen mit unseren Verwandten Kumaruara, Arapiuns, Borari, Tupinambá,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vom 5. bis 7. Juli 2019 haben 300 Frauen vom Oberen, Mittleren und Unteren Tapajós im Dorf Nova Trairão die I. Vollversammlung der Munduruku-Frauen abgehalten. Dies ist die deutschsprachige Übersetzung des Abschlussdokuments. </p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-1938" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001-1024x682.jpg 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001-300x200.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001-768x512.jpg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001-100x67.jpg 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001-150x100.jpg 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001-200x133.jpg 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001-450x300.jpg 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001-600x400.jpg 600w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001-900x600.jpg 900w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2019/07/IMG-20190710-WA0001.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>I. Vollversammlung der Munduruku-Frauen vom Oberen, Mittleren und Unteren Tapajós. Nova Trairão, 7.7.2019<br />Foto mit herzlicher Genehmigung:  Marquinho Mota</figcaption></figure>



<p>Wir bemalen uns wie die Kriegerin Wakoborun, Wir Munduruku-Frauen vom
 Oberen, Mittleren und Unteren Tapajós, zusammen mit unseren Verwandten 
Kumaruara, Arapiuns, Borari, Tupinambá, Guarani und Kaiowa, haben wir 
die I. Vollversammlung der Munduruku-Frauen im Dorf Nova Trairão vom 5. 
bis 7. Juli 2019 abgehalten. Fast dreihundert Menschen waren anwesend, 
fünfundvierzig Dörfer vom Mittleren und vom Oberen Tapajós waren 
vertreten, darunter der Kazike Arnaldo Kaba sowie Vertreter der Verbände
 Pariri, Wuyxaxima und Cimat. Wir haben diesen wichtigen Moment 
geschaffen, um den Widerstand von Kriegerinnen, Schamanen, Kriegern und 
Häuptlingen fortzusetzen. Wir werden immer über unseren Kampf sprechen 
und uns um unsere Gebiete kümmern, die jetzt krank sind von Invasionen, 
vom Quecksilber, werden sprechen über die Verseuchung und Vergiftung 
unserer Kinder und Flüsse. Und wir werden standhaft bleiben, ohne jemals
 über unser Territorium, unser Leben und die Zukunft unseres Volkes zu 
verhandeln.<br />Wir fordern von den Unternehmen und der Regierung, dass sie unsere Lebensweise und unsere Entscheidungen respektieren, <a href="https://www.kooperation-brasilien.org/de/themen/menschenrechte-gesellschaft/traditionelle-voelker-gemeinschaften/wie-die-munduruku-das-protokollverfahren-zur-konsultation-wollen">wie es im Protokoll über die Konsultation mit dem Munduruku-Volk steht</a>.
 Sie haben bereits die Dämme in unserem Gebiet auf dem Fluss Teles Pires
 gebaut und unsere heiligen Stätten Karobixexe und Dekoka&#8217;a zerstört. 
Wir werden nicht aufgeben, von der Regierung und den Unternehmen, die 
die Häuser unserer Geister zerstört haben, zu verlangen, dass sie unsere
 heiligen Urnen in unser Gebiet zurückbringen, sonst werden wir auch 
unter diesen Folgen leiden.<br />Wir haben diesen Moment des Widerstands 
geschaffen. Wir planen Projekte, um mehr und mehr Autonomie für unseren 
Kampf zu schaffen. Wir arbeiten zusammen bei der Erstellung unseres 
Lebensplans, in Gruppen, in denen wir uns gegenseitig austauschen, um 
die Zukunft unserer Generationen zu sichern, indem wir unser Handwerk, 
die Agrarökologie und die Rechte unserer Lehrerinnen und Lehrer stärken,
 die für unsere indigenen Schulen neue Grundlagen brauchen, damit wir 
dort mehr Autonomie haben, um mit und in unserer Kultur und unserer 
Identität zu arbeiten.<br />Es war ein sehr starker Moment für uns alle in
 der Vollversammlung, vor allem der Erfahrungsaustausch mit den 
Verwandten der Guarani und Kaiowa, die uns von ihrem Kampf in Mato 
Grosso do Sul erzählten, wo ihr Land von den Großbauern gestohlen wurde.
 Der Mut der Verwandten hat uns sehr berührt, und wir sind sehr 
geschockt über die Gewalt, die sie durch die Bauern, die Regierung und 
die Polizei erleiden, wenn sie für die Rückeroberung ihres Landes 
kämpfen. Wir haben gesehen, dass unser Kampf ein einziger ist und dass 
wir indigene Völker ohne Kampf nichts erreichen.<br />Jetzt wollen sie 
einen anderen heiligen Ort plattmachen: Daje kapap Eipi. Wir werden 
immer weiter für die Abgrenzung unseres Landes Sawre Maybu, Sawre Jaybu,
 Sawre Apompu und anderer Gebiete kämpfen. Wir leiden unter diesen 
Gesetzen des Todes, die uns von unseren Wurzeln reißen wollen.<br />Unsere
 in der Verfassung verbrieften Rechte sind das Ergebnis eines langen 
Kampfes derer, die vor uns kämpften. Wir werden weiterhin für unsere 
Rechte kämpfen, für unsere Kinder und Enkelkinder. Wir bauen 
Lebensweisen auf, und wir werden nicht aufhören, auch nicht mit unter 
dieser aktuellen Regierung, die uns hasst und unseren Tod will. Wir 
werden weiter für unser Territorium, für unsere Wälder, für unseren 
Fluss kämpfen, der wie das Blut ist, das in unserem Körper fließt, das 
unserem Volk Kraft gibt, sich zu wehren. Sawe!<br /><em>Aldeia Nova Trairão, 7. Juli 2019</em></p>



<p><strong>Carta em português:</strong></p>



<p><strong>Carta da I Assembleia das Mulheres Munduruku</strong><br />Pintamos como a
 mulher guerreira Wakoborun, nós mulheres munduruku do alto, médio e 
baixo Tapajós, junto com os parentes Kumaruara, Arapiuns, Borari, 
Tupinambá, Guarani e Kaiowa tivemos a I Assembleia de Mulheres 
Munduruku, na aldeia Nova Trairão, de 05 a 07 de julho 2019. Contou com a
 presença de quase trezentas pessoas, quarenta e cinco aldeias do médio e
 alto Tapajós, incluindo a presença do cacique geral Arnaldo Kaba, 
representações das associações Pariri, Wuyxaxima, Cimat. Construímos 
esse momento importante para continuar a resistência das mulheres 
guerreiras, pajés, guerreiros e caciques. Nós sempre vamos falar da 
nossa luta e cuidar dos nossos territórios, que agora ele está doente 
pelas invasões, pelo mercúrio, contaminando e envenenando as nossas 
crianças e os nossos rios. E vamos continuar firmes, sem negociar jamais
 o nosso território, a nossa vida e o futuro do nosso povo.<br />Exigimos 
que empresas e o governo respeitem nosso modo de vida, nossas decisões, 
como está no protocolo de consulta do povo Munduruku. Já construíram as 
barragens no nosso território no Teles Pires, e destruíram os nossos 
locais sagrados Karobixexe e Dekoka’a. Nós não vamos desistir de exigir 
que o governo e as empresas que dinamitaram a morada dos nossos 
espíritos, devolvam ao nosso território nossas urnas sagradas, senão nós
 vamos sofrer também com essas consequências.<br />Nós construímos esse 
momento para resistência. Pensamos em projetos para construirmos cada 
vez mais autonomia para nossa luta. Trabalhamos juntos na construção do 
nosso plano de vida, com grupos de trocas para garantir o futuro das 
nossas gerações, fortalecendo o nosso artesanato, a agroecologia, os 
direitos de nossos professores e professoras que precisam de 
regularização das escolas indígenas para terem mais autonomia para 
trabalhar com a cultura e com nossa identidade.<br />Um momento muito 
forte para todos nós, na Assembleia, foi a troca de experiência com as 
parentes Guarani e Kaiowa, que nos contaram da sua luta no Mato Grosso 
do Sul, onde as suas terras foram roubadas para os fazendeiros. Ficamos 
muito emocionados com a coragem das parentes e a violência que sofrem 
com os fazendeiros, o governo, a polícia, nas retomadas de terras. Vimos
 que a nossa luta é uma só, e que sem luta, nós indígenas não 
conseguimos nada.<br />Agora querem acabar com mais um local sagrado: Daje
 kapap Eipi. Nós vamos sempre continuar na luta pela demarcação das 
nossas terras Sawre Maybu, Sawre Jaybu, Sawre Apompu e outros 
territórios, que nós sofremos com essas leis de morte querendo arrancar a
 nossas raízes.<br />Os nossos direitos que estão na Constituição são 
resultado de muita luta dos que vieram antes de nós. Vamos continuar 
lutando por eles, pelos nossos filhos e netos. Estamos construindo 
caminhos de vida, e não vamos parar, mesmo com esse governo que nos 
odeia e quer a nossa morte. Nós vamos continuar lutando pelo nosso 
território, pelas nossas florestas, pelo nosso rio que é como o sangue 
que corre no nosso corpo, que dá força para o nosso povo resistir. Sawe!<br /><em>Aldeia Nova Trairão, 7 de julho de 2019</em></p>



<p><em>// Übersetzung: <a href="http://www.outro-mundo.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener">christian russau</a></em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Munduruku-Frauen vom Mittleren Tapajós: „Wir haben beschlossen, Widerstand zu leisten“</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/munduruku-frauen-vom-mittleren-tapajos-wir-haben-beschlossen-widerstand-zu-leisten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2019 11:53:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Munduruku]]></category>
		<category><![CDATA[Tapajós]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>
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					<description><![CDATA[GegenStrömung dokumentiert die deutschsprachige Übersetzung des Offenen Briefs des 3. Treffens der Munduruku-Frauen vom Mittleren Tapajós. Wir, die Munduruku-Frauen vom Mittleren und Oberen Tapajós haben vom 30. Januar bis zum 2. Februar 2019 unser drittes Frauentreffen in der aldeia Sawre Muybu (Território Daje Kapap Eipi) abgehalten. Wir haben beschlossen, Widerstand zu leisten, das Leben unserer&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>GegenStrömung dokumentiert die deutschsprachige Übersetzung des 
Offenen Briefs des 3. Treffens der Munduruku-Frauen vom Mittleren 
Tapajós.</em></p>



<p>Wir, die Munduruku-Frauen vom Mittleren und Oberen Tapajós haben vom 
30. Januar bis zum 2. Februar 2019 unser drittes Frauentreffen in der 
aldeia Sawre Muybu (Território Daje Kapap Eipi) abgehalten. Wir haben 
beschlossen, Widerstand zu leisten, das Leben unserer Kinder zu 
verteidigen, den Weg ohne Gewinnstreben, ohne Krankheiten, ohne 
Bedrohungen unseres Volkes vorzuleben. Wir werden das Leben unserer 
Kinder nicht im Austausch gegen Wasserkraftwerke hergeben, gegen 
Bergbau, Häfen, Waldnutzungslizenzen, Eisenbahnlinien und Wasserstraßen.
 Die Regierung und die Firmen fahren derweil darin fort, unsere Mutter 
Erde zu töten. Sie haben bereits die Mutter unserer Fische – Karobixexe 
(Wasserfälle Sete Quedas, Anm. d.Übersetzers) und Dekoka’a (der Morro 
dos Macacos, Anm. d. Übersetzers) – getötet. Die neue Regierung handelt 
dabei nicht anders, sie sind der ewig alte gleiche Pariwat-Feind 
(„pariwat, Munduruku für Weiße, Anm. d. Übersetzers) der indigenen 
Völker.</p>



<p>Wir senden hiermit diese klare Botschaft: Das Leben unseres Volkes 
geben wir gegen nichts im Tausch her und darüber verhandeln wir nicht! 
Jeden Tag, jede Minute versucht die Bolsonaro-Regierung, unsere Rechte, 
unser Territorium, unserer Bildung, unsere Gesundheit zu untergraben und
 abzuschaffen. Bei der Gesundheit unternehmen sie beispielsweise den 
alten versuch, diese unter kommunale Hoheit zu stellen und dadurch das 
indigene Gesundheitswesen abzuschaffen – und dergestalt das Leben 
unserer Kinder zu beenden.</p>



<p>Die Regierung hat noch nie unsere Rechte, auf und mit unserem Land zu
 leben, respektiert, immer stehen sie auf der Seite des Gewinnstrebens. 
 Wir lehnen die Regierungsmaßnahme MP 870 sowie alle Dekrete ab, die 
sich gegen die indigenen Völker richten und unser Land bedrohen, indem 
sie die Demarkationshoheit dem Agrarministerium übertragen, also genau 
in die vom indigenen Blut schmutzigen Hände der Großfarmer, die den Wald
 verschlingen und die Zuckerrohr und giftiges Soja produzieren. Solle 
wir jetzt also als Bittstellerinnen bei Agrarministerium und bei der 
Agrarreformbehörde Incra auflaufen, um unser Land demarkiert zu 
bekommen? Diese Maßnahme akzeptieren wir auf keinen Fall, da sie unser 
Leben schwer beeinträchtigen wird, und dies ohne, dass wir indigenen 
Völker gefragt worden wären. Die Regierung zerreißt die Konvention 169 
der Intrenatinalen Arbeitsorganisation ILO, zerreisst unser 
Konsultationsprotokoll und erklärt uns indigenen Völkern den Krieg.</p>



<p>Des Weiteren stellen sich die Politiker und Firmenchefs taub, sobald 
wir den Erhalt unseres Awaidip (Munduruku für Wald, Anm. d. Übersetzers)
 einfordern. Wir aber lauschen dem Wald, und wir wissen, dass mit jedem 
neu gebauten Wasserkraftwerk ein weiterer Zeh des Tatus, die die Welt 
zusammenhalten, abgeschnitten wird. Darum geht es bei all diesem 
Ungleichgewicht, diesen Toten, diesen Tragödien. Hervorgerufen werden 
sie von den pariwat und wir alle müssen leiden. Wir solidarisieren und 
mit unseren Verwandten Pataxó Hãe Hãe Hãe und Krenak, die das Sterben 
ihrer Flüsse (Paraopeba und Rio Doce, durch die zwei Dammbrüche von 
Brumadinho, Jan. 2019, und Mariana, Nov. 2015, Anm. d Übersetzers) 
miterleben mussten. Und wir solidarisieren uns mit all jenen, die Opfer 
der von den Bergbaufirmen begangenen Verbrechen wurden. Auch wir werden 
durch Bergbaufirmen bedroht, so zum Beispiel am Rio Vermelho, wo unsere 
heiligen Orte und viele andere bereits zerstört werden, wir sind bedroht
 durch viele weitere Bergbauschürfanfragen bei der Bergbaubehörde. Und 
wir wissen sehr genau, dass die Regierung diese für uns tödlichen 
Bergbaulizenzen sehr gerne bewilligen möchte, auch in indigenen 
Territorien. Aber das werden WIR NICHT ZULASSEN!</p>



<p>Daher wollen wir – wie unsere Vorfahren es getan haben – den Kopf 
dieser Regierung! Wir werden weiter die Auto-Demarkation unseres 
Territoriums machen, unsere Frauen-Treffen und dergestalt unseren Kampf 
und unsere Autonomie stärken, dies zusammen mit den pajés (Wissenden, 
Heilenden, Anm. d. Übersetzers), den Kriegern und Kaziken.</p>



<p>Wir werden weiter das haus unserer Vorfahren verteidigen, unser Volk 
der Munduruku, damit künftige Generationen, unsere Kinder und 
Enkelkinder ebenfalls ein geschütztes Territorium haben, und dort nach 
unserer Lebensweise leben und unser Gutes Leben kultivieren können. 
SAWE.</p>



<p>// Übersetzung: <a href="http://www.outro-mundo.org">Christian Russau</a><br /> // Link zum Originaldokument: <a href="https://cimi.org.br/2019/02/nao-aceitamos-mudancas-feitas-sem-consulta-aos-povos-indigenas-afirmam-mulheres-munduruku/">hier</a></p>



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<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/wir-werden-widerstand-leisten-surara-sawe/">„Wir werden Widerstand leisten! SURARA! SAWÊ!“</a></p>



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<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/brief-vom-iii-treffen-der-munduruku-frauen/">Brief vom III. Treffen der Munduruku-Frauen</a></p>



<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/indigene-kayabi-munduruku-und-apiaka-protestieren-weiter-gegen-das-wasserkraftwerk-sao-manoel-am-fluss-teles-pires-in-amazonien/">Indigene Kayabi, Munduruku und Apiaká protestieren weiter gegen das Wasserkraftwerk São Manoel am Fluss Teles Pires in Amazonien</a></p>



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<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/besetzung-der-baustelle-des-wasserkraftwerks-sao-manoel-am-fluss-teles-pires/">Besetzung der Baustelle des Wasserkraftwerks São Manoel am Fluss Teles Pires</a></p>



<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/wie-die-munduruku-das-protokollverfahren-zur-konsultation-wollen/">Wie die Munduruku das Protokollverfahren zur Konsultation wollen</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Brief vom III. Treffen der Munduruku-Frauen</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/brief-vom-iii-treffen-der-munduruku-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2018 09:45:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Munduruku]]></category>
		<category><![CDATA[Tapajós]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gegenstroemung.org/web/?p=1757</guid>

					<description><![CDATA[GegenStrömung dokumentiert die deutschsprachige Übersetzung der Abschlußerklärung der Mundurukufrauen von ihrem dritten Treffen. Wir haben uns vom 8. bis zum 11 Juli 2018 im Dorf Patauazal in der Terra Indígena Munduruku versammelt, um über die gegen uns gerichteten Bedrohungen und die Diskriminierungen zu diskutieren, die wir erleiden, und um über die Projekte zu sprechen, die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.gegenstroemung.org">GegenStrömung</a> dokumentiert die deutschsprachige Übersetzung der Abschlußerklärung der Mundurukufrauen von ihrem dritten Treffen.</p>
<p>Wir haben uns vom 8. bis zum 11 Juli 2018 im Dorf Patauazal in der Terra Indígena Munduruku versammelt, um über die gegen uns gerichteten Bedrohungen und die Diskriminierungen zu diskutieren, die wir erleiden, und um über die Projekte zu sprechen, die die Regierung der pariwat [Weiße, in Munduruku, Anm.d.Übersetzers] auf unserem Land errichten will, wie: Staudämme, Wasserstraßen, Eisenbahntrassen, Häfen, Bergbau, Waldkonzessionsvergaben (Flona Itaituba I und II sowie Flona Crepori), Invasion der illegalen Holzfäller und Goldwäscher, also all derer, die das Leben von uns Frauen, der Männer, der Jugend und der Kinder Munduruku bedrohen.</p>
<p>Wir sind fest entschlossen, aus unserer gemeinsamen Allianz im Kampf der Assoziationen Associação Wakoborun, Associação Pariri, Associação Da’uk und der Bewegung Movimento Munduruku Ipereg Ayu gestärkt hervorzugehen, weil wir es nie aufgeben werden, für unseren Fluss und für unser Territorium &#8211; frei von diesen Projekten des Todes &#8211; zu kämpfen. Wir verteidigen den Fluss, der für uns ist wie die Muttermilch, die wir jeden Tag unseren Kindern geben. Das Land ist unsere Mutter, für die wir tiefen Respekt empfinden und über die wir niemals verhandeln werden.</p>
<p>Wir werden mit unserer Bewegung Movimento Ipereg Ayu weitermachen – mit unseren Gruppen von Kriegerinnen und Kriegern – und wir werden weiter für unser Land kämpfen, so wie es unser Gott Karosakaybu gegeben hat und unsere Vorfahren instruiert hat. Wir werden weiter den Weg der Autonomie unseres Volkes gehen, um unser Territorium in Freiheit zu behalten, um es den kommenden Generationen zu übergeben.</p>
<p>Wir sind auf dem Weg, unseren eigenen Lebensplan zu entwerfen, indem wir unter uns Frauen über das Gute Leben diskutieren, über unsere eigene Bildung reden, über unsere Autonomie. Wir Frauen zeigen unsere Arbeit in der Praxis. Wir kennen unseren Weg und werden ihn ohne Gift und ohne Gewinnstreben weitergehen!</p>
<p>Wir lehnen es ab, dass die Regierung uns nur Projekte des Todes bringt, wir wollen, dass unser Leben wertgeschätzt wird, unsere Arbeit und unsere Produktion. Wir sind nicht wie Ihr pariwat, die Ihr ohne Grund den Wald rodet. Wir sind Kriegerinnen und Krieger der Munduruku und wir werden mit der Auto-Demarkation unserer Territorien, mit der Ausbildung und Fortbildung unserer Jugend, mit den Treffen unserer Frauen und mit unseren Munduruku-Märkten fortfahren.</p>
<p>Wir wissen, dass wir nicht alleine sind, wir haben Bündnisse mit anderen Völkern und Gemeinden an den Flüssen, die ihren eigenen Weg sehr gut kennen. Aus all diesen Gründen werden wir unser Territorium der Regierung nicht überlassen.</p>
<p>Wir werden immer für uns selbst entscheiden, für unser Territorium, für unseren Fluss!</p>
<p>Wir sind der Keim des Widerstands der Munduruku!</p>
<p>Associação das Mulheres Munduruku Wakoborun</p>
<p>Associação Pariri</p>
<p>Associação Da’uk</p>
<p>Movimento Munduruku Ipereg Ayu</p>
<div id="attachment_1758" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1758" class="size-medium wp-image-1758" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n-300x194.jpg" alt="Foto: III Encontro das Mullheres Munduruku, Patauazal na Terra Indígena Munduruku, durante os dias 08 a 11 de julho de 2018" width="300" height="194" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n-300x194.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n-768x498.jpg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n-100x65.jpg 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n-150x97.jpg 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n-200x130.jpg 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n-450x292.jpg 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n-600x389.jpg 600w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n-900x583.jpg 900w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36980761_2151718988390675_4054112530837012480_n.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1758" class="wp-caption-text">Foto: III Encontro das Mullheres Munduruku, Patauazal na Terra Indígena Munduruku, durante os dias 08 a 11 de julho de 2018</p></div>
<div id="attachment_1759" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1759" class="size-medium wp-image-1759" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n-300x225.jpg" alt="Foto: III Encontro das Mullheres Munduruku, Patauazal na Terra Indígena Munduruku, durante os dias 08 a 11 de julho de 2018" width="300" height="225" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n-300x225.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n-768x576.jpg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n-100x75.jpg 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n-150x113.jpg 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n-200x150.jpg 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n-450x338.jpg 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n-600x450.jpg 600w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n-900x675.jpg 900w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/36985535_2151719905057250_2664331190537814016_n.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1759" class="wp-caption-text">Foto: III Encontro das Mullheres Munduruku, Patauazal na Terra Indígena Munduruku, durante os dias 08 a 11 de julho de 2018</p></div>
<div id="attachment_1760" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1760" class="size-medium wp-image-1760" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n-300x198.jpg" alt="Foto: III Encontro das Mullheres Munduruku, Patauazal na Terra Indígena Munduruku, durante os dias 08 a 11 de julho de 2018" width="300" height="198" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n-300x198.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n-768x506.jpg 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n-100x66.jpg 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n-150x99.jpg 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n-200x132.jpg 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n-450x297.jpg 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n-600x396.jpg 600w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n-900x593.jpg 900w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2018/07/37000424_2151719485057292_6438208194916384768_n.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1760" class="wp-caption-text">Foto: III Encontro das Mullheres Munduruku, Patauazal na Terra Indígena Munduruku, durante os dias 08 a 11 de julho de 2018</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>// Übersetzung: <a href="http://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>
<p>Hier das portugiesischsprachige Original:</p>
<p><strong>Carta do III Encontro das Mullheres Munduruku</strong></p>
<p>Nós, reunidos na aldeia Patauazal na Terra Indígena Munduruku, durante os dias 08 a 11 de julho de 2018, nos encontramos para discutir sobre as ameaças e discriminações que estamos sofrendo e os projetos que o governo pariwat tenta impor para nosso território como as barragens, hidrovia, ferrovia, portos, mineração, concessão florestal (Flona Itaituba I e II e Flona Crepori) invasão de madeireiros e garimpos, que impactam a vida das mulheres, dos homens, dos jovens e das crianças Munduruku.</p>
<p>Estamos decididos continuar fortalecidos em aliança de luta com a Associação Wakoborun, Associação Pariri, Associação Da’uk e Movimento Munduruku Ipereg Ayu pois nunca vamos parar de lutar pelo nosso rio e pelo nosso território livre dos projetos de morte. Estamos defendendo o rio que é como nosso leite materno que damos todos dias para nossos filhos. A terra é nossa mãe, temos respeito (Ipi Wuyxi Ibuyxin Ikukap) e nunca vamos negociar.</p>
<p>Vamos continuar com o nosso Movimento Ipereg Ayu – com nossos grupos de guerreiras e guerreiros – e continuar lutando pela nossa terra, como deixou o nosso Deus Karosakaybu e nos orientou os nossos antepassados. Vamos seguir o caminho da autonomia do nosso povo para manter o nosso território livre para nossas futuras gerações.</p>
<p>Estamos caminhando na construção do nosso plano de vida, discutindo com as mulheres sobre o nosso bem viver, sobre a nossa educação própria, sobre a nossa autonomia. Nós mulheres mostramos nosso trabalho na prática. Nós sabemos seguir o nosso caminho sem veneno e sem ganância!</p>
<p>Não queremos que o governo traga só projeto de morte, queremos que valorizem a nossa vida, nosso trabalho e nossa produção. Não somos iguais vocês pariwat, que desmatam a floresta sem necessidade. Somos guerreiras e guerreiros Munduruku e vamos continuar fazendo a autodemarcação dos nossos territórios, capacitação dos jovens, formação e encontro das mulheres e nossa Feiras Munduruku.</p>
<p>Sabemos que não estamos só, temos nossas alianças com outros povos e comunidades ribeirinhas que sabem seguir o seu próprio caminho. Por isso, não vamos entregar nosso território para o governo.</p>
<p>Vamos sempre decidir por nós, pelo nosso território, pelo nosso rio!</p>
<p>Nós somos a semente da resistência Munduruku!</p>
<p>Associação das Mulheres Munduruku Wakoborun</p>
<p>Associação Pariri</p>
<p>Associação Da’uk</p>
<p>Movimento Munduruku Ipereg Ayu</p>
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