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	<title>Klimakrise &#8211; GegenStrömung</title>
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	<title>Klimakrise &#8211; GegenStrömung</title>
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		<title>Neue Studie prognostiziert für den Staudamm Belo Monte nur noch 30 Prozent Kapazitätsauslastung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2025 14:42:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Belo Monte]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Foto oben: Staudamm Belo Monte (Foto: christian russau, 2016) Eine neue Studie der Universität von São Paulo (USP) hat die sich infolge von Klimawandel und Klimakrise zuspitzende Situation der Wasserverfügbarkeit am Xingu-Fluss im amazonischen Bundesstaat Pará analysiert und kommt zu niederschmetternden Ergebnissen. Die Energieproduktion des Wasserkraftwerks Belo Monte, im Bundesstaat Pará gelegen, könnte aufgrund des&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Foto oben: Staudamm Belo Monte (Foto: christian russau, 2016)</em></p>
<p>Eine neue Studie der Universität von São Paulo (USP) hat die sich infolge von Klimawandel und Klimakrise zuspitzende Situation der Wasserverfügbarkeit am Xingu-Fluss im amazonischen Bundesstaat Pará analysiert und kommt zu niederschmetternden Ergebnissen. Die Energieproduktion des Wasserkraftwerks Belo Monte, im Bundesstaat Pará gelegen, könnte aufgrund des Klimawandels bis zum Jahre 2050 auf nur noch 30 Prozent seiner eigentlichen Kapazität sinken. Diese Daten stammen <a href="https://teses.usp.br/teses/disponiveis/44/44141/tde-13022020-155411/en.php" target="_blank" rel="noopener">aus der Studie</a> &#8222;Variabilidade da vazão do Rio Xingu na região da UHE Belo Monte sob cenários de projeções multimodelo de mudança climática&#8220; (übersetzt: Variabilität des Durchflusses des Xingu-Flusses in der Region des Wasserkraftwerks Belo Monte unter Multi-Modell-Klimawandel-Projektionen) der USP. Der Geologe Marcelo Camargo, der einen Master-Abschluss der USP besitzt und der der Autor der Studie ist, Daten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) über die weltweiten Niederschläge bis zum Jahr 2100 und überprüfte die Informationen für den Zeitraum zwischen 2020 und 2050 mit Hilfe von Computermodellen.</p>
<p>Legt man die Daten der Stromproduktion des 11-GW-Staudamms Belo Monte im Zeitraum seit dessen Inbetriebnahme 2016 bis heute an, so offenbare sich eine jährlich durchschnittliche Produktion von 4.571 MW oder 41 Prozent der installierten Kapazität, was auf die saisonalen Schwankungen des Xingu zurückzuführen ist. Der Fluss habe einen Durchfluss von 25.000 Kubikmetern pro Sekunde im Winter und 700 Kubikmetern pro Sekunde im Sommer, <a href="https://www.uol.com.br/ecoa/ultimas-noticias/2025/01/31/crise-climatica-derruba-producao-de-belo-monte-a-57-do-esperado.htm" target="_blank" rel="noopener">erklärte Camargo gegenüber Medien.</a></p>
<p>Im Jahr 2024 produzierte das Kraftwerk jedoch nach Angaben des Nationalen Stromnetzbetreibers ONS nur 2.581 MW, was 23 Prozent seiner installierten Leistung entspricht. Der Rückgang wurde durch die im vergangenen Jahr im Amazonasgebiet vorherrschende Dürre verursacht. Betrachtet man den Zeitraum von 2020 bis 2024, so hatte das Wasserkraftwerk eine durchschnittliche Produktivität von 40 Prozent seiner maximalen Kapazität von 11.233 MW erreicht. Das Jahr 2022 hingegen zeichnete sich wegen anhaltend starker Regenfälle aus, so dass das Wasserkraftwerk Belo Monte damals das höchste Ergebnis in der historischen Reihe seit Inbetriebnahme erzielte und 4.239,58 MW oder 93 Prozent des erwarteten Durchschnitts erzeugte, so der Medienbericht. Doch die Klimawandeldaten offenbaren laut dem Wissenschaftler Camargo für die Zukunft Übles: &#8220; Results point out a decreasing trend in surface water availability, with a 20-30% lower discharge in 2050 when compared to historical data for four out of five models. These results have concerning implications not only on the economic sphere, impacted by Belo Monte&#8217;s future energy generation, which might decline in a similar proportion, but also over socio-environmental aspects, such as an increase in water conflicts and intensification of impacts over aquatic and floodplain ecosystems. In this context, this work also discusses possible socio-environmental consequences and scenarios regarding global changes in climate.&#8220;</p>
<p>Die nun prognostizierten Vorhersagen für den Staudamm Belo Monte decken sich mit den Prognosen, die kritische Wissenschaftler:innen bereits vor Baubeginn von Belo Monte getätigt hatten. Auch das lokale Widerstandsbündnis <a href="https://www.kooperation-brasilien.org/de/themen/landkonflikte-umwelt/xingu-vivo-para-sempre-zieht-bilanz-von-einem-jahrzehnt-belo-monte" target="_blank" rel="noopener">Movimento Xingu Vivo hatte 2022 anlässlich von zehn Jahren Belo Monte bereits gesagt</a>: &#8222;Bereits zu Beginn des Genehmigungsverfahrens für das Projekt Belo Monte stand fest, dass das Wasserkraftwerk im Jahresdurchschnitt nur 39 % seiner installierten Leistung erbringen würde.&#8220; Die neuesten Daten zeigen, dass die klimawandelgeschuldete Klimakrise diese Zahlen noch übertreffen wird.</p>
<p>// <a href="https://www.outro-mundo.org" target="_blank" rel="noopener">Christian Russau</a></p>
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		<title>Klimakrise und vermehrte Starkwetterereignisse wie Dürre und Hochwasser beeinträchtigen Wasserkraft und bedrohen Menschenrechte</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/klimakrise-und-vermehrte-starkwetterereignisse-wie-duerre-und-hochwasser-beeintraechtigen-wasserkraft-und-bedrohen-menschenrechte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 2023 08:33:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dammbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Die um sich greifende Klimakrise führt zu erschwerten Starkwetterereignissen wie Dürre und Hochwasser und diese beeinträchtigen die doch eigentlich von den Befürworter:innen als so klimasicher beschriebenen Wasserkraftwerke mit ihren Stauseen und bedrohen letztlich die Menschenrechte der vor Ort lokal Betroffenen. Von Christian Russau Werfen wir den Blick auf fünf Regionen: in Brasilien auf Amazonien und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die um sich greifende Klimakrise führt zu erschwerten Starkwetterereignissen wie Dürre und Hochwasser und diese beeinträchtigen die doch eigentlich von den Befürworter:innen als so klimasicher beschriebenen Wasserkraftwerke mit ihren Stauseen und bedrohen letztlich die Menschenrechte der vor Ort lokal Betroffenen.</em></p>
<p>Von <a href="https://www.outro-mundo.org" target="_blank" rel="noopener">Christian Russau</a></p>
<p>Werfen wir den Blick auf fünf Regionen: in Brasilien auf Amazonien und auf Südbrasilien, auf den Bundesstaat Sikkim im Nordosten Indiens sowie auf eine neue Studie zur Klima unverträglichen Zukunft von Wasserkraft auf dem afrikanischen Kontinent:</p>
<p>Die <a href="https://www.poder360.com.br/energia/maior-seca-em-43-anos-na-amazonia-liga-alerta-no-setor-eletrico/" target="_blank" rel="noopener">schlimmste Dürre in Amazonien seit 43 Jahren</a> zwingt Staudammbetreiberfirmen, <a href="https://economiaempauta.com/santo-antonio-a-4a-maior-hidreletrica-do-brasil-deixa-de-gerar/" target="_blank" rel="noopener">Brasiliens viertgrößtes Wasserkraftwerk Santo Antonio am Rio Madeira abzuschalten</a> und die Hochspannungsüberleitungen vom Rio Madeira in die Metropolregionen im Südosten des Landes werden abgeschaltet, während zur Stromversorgung Brasília <a href="https://www.ihu.unisinos.br/633065-seca-amazonica-desliga-linhao-do-madeira-e-hidreletricas-e-faz-governo-acionar-termeletricas" target="_blank" rel="noopener">nun wieder vermehrt fossile Kraftwerke in Betrieb nimmt</a>. Das Wetterphänomen El Niño trifft Amazonien hart und der Klimawandel, die mittlerweile zur akuten Klimakrise geworden ist, trifft die bedrohlich <a href="https://veja.abril.com.br/agenda-verde/amazonia-em-chamas-el-nino-e-mudanca-climatica-devastam-a-floresta" target="_blank" rel="noopener">nahe dem Kipppunkt befindliche Region wie Amazonien doppelt hart</a>. Die Hauptleidtragenden sind die Bewohner:innen vor Ort, die indigenen und traditionellen Völker und Gemeinschaften, die historisch am wenigstens zum Klimawandel beigetragen haben.</p>
<p>Im Süden Brasilien, im Bundesstaat Santa Catarina, wird in 54 der 120 von Überschwemmungen betroffenen Gemeinden der Notstand ausgerufen, die unter anderem die Stadt Blumenau zu überschwemmen droht, <a href="https://www1.folha.uol.com.br/cotidiano/2023/10/para-conter-alagamentos-sc-fecha-a-maior-barragem-do-estado-apos-confronto-entre-pms-e-indigenas.shtml" target="_blank" rel="noopener">weswegen der Gouverneur die Schließung der Stauwerke José Boiteux und Ituporanga veranlasst</a>, um die Wassermassen dort zurückzuhalten &#8211; was aber auf Kosten der Flutung großer Teile des indigenen Territoriums Ibirama-Laklãnõ Xokleng geht &#8211; ausgerechnet jenes Territoriums, dessen indigene Bewohner:innen der Xokleng erst vor wenigen Wochen einen historischen Sieg auf Anerkennung ihres Territoriums vor dem <a href="https://www.kooperation-brasilien.org/de/themen/menschenrechte-gesellschaft/tschuess-stichtagsregelung-hallo-stichtagsregelung" target="_blank" rel="noopener">Obersten Gerichtshof in Brasília erzielt hatten</a>. Die Indigenen werfen der Landesregierung vor, sich nicht an die Abmachungen zu halten, gehen protestierend auf die Straßen und <a href="https://www1.folha.uol.com.br/cotidiano/2023/10/para-conter-alagamentos-sc-fecha-a-maior-barragem-do-estado-apos-confronto-entre-pms-e-indigenas.shtml" target="_blank" rel="noopener">werden von der Militärpolizei mit Gummigeschossen und lethaler Munition beschossen</a>.</p>
<p>Im Nordosten Indiens, im Bundesstaat Sikkim, <a href="https://www.internationalrivers.org/news/international-rivers-statement-on-teesta-dam-disaster-in-sikkim/" target="_blank" rel="noopener">bricht der Chungthang-Damm</a> (auch Teesta III genannt) infolge sintflutartiger Regenfälle und eines Gletscherseeausbruchs flussaufwärts des Teesta. Dutzende Tote und hunderte Vermisste sind bestätigt, das Hochwasser schwemmte mehrere Brücken und Abschnitte des National Highway 10 weg, wodurch mehrere Dörfer vom Verkehr abgeschnitten wurden.</p>
<p>Eine <a href="https://www.eci.ox.ac.uk/news/swan-song-african-hydropower" target="_blank" rel="noopener">neue Studie stellte vor Kurzem fest</a>, dass infolge des Klimawandels 67 Prozent der künftig geplanten Wasserkraft auf dem afrikanischen Kontinent unrentabel werden wird. Statt in Großprojekte wie Wasserkraftwerke mit Stauseen sollten die Energieversorgungsplaner:innen (und noch besser: die Politik mit Rahmenvorgaben) lieber auf dezentrale Ansätze wie Solar und Wind samt Speicher setzen, doch die <a href="https://www.hydropower.org/" target="_blank" rel="noopener">Wasserkraftlobby ist noch immer sehr stark</a>.</p>
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