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	<title>Staudämme &#8211; GegenStrömung</title>
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	<title>Staudämme &#8211; GegenStrömung</title>
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		<title>Neuer Bericht der Internationalen Energieagentur zeigt Unzuverlässigkeit der Wasserkraft</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/neuer-bericht-der-internationalen-energieagentur-zeigt-unzuverlaessigkeit-der-wasserkraft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Kadel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Mar 2024 13:35:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein aktueller Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hat alarmierende Erkenntnisse über den Einfluss der Wasserkraft auf die weltweiten Treibhausgasemissionen veröffentlicht. Während die Welt sich bemüht, ihre Emissionen zu senken und die Pariser Klimaziele zu erreichen, zeigt der Bericht, dass auf die Wasserkraft, die nach wie vor vielen als saubere Energiequelle galt, für die Erreichung dieser&#8230;]]></description>
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<p>Ein <a href="https://www.iea.org/reports/co2-emissions-in-2023">aktueller Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA)</a> hat alarmierende Erkenntnisse über den Einfluss der Wasserkraft auf die weltweiten Treibhausgasemissionen veröffentlicht. Während die Welt sich bemüht, ihre Emissionen zu senken und die Pariser Klimaziele zu erreichen, zeigt der Bericht, dass auf die Wasserkraft, die nach wie vor vielen als saubere Energiequelle galt, für die Erreichung dieser Ziele kein Verlass ist.</p>
<p>Laut dem Bericht stiegen die Emissionen aus der Energieerzeugung im Jahr 2023 um 1,1% im Vergleich zum Vorjahr und erreichten eine neue Rekordhöhe. Obwohl dieser Anstieg geringer ist als in den Jahren zuvor, ist er immer noch weit entfernt davon, mit den Zielen des Pariser Abkommens in Einklang zu stehen &#8211; denn dafür müssten die Emissionen rapide sinken. Besonders brisant ist, dass ein Großteil dieses Anstiegs auf den weltweiten Ausfall von Wasserkraft zurückzuführen ist, der durch Dürren verursacht wurde. Denn obwohl Wasserkraft im Umfang von 20GW Kapazität an Wasserkraftwerken zugebaut wurde (zum Vergleich: ein modernes Atomkraftwerk hat eine Leistung von ca. 1,4GW), stand weniger Strom aus Wasserkraft zur Verfügung als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf anhaltende Dürren in Regionen China, Südostasien, Indien und Nordamerika zurückzuführen. Dieser Ausfall wurde mit Strom aus fossilen Energien ersetzt. Die IEA geht davon aus, dass die Emissionen 2023 ohne diesen Effekt zurückgegangen wären.</p>
<p>Es ist allgemein bekannt, dass Dürreperioden durch die fortschreitende Erderhitzung in Zukunft häufiger und länger sein werden. Es wäre daher naiv zu glauben, dass nur Zufall zu den Ausfällen im letzten Jahr geführt hat und diese Situation sich nicht wiederholen wird.</p>
<p>Ein weiterer Bericht der IEA, der <a href="https://www.iea.org/reports/clean-energy-market-monitor-march-2024">Clean Energy Market Monitor</a>, erläutert, wie der Ausbau der erneuerbaren Energien dafür sorgt, dass die Emissionen weniger stark ansteigen als zuvor. Die Technologie Wasserkraft findet darin nicht einmal Erwähnung. Offensichtlich gehen die Analyst*innen der IEA also nicht davon aus, dass Wasserkraft einen signifikanten Beitrag zur Emissionsreduktion leisten kann.</p>
<p>Die Auswirkungen des Wasserkraftausfalls sind nicht nur auf den Klimawandel beschränkt. Ein Blick auf die Situation in Ländern wie Sambia verdeutlicht, wie der Mangel an Wasserkraft die Lebensbedingungen der Menschen beeinträchtigen kann. Die aktuelle Dürre in Sambia führt zu einem <a href="https://africa.businessinsider.com/local/markets/zambia-to-import-and-ration-electricity-amidst-drought/gddwn29?utm_medium=social&amp;utm_source=twitter&amp;utm_campaign=share-button">erheblichen Ausfall der Stromproduktion</a>, die zu ca. <a href="https://ourworldindata.org/grapher/share-electricity-hydro?tab=chart&amp;country=~ZMB">90%</a> auf Wasserkraft basiert. Kurzfristig hat die sambianische Regierung also nur die Wahl entweder, Mittel für den Stromimport aufzubringen oder Stromausfälle zu erleiden. Das Land befindet sich bereits in einer Schuldenrkise und die Dürre führt auch zu Ernteausfällen, sodass die humanitäre Situation sowieso schon angespannt ist, was durch weitere Stromausfälle noch verstärkt würde. Beide Optionen werden also weitere negative Folgen haben.</p>
<p>In Anbetracht dieser Entwicklungen stellt sich die Frage nach der Zuverlässigkeit der Wasserkraft als Energiequelle. Der Bericht der IEA zeigt, dass der Ausbau von Wasserkraftkapazitäten nicht zwangsläufig zu einer Steigerung der verfügbaren Strommenge führt. Gleichzeitig bleiben die ökologischen und sozialen Probleme, die mit der Wasserkraftnutzung verbunden sind, bestehen. Die Kosten-Nutzen-Rechnung verschiebt sich zunehmend zu Ungunsten der Wasserkraft.</p>
<p>Der Bau von Wasserkraftwerken von den ersten Planungen bis zur Inbetriebnahme dauert oft Jahrzehnte. Somit sind auch die Analysen der potentiellen Stromproduktion oft schon veraltet, bis es überhaupt zu Produktion kommt, da sie schon sichtbare und aufgrund neuester Daten vorhersehbare Auswirkungen des Klimawandels auf die Verfügbarkeit von Wasser nicht mit einbeziehen. Das Beispiel Sambia zeigt, zu welchen Dilematta eine Fehleinschätzung führen kann. Verantwortungsbewsusste Regierungen, Unternehmen und Finanziers sollten alle noch nicht abgeschlossenen Wasserkraftwerke vor diesem Hintergrund auf den Prüfstand stellen und abwägen, ob stattdessen nicht Investitionen in Solar- oder Windkraft oder in Energieeinsparungen sinnvoller wären.</p>
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		<title>Studie: Maschinen deutscher Unternehmen bei Menschenrechtsverletzungen im Einsatz</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/studie-maschinen-deutscher-unternehmen-bei-menschenrechtsverletzungen-im-einsatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heike Drillisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 14:12:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutsche Maschinen- und Anlagenbauer beliefern Unternehmen und Staaten, denen schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Germanwatch, Misereor, Transparency Deutschland und GegenStrömung fordern, dass das EU-Lieferkettengesetz auch solche Fälle in den Blick nimmt. Berlin / Aachen (17. April 2023). Eine heute veröffentlichte Studie von Germanwatch, Misereor, Transparency Deutschland und GegenStrömung zeigt: Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau beliefert zum&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="l-main l-row" data-at-row="main">
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<div class="field__item">Deutsche Maschinen- und Anlagenbauer beliefern Unternehmen und Staaten, denen schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Germanwatch, Misereor, Transparency Deutschland und GegenStrömung fordern, dass das EU-Lieferkettengesetz auch solche Fälle in den Blick nimmt.</div>
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<p><strong>Berlin / Aachen</strong> (17. April 2023). Eine heute veröffentlichte <a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2023/04/2023-04-17_GW-Mis-GgStr-TI_Unternehmensverantwortung-im-MaschinenAnlagenbau.pdf">Studie</a> von Germanwatch, Misereor, Transparency Deutschland und GegenStrömung zeigt: Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau beliefert zum Teil Unternehmen und Staaten, denen schwere Menschenrechtsverletzungen und Umweltschutzverstöße vorgeworfen werden, oft begleitet von Korruption. Kurz vor der Abstimmung im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments fordern die Organisationen, das EU-Lieferkettengesetz so zu gestalten, dass die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick genommen wird und somit ein gravierendes Schlupfloch verschwindet.</p>
<p>Deutsche Maschinen werden unter anderem für die Herstellung von Textilien oder bei der Energieproduktion weltweit genutzt. „Energieerzeugungsanlagen stehen häufig im Zusammenhang mit Landraub, der Bedrohung von Menschenrechts- und Umweltverteidigerinnen sowie Landnutzungskonflikten mit indigenen Gemeinden. Dies gilt auch für Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie. Menschenrechte und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, kritisiert <strong>Heike Drillisch, Koordinatorin von GegenStrömung</strong>.</p>
<p>„Die Maschinenbau-Branche ist ein wichtiger globaler Player beispielsweise bei der Lieferung von Textilmaschinen oder Turbinen. Damit trägt der deutsche Maschinen- und Anlagenbau große Verantwortung. Dennoch hat der Branchenverband VDMA vor zwei Jahren einen Branchendialog mit der Zivilgesellschaft verweigert. Die Branche hat es verpasst, sich aktiv mit diesen Risiken zu beschäftigen“, so <strong>Sarah Guhr, Koordinatorin für Branchendialoge bei der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch</strong>.</p>
<p>„Auf EU-Ebene muss das nachgeholt werden, was auf deutscher Ebene im Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz versäumt wurde: Die Regelung unternehmerischer Sorgfaltspflichten muss die gesamte Wertschöpfungskette umfassen. Dass der VDMA diese Sorgfaltspflichten mit Blick auf die Verwendung von Maschinen ablehnt, ist völlig inakzeptabel“, so <strong>Armin Paasch, Referent für Verantwortliches Wirtschaften bei MISEREOR</strong>.</p>
<p>„Korruption herrscht in vielen Ländern weltweit, in denen auch deutsche Maschinen- und Anlagenbaufirmen Geschäfte machen. Da viele Verletzungen von Menschenrechten und Umweltschutzvorgaben erst durch Korruption möglich werden, ist deren Bekämpfung auf allen Stufen der Wertschöpfungsketten eine Grundvoraussetzung für ein starkes europäisches Lieferkettengesetz“, sagt <strong>Otto Geiß, Vertreter von Transparency Deutschland</strong>.</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p>Deutschland ist der drittgrößte Maschinen- und Anlagenproduzent der Welt. Die Studie „Unternehmensverantwortung im Maschinen- und Anlagenbau – warum die nachgelagerte Lieferkette nicht ausgelagert werden darf“ beleuchtet insbesondere die Herstellung und Lieferung von deutschen Maschinen und Anlagen für den Bergbau, die Energieproduktion, den Textilsektor und die Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie sowie die damit verbunden potentiellen Risiken und tatsächlichen negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Es geht unter anderem um Konzerne wie Liebherr, Siemens und Voith.</p>
<p>Auf dieser Grundlage werden Empfehlungen formuliert, wie bestehende Regulierungslücken insbesondere in der EU Corporate Sustainability Due Diligence Directive – dem sogenannten EU-Lieferkettengesetz &#8211; in Bezug auf die nachgelagerte Wertschöpfungskette geschlossen werden sollten und wie Unternehmen der Verantwortung in ihren Sorgfaltsprozessen gerecht werden können.</p>
<p>Zum <a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2023/04/2023-04-17_GW-Mis-GgStr-TI_Unternehmensverantwortung-im-MaschinenAnlagenbau.pdf">Download</a> der Studie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bildnachweis: Ibama from Brasil, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons</p>
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		<title>Nepals mit 456 MW künftig größter Staudamm Upper Tamakoshi nimmt seinen Betrieb auf</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/nepals-mit-456-mw-kuenftig-groesster-staudamm-upper-tamakoshi-nimmt-seinen-betrieb-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Sep 2021 12:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dammbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[Nepal]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
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					<description><![CDATA[Stauwerk wurde errichtet in stark erdbebengefährdetem Gebiet. Von Christian Russau Im Bezirk Bezirk Dolakha in der nordöstlichen Provinz Bagmati, die an der Grenze zu China liegt, hat nun laut Presseberichten Nepals größtes Wasserkraftwerk seinen kommerziellen Betrieb aufgenommen. Spatenstich für das umstrittene Projekt erfolgte am 3. September 2011 vom damaligen Premierminister Jhalanath Khanal, eingeweiht wurde es&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stauwerk wurde errichtet in stark erdbebengefährdetem Gebiet.</p>
<p>Von <a href="https://www.outro-mundo.org" target="_blank" rel="noopener">Christian Russau</a></p>
<p>Im Bezirk Bezirk Dolakha in der nordöstlichen Provinz Bagmati, die an der Grenze zu China liegt, hat nun <a href="https://thehimalayantimes.com/nepal/upper-tamakoshi-hydel-begins-commercial-production" target="_blank" rel="noopener">laut Presseberichten</a> Nepals größtes Wasserkraftwerk seinen kommerziellen Betrieb aufgenommen. Spatenstich für das umstrittene Projekt erfolgte am 3. September 2011 vom damaligen Premierminister Jhalanath Khanal, eingeweiht wurde es am 5. Juli dieses Jahres. In der Zwischenzeit wurde das Wasserkraftwerk an ein neu errichtetes 220/132 KV-Umspannwerk angeschlossen. Dieses Umspannwerk Nyun Khimti befindet sich in Sankhe im Bezirk Ramechhap, 47 km vom Projekt entfernt, wohin der Strom mit einer 220er-Doppelleitung übertragen wird. Das Umspannwerk ist wiederum mit dem 400 KV-Umspannwerk in Dhalkebar verbunden und soll so weitere Teile des Himalaya-Landes mit Strom versorgen.</p>
<p>Das Projekt wurde 2011 entschieden, 2012 war Baubeginn und laut ursprünglichen Planungen hätte es bis Juli 2016 fertiggestellt werden. Doch dann kam das Erdbeben.</p>
<p>Es war mit 7,9 auf der Richterskala das schlimmste Erdbeben in der jüngeren Geschichte Nepals. Knapp 8.800 Menschen verloren infolge des Erdbeben vom 25. April 2015 und des Folgebebens mit 7,3 auf der Richterskala vom 12. Mai 2015 ihr Leben, mehr als 22.000 wurden verletzt, zehntausende waren obdachlos geworden und lebten monatelang in Zelten oder notdürftig zusammengeflickten Behausungen. Laut Daten der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA hatte sich in Nepal aufgrund des Erdbebens eine Landfläche von 120 mal 50 Kilometer um <a href="http://www.hydropower-dams.com/pdfs/news20153.pdf">rund einen Meter gehoben</a>.</p>
<p>Das Beben <a href="http://spectrum.ieee.org/energywise/energy/renewables/nepals-hydropowerbased-power-system-survived-its-m79-quake-">traf Nepals Energieversorgung ins Herz</a>. Schäden gab es bei Überlandleitungen ebenso wie bei sehr vielen Staudämmen, die den Großteil der nepalesischen Stromproduktion <a href="http://www.hydroworld.com/articles/2015/04/earthquake-in-nepal-that-killed-thousands-may-have-an-affect-on-hydroelectric-facilities.html">zur Verfügung stellen</a>. Allein 14 Staudämme <a href="http://www.circleofblue.org/waternews/2015/world/nepal-earthquake-damages-at-least-14-hydropower-dams/">meldeten nach dem Erdbeben Medienberichten zufolge Schäden</a>. Nepals Energiebehörde Nepal Electric Authority teilte damals den Ausfall von rund 150 MW Nominalkapazität mit. Bei einer landesweiten Kapazität von rund 500 Megawatt (<a href="http://spectrum.ieee.org/energywise/energy/renewables/nepals-hydropowerbased-power-system-survived-its-m79-quake-">93 Prozent Nepals Strom stammt aus Wasserkraft</a> – andere <a href="http://www.hidcl.org.np/nepal-hydropower.php#">Quellen sprechen von 600 MW</a>  – ist dies ein so beträchtlicher Ausfall, so dass Indien kurzfristig 210 MW-Nominalkapazität zur Verfügung stellte, um <a href="http://www.circleofblue.org/waternews/2015/world/nepal-earthquake-damages-at-least-14-hydropower-dams/">das Defizit auszugleichen</a>.</p>
<p>Auch betroffen war Nepals mit 456 MW künftig größter Staudamm<sup><a class="sdfootnoteanc" href="https://www.gegenstroemung.org/blog/upper-tamakoshi-in-schwer-erdbeben-gefaehrdetem-gebiet-nepals-kuenftig-groesstes-wasserkraftwerk-wenige-monate-vor-fertigstellung/#sdfootnote1sym" name="sdfootnote1anc">1</a></sup>: Das <a href="http://www.raonline.ch/pages/np/pdf/UTK__HEP11.pdf">Upper Tamakoshi Hydroelectric Project</a> wird am Tamakoshi-Fluss in Lamabagar im Dolakha-Distrikt im Oberen Himalaya, rund 100 Kilometer östlich der Hauptstadt Kathmandu und nur wenige Kilometer von der Grenze zu China (Tibet) gebaut. Upper Tamakoshi senkte sich den Presseberichten zufolge, <a href="http://www.hydroworld.com/articles/2015/05/nepal-s-456-mw-upper-tamakoshi-hydroelectric-project-suffers-settlement.html">ohne dass zunächst die Zahl spezifiziert wurde</a>, später wurde die Zahl von 17 Zentimeter, um die sich die Staumauer gesenkt habe, <a href="http://kathmandupost.ekantipur.com/news/2015-05-11/quake-hits-456mw-tamakoshi-dam.html">kommuniziert</a>. Die Ingenieursconsulting erfolgt durch ein Jointventure aus Norconsult und <a href="http://www.lahmeyer.de/projekte/wasser-wasserkraft/studien-ausschreibungsentwurf-und-baureife-planung/single/article/upper-tamakoshi-hydroelectric-plant-nepal.html">Lahmeyer International GmbH</a> seit <a href="http://www.raonline.ch/pages/np/pdf/UTK__HEP11.pdf">Januar 2011</a>. Gebaut wurde der Damm von Sinohydro, die Baukosten haben sich gegenüber der ursprünglichen Planung von 35 Milliarden nepalesischen Rupien auf 85 Milliarden (umgerechnet ca. 600 Millionen Euro) inklusive Zinszahlungen mehr als verdoppelt.</p>
<p>Um Staudämme gegen Erdbeben abzusichern, bedarf es guter Ingenieursleistung – doch genauso stellt sich die Frage, welche Grenzen ihr gesetzt in einem stark Erdbeben gefährdeten Gebiet sind und ob der Bau in solch seismisch aktiven Zonen nicht zu sehr einem letztlich unkalkulierbarem Risiko ausgesetzt ist. Zumal es erste Untersuchungen gibt, die zeigen, dass Erdbeben – auch teils beträchtlicher Intensität – durch eben menschengebaute Staudämme erst ausgelöst werden: Es sei hier erinnert an den Konya-Staudamm in Maharashtra, Indien, und an den Zipingpu-Damm in China. Ersterer löste laut wissenschaftlichen Analysen 1967 ein Erdbeben von der Stärke von 6,3 auf der Richterskala hervor. <a href="http://spectrum.ieee.org/green-tech/geothermal-and-tidal/earthquakes-hinder-green-energy-plans">180 Menschen starben, tausende wurden obdachlos</a>. Beim 760 MW-Zipingpu-Damm in China gab es am 12. Mai 2008 ein Erdbeben ganz in der Nähe des 2004 fertiggestellten Stauwerks ein Erdbeben, das erreichte nach den Angaben des United States Geological Survey <a href="http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqinthenews/2008/us2008ryan/">eine Magnitude der Stärke 7,9</a>. Auch hier wird von Wissenschaftler:innen vermutet, dass es sich um ein menschlich induziertes Erdbeben handeln könnte. <a href="http://spectrum.ieee.org/green-tech/geothermal-and-tidal/earthquakes-hinder-green-energy-plans">70.000 Menschen starben</a>.</p>
<div id="sdfootnote1">
<p class="sdfootnote"><a name="articleText"></a><a class="sdfootnotesym" href="https://www.gegenstroemung.org/blog/upper-tamakoshi-in-schwer-erdbeben-gefaehrdetem-gebiet-nepals-kuenftig-groesstes-wasserkraftwerk-wenige-monate-vor-fertigstellung/#sdfootnote1anc" name="sdfootnote1sym">1</a>Weitere, noch größere Staudammprojekte sind in Planung. Chinas Three Gorges Corporation hat <a href="http://www.reuters.com/article/nepal-hydropower-china-idUSL4N0XA4EN20150413">Mitte 2015 die Verträge zum Bau</a> eines 750 MW-Staudamms am West Seti-Fluss in Nordwest Nepal unterzeichnet.</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Belo Monte rückt in Fokus der Korruptionsermittlungen</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/belo-monte-rueckt-in-fokus-der-korruptionsermittlungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2015 15:25:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Belo Monte]]></category>
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		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
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					<description><![CDATA[Laut Medienberichten, ermittelt die brasilianische Staatsanwaltschaft in dem aktuellen Korruptionsskandal nun auch gegen Eletrobras. Der brasilianische Staat hält die Mehrheit des Aktienkapitals am größte Energieunternehmen des Landes. Standen bisher vor allem der staatliche Mineralölkonzern Petrobras sowie die großen Bauunternehmen Odebrecht, Andrade Gutierrez und Camargo Corrêa im Fokus der Ermittler, scheint sich nun der Skandal auch auf den Energieriesen auszuweiten. Die Staatsanwaltschaft gab außerdem bekannt,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Medienberichten, ermittelt die brasilianische Staatsanwaltschaft in dem aktuellen Korruptionsskandal nun auch gegen Eletrobras. Der brasilianische Staat hält die Mehrheit des Aktienkapitals am größte Energieunternehmen des Landes. Standen bisher vor allem der staatliche Mineralölkonzern Petrobras sowie die großen Bauunternehmen Odebrecht, Andrade Gutierrez und Camargo Corrêa im Fokus der Ermittler, scheint sich nun der Skandal auch auf den Energieriesen auszuweiten. Die Staatsanwaltschaft gab außerdem bekannt, dass im Zuge der Untersuchungen zu Eletrobras auch gegen ein Dutzend ausländischer Unternehmen wegen Korruption ermittelt würde. Vor allem bei von Eletrobras betriebenen und umstrittenen Großprojekten wie dem Atomkraftwerk Angra 3 und dem Mega-Staudammprojekt Belo Monte soll es zu systematischer Korruption gekommen sein. Es handelt sich dabei um ähnliche Bestechungsstrukturen wie sie auch bei Petrobras zu erkennen sind, <a href="http://in.reuters.com/article/2015/06/23/brazil-petrobras-prosecutor-idINL1N0Z92CH20150623" target="_blank" rel="noopener">sagte der leitende Staatsanwalt Carlos Fernando dos Santos Lima</a>. Am Bau des Belo-Monte-Damms sind auch deutsche Unternehmen wie Voith, Siemens, Munich Re und die Allianz AG beteiligt.</p>
<div id="attachment_896" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-896" class="wp-image-896 size-medium" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40-300x200.png" alt="Belo-Monte Baustelle © Programa_de_Crescimiento" width="300" height="200" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40-300x200.png 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40-1024x681.png 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40-768x511.png 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40-100x67.png 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40-150x100.png 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40-200x133.png 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40-450x299.png 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40-600x399.png 600w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40-900x599.png 900w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/Bildschirmfoto-2015-06-24-um-17.10.40.png 1031w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-896" class="wp-caption-text">Belo-Monte Baustelle am Xingu-Fluss im brasilianischen Bundesstaat Pará. War das Projekt nur durch Korruption möglich? © Programa de Crescimiento</p></div>
<p>Der Skandal erschüttert das Land und die Regierung von Dilma Rousseff seit Dezember 2014, als der ehemalige Vorsitzende von Petrobras, Paulo Roberto Costa, vor dem brasilianischen Kongress aussagte, dass viele brasilianischen Wirtschaftssektoren von systematischer Korruption betroffen seien. <em>&#8222;Es passiert überall in Brasilien, beim Bau von Straßen, Flughäfen, Häfen und Staudämmen. Sie müssen nur ermitteln&#8220;</em>, <a href="http://amazonwatch.org/news/2015/0305-massive-corruption-scandal-implicates-brazils-amazon-dam-builders" target="_blank" rel="noopener">so Costa</a>. Ähnliches <a href="http://amazonwatch.org/news/2015/0305-massive-corruption-scandal-implicates-brazils-amazon-dam-builders" target="_blank" rel="noopener">bestätigten die Chefs der großen Baufirmen Camargo  Corrêa und Andrade Gutierrez</a>, die im Laufe der Ermittlungen festgenommen und verhört worden waren. Doch nicht nur mächtige Unternehmer sind in den Korruptionsskandal verwickelt, sondern auch 45 Politiker der beiden Regierungsparteien PT und PMBD werden verdächtigt, sich illegal bereichert zu haben.</p>
<p><em>&#8222;Wir haben von Anfang an vermutet, dass der Bau des Belo-Monte-Damms mit Korruption einherging und vor allem den wirtschaftlichen Interessen der beteiligten Bau- und Zulieferfirmen diente und nicht, wie behauptet wurde, der Energieversorgung der lokalen Bevölkerung&#8220;</em>, sagt Christian Russau. Der Brasilienexperte hatte im Auftrag von INFOE/GegenStrömung eine <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2014/07/GegenStrömung_Belo-Monte-und-Europ-Konzerne_2014.pdf" target="_blank" rel="noopener">Studie zur Beteiligung europäischer Unternehmen am Belo-Monte-Staudamm verfasst</a>. Das Belo-Monte-Projekt wird wegen seiner sozialen und ökologischen Auswirkungen von der lokalen Bevölkerung und Nichtregierungsgruppen kritisiert. Für den Staudamm müssen zw. 20.000 und 40.000 Menschen umgesiedelt werden, indigene Gruppen und Fischer verlieren ihre Lebensgrundlagen. Gegen das Belo-Monte Betreiberkonsortium Norte Energie, an dem Eletrobras den größten Anteil hält, laufen derzeit 25 Klagen wegen Verstößen gegen nationales und internationales Recht.</p>
<p>Zu den <a href="http://in.reuters.com/article/2015/06/23/brazil-petrobras-prosecutor-idINL1N0Z92CH20150623" target="_blank" rel="noopener">ausländischen Firmen gegen die wegen Korruption in Verbindung mit Eletrobras ermittelt wird</a>, gehören derzeit der südkoreanische Konzern Samsung, die schwedische Baufirma Skanska AB, die dänische Unternehmensgruppe Maersk und der britische Motorenhersteller Rolls-Royce Holdings.</p>
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		<title>Kolumbien: Staudammbetroffene ketten sich an Regierungssitz</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/kolumbien-staudammbetroffene-ketten-sich-an-regierungssitz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2015 11:52:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[ECAs]]></category>
		<category><![CDATA[Hidrosogamoso]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Andritz]]></category>
		<category><![CDATA[Hermesbürgschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Dutzende Menschen haben sich vor dem Regierungssitz der kolumbianischen Region Santander in der Stadt Bucaramanga festgekettet, um auf die sozialen und ökologischen Probleme beim Bau des Hidrosogamoso Staudamms hinzuweisen. Seit dem 16. Juni 2015 protestieren vor allem ältere Menschen, Frauen und Kinder aus den betroffenen Gemeinden am Fluss Sogamoso gegen die Zerstörung ihrer natürlichen Umwelt&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dutzende Menschen haben sich vor dem Regierungssitz der kolumbianischen Region Santander in der Stadt Bucaramanga festgekettet, um auf die sozialen und ökologischen Probleme beim Bau des Hidrosogamoso Staudamms hinzuweisen. Seit dem 16. Juni 2015 protestieren vor allem ältere Menschen, Frauen und Kinder aus den betroffenen Gemeinden am Fluss Sogamoso gegen die Zerstörung ihrer natürlichen Umwelt und ihrer Lebensgrundlagen durch den Staudammbau. Sie fordern von der Regierung und dem verantwortlichen halbstaatlichen Unternehmen ISAGEN eine Anerkennung der betroffenen Gemeinden, deren Entschädigung und eine rechtliche Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen durch den Bau des größten Wasserkraftwerkes des Landes. Die Turbinenlieferung für den Hidrosogamoso-Damms durch die deutsche Niederlassung der Andritz AG  wird durch das deutsche Wirtschaftsministerium mit einer Hermesbürgschaft in Höhe von 72 Millionen Euro abgesichert. Deutsche Unternehmen wie Siemens, <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/munich-re-muss-verantwortung-zeigen-gegenreden-auf-der-aktionaersversammlung-der-munich-re/" target="_blank" rel="noopener">Munich Re</a> und die <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/die-allianz-ag-belaesst-es-bei-leeren-worten/" target="_blank" rel="noopener">Allianz AG</a> lieferten technisches Material oder versichern das Projekt.</p>
<div id="attachment_905" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/06/15.6.17_Protestas_Gobernacion_Santanter10.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-905" class="  wp-image-905" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/06/15.6.17_Protestas_Gobernacion_Santanter10.jpg" alt="15.6.17_Protestas_Gobernacion_Santanter10_©_Claudia-Ortiz" width="300" height="199" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/15.6.17_Protestas_Gobernacion_Santanter10.jpg 960w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/15.6.17_Protestas_Gobernacion_Santanter10-300x199.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/15.6.17_Protestas_Gobernacion_Santanter10-768x509.jpg 768w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-905" class="wp-caption-text">Protest vor dem Regierungssitz in Bucaramanga gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung durch den Staudamm Hidrosogamoso © Claudia Ortiz</p></div>
<p>Nach offiziellen Angaben von ISAGEN leben 2000 Familien am Fluss Sogamoso. Durch das Staudammprojekt hat sich ihr Leben drastisch verändert. Aufgrund des Stausees und der 190 Meter hohen Staumauer veränderte sich der Flusslauf, die Fließgeschwindigkeit und die Wasserqualität des Sogamoso derart, dass die lokale Wirtschaftsstruktur aus Fischfang und Landwirtschaft nahezu zum Erliegen kam. Die Gemeindevorsteherin von San Luis de Riosucio, Blanca Nubia Anaya, kritisiert zudem, dass die Menschen in den betroffenen Kommunen weder die versprochene Entschädigung für den Verlust von Land und Lebensunterhalt noch die von ISAGEN versprochene Arbeit bekommen hätten. &#8222;<em>Wir bitten doch nur um Land, das wir bearbeiten können. Wir wollen doch nur, dass die Regierung die verbliebenen Wasserquellen schützt, nachdem sie unseren Fluss getötet haben&#8220;</em>, <a href="http://www.contagioradio.com/desalojan-forzadamente-a-victimas-que-protestan-contra-represa-hidrosogamoso-articulo-10277/" target="_blank" rel="noopener">sagt Anaya der lokalen Presse</a>.</p>
<p>Obwohl der Protest friedlich verlief, versuchte die Polizei zwischenzeitlich den Eingang des Regierungssitzes mit Gewalt zu räumen. Als die Presse anfing, das rabiate Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die größtenteils älteren Menschen und Frauen zu filmen, ließen sie von den Demonstrant/innen ab. &#8222;<em>Zum Glück tauchten die Filmteams auf und als die Polizei dies bemerkte, zogen sie sich zurück und entschuldigten sich für die Attacke</em>.&#8220;, <a href="http://www.contagioradio.com/desalojan-forzadamente-a-victimas-que-protestan-contra-represa-hidrosogamoso-articulo-10277/" target="_blank" rel="noopener">bestätigte Anaya</a>.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/KP70vKJnneU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>(Das Video zeigt den Übergriff der Polizei auf die Demonstrant/innen am 18. Juni 2015.)</p>
<p>Die <a href="http://veredasogamoso.blogspot.de" target="_blank" rel="noopener">Basisinitiative der betroffenen Gemeinden &#8222;Movimientos Rios Vivos Santander&#8220; fordert</a> den Gouverneur von Santander, Richard Aguilar Villa, auf, die Einschüchterungsversuche der Sicherheitskräfte gegenüber den Demonstrant/innen zu unterbinden und stattdessen in den Dialog mit den betroffenen Gemeinden zu treten. Die Protestaktion vor dem Regierungssitz soll noch bis Ende nächsten Monats fortgesetzt werden.</p>
<p>GegenStrömung unterstützt die Proteste der betroffenen Bevölkerung und ihre Forderung nach Entschädigung. Auf Nachfrage teilten das Bundeswirtschaftsministerium, die Euler-Hermes Deutschland AG und die beteiligten deutschen Unternehmen mit, dass sie keine sozialen und ökologischen Probleme im Zusammenhang mit dem Bau des Hidrosogamoso-Staudamms feststellen konnten. Diese Informationen haben sie vom Projektbetreiber ISAGEN und der deutschen Botschaft, bestätigten das BMWi und die beteiligten Unternehmen.</p>
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		<title>Versteigerung der Tapajós-Baurechte verschoben</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/versteigerung-der-tapajos-baurechte-verschoben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2015 10:43:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Belo Monte]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[ILO 169]]></category>
		<category><![CDATA[Munduruku]]></category>
		<category><![CDATA[Tapajós]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Versteigerung der Baurechte für den 8-GW-Staudamm São Luiz do Tapajós am gleichnamigen Fluss musste erneut verschoben werden. Ein Bundesgericht hat am Montag entschieden, dass die Versteigerung erst nach der freien, vorherigen und informierten Konsultation der betroffenen indigenen Gruppen erfolgen dürfe. Das Recht der Indigenen auf Konsultation ist im internationalen Übereinkommen ILO 169 und im Artikel&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="documentDescription">Die Versteigerung der Baurechte für den 8-GW-Staudamm São Luiz do Tapajós am gleichnamigen Fluss musste erneut verschoben werden. Ein Bundesgericht hat am Montag entschieden, dass die Versteigerung erst nach der freien, vorherigen und informierten Konsultation der betroffenen indigenen Gruppen erfolgen dürfe. Das Recht der Indigenen auf Konsultation ist im internationalen Übereinkommen ILO 169 und im Artikel 231 der brasilianischen Verfassung festgeschrieben. <a href="http://www.prpa.mpf.mp.br/news/2015/sentenca-confirma-usina-no-tapajos-so-pode-ser-licenciada-apos-consulta-aos-povos-afetados" target="_blank" rel="noopener">Der vorsitzende Richter Ilan Presser erklärte</a>: <em>„es kann nicht ignoriert werden, dass die ILO 169 und Artikel 231 der brasilianischen Verfassung, dass Recht der Konsultation stärken, um eine kulturelle Vielfalt zu garantieren und um eine koloniale Assimilierung durch eine dominante Kultur zu verhindern, die schließlich in einem Ethnozid enden würde.“ </em>Durch das Urteil ist es unwahrscheinlich, dass eine Versteigerung noch im Jahr 2015 stattfinden wird.</div>
<div class="documentDescription"></div>
<div class="documentDescription">
<div id="attachment_950" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/06/13.5.6._Belo-Monte-Besetzung_Munduruku2_Ocupacao-Munduruku.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-950" class="wp-image-950 size-medium" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/06/13.5.6._Belo-Monte-Besetzung_Munduruku2_Ocupacao-Munduruku-300x200.jpg" alt="13.5.6._Belo-Monte-Besetzung_Munduruku2_Ocupacao Munduruku" width="300" height="200" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/13.5.6._Belo-Monte-Besetzung_Munduruku2_Ocupacao-Munduruku-300x200.jpg 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/13.5.6._Belo-Monte-Besetzung_Munduruku2_Ocupacao-Munduruku-100x67.jpg 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/13.5.6._Belo-Monte-Besetzung_Munduruku2_Ocupacao-Munduruku-150x100.jpg 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/13.5.6._Belo-Monte-Besetzung_Munduruku2_Ocupacao-Munduruku-200x133.jpg 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/13.5.6._Belo-Monte-Besetzung_Munduruku2_Ocupacao-Munduruku-450x300.jpg 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/13.5.6._Belo-Monte-Besetzung_Munduruku2_Ocupacao-Munduruku-600x400.jpg 600w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/06/13.5.6._Belo-Monte-Besetzung_Munduruku2_Ocupacao-Munduruku.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-950" class="wp-caption-text">Mai 2013: Die Munduruku besetzen die Baustelle des Belo-Monte-Staudamms. Sie solidarisieren sich mit den betroffenen indigenen Gruppen am Fluss Xingu und demonstrieren gegen Staudammpläne am Tapajós-Fluss. © Ocupacao Munduruku</p></div>
<p>Das aktuelle Urteil bestätigt die vorherigen Urteile anderer Instanzen, die bereits festgelegt hatten, dass eine Versteigerung der Baurechte für den Staudammkomplex am Tapajós nur unter Einhaltung der ILO 169 und des § 231 der Landesverfassung umgesetzt werden dürfe.</p>
</div>
<div class="documentDescription"></div>
<div id="parent-fieldname-description" class="documentDescription">Der Behauptung der Regierung,</div>
<div class="documentDescription">der beteiligten Staatsunternehmen Eletrobrás und Eletronorte sowie der Umweltbehörde Ibama, dass der Staudammbau keine Auswirkungen auf indigenen Gruppen habe, widersprach Richter Presser: <a href="http://www.kooperation-brasilien.org/de/themen/landkonflikte-umwelt/bundesgericht-freie-vorherige-und-informierte-konsultation-der-betroffenen-indigenen-vor-beginn-der-tapajos-versteigerung" target="_blank" rel="noopener">&#8222;<em>Die Behauptung [der Beschuldigten], es gebe keine Auswirkungen des Vorhabens auf demarkierte Territorien, kann so als nicht hinlänglich bewiesen angesehen werden, da es Hinweise gibt, dass die indigenen Territorien Andirá-Marau, Praia do Mangue, Praia do Índio, Pimental, KM 43 sowie São Luiz do Tapajós [durch das Vorhaben] sehr wohl betroffen sein werden, einige von diesen sind [im übrigen] bereits demarkiert , diese sind Praia do Índio und Praia do Mangue&#8220;</em>, so der Richter in seiner Urteilsbegründung. Und da, so der Richter weiter, <em>&#8222;im gesamten [bisherigen] vorbereitenden Versteigerungsverfahren das Recht auf vorherige Konsultation nicht ernsthaft beachtet wurde&#8220;</em></a>, müsse der Versteigerungstermin solange aufgeschoben werden, bis die rechtmäßige Konsultation der indigenen Gemeinden am Fluss Tapajós umgesetzt wurde.</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Allianz AG belässt es bei leeren Worten</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/die-allianz-ag-belaesst-es-bei-leeren-worten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2015 12:32:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Belo Monte]]></category>
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					<description><![CDATA[„Die Allianz muss ihren Worten von Nachhaltigkeit auch endlich Taten folgen lassen“, forderte David Vollrath von GegenStrömung vom Vorstand der Allianz AG auf der Hauptversammlung (HV) des Versicherungskonzerns in München am 6. Mai 2015. Der Projektkoordinator von GegenStrömung bezieht sich in seiner Forderung an die Allianz auf das menschenrechtlich und ökologisch problematische Engagement des Versicherungskonzerns&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„<span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;"><i>Die Allianz muss ihren Worten von Nachhaltigkeit auch endlich Taten folgen lassen“</i>, forderte David Vollrath von GegenStrömung vom Vorstand der Allianz AG auf der Hauptversammlung (HV) des Versicherungskonzerns in München am 6. Mai 2015. Der Projektkoordinator von GegenStrömung bezieht sich in seiner Forderung an die Allianz auf das menschenrechtlich und ökologisch problematische Engagement des Versicherungskonzerns bei den Wasserkraftwerken Belo Monte in Brasilien und Hidrosogamoso in Kolumbien. Bei beiden Projekten versichert die Allianz die Bauphase und erwägt nun scheinbar eine Versicherung der Betriebsphase &#8211; trotz erheblicher Proteste der lokalen Bevölkerung und fortdauernder Kritik von Menschenrechtsorganisationen.</span></span></p>
<div id="attachment_877" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/05/David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-877" class="wp-image-877 size-medium" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/05/David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015-300x202.png" alt="David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015" width="300" height="202" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015-300x202.png 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015-768x516.png 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015-100x67.png 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015-150x101.png 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015-200x134.png 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015-450x302.png 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015-600x403.png 600w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/David.Vollrath_Allianz.HV_6.5.2015.png 856w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-877" class="wp-caption-text">David Vollrath auf der Allianz HV in München, 6. Mai 2015</p></div>
<p><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/05/Allianz-Rede-D.Vollrath_6.5.2015.pdf">In seiner Rede zitierte David Vollrath</a> den austro-brasilianischen Bischof Erwin Kräutler, der in einem Brief an GegenStrömung </span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">schrieb: </span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;"><i>„Das Wahsinnsprojekt Belo Monte </i></span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;"><i>wird vor meiner Haustür gebaut (…) und ich weiß wovon ich rede, wenn ich erkläre, Belo Monte hat nichts mit „sauberer Energie“ zu tun“</i></span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">, so der Bischof der größten brasilianischen Diozöse Xingu. Von dem Projekt sind bis zu 40.000 Menschen betroffen. Die Umsiedlungen von 9000 Familien, darunter 600 indigene Familien, laufen chaotisch und die brasilianische Staatsanwaltschaft musste im April 2015 ein Notfallteam einrichten, das innerhalb einer Woche mehr als 1000 Beschwerden der Bevölkerung wegen Regelverstößen des Betreiberkonsortiums Norte Energia registrierte. Zudem wird gegen s</span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">echs der zeh</span></span><span style="font-size: xx-small;"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">n</span></span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;"> Firmen, die das Belo-Monte-Baukonsortium bilden, aktuell wegen der Verstrickung</span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;"> in einen </span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">der größen </span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">Korruptionsskandal</span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">e</span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;"> ermittelt. </span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">Aussagen bei der Staatsanwaltschaft von führenden Managern der Baufirmen legen nahe, dass der Bau des Staudamms mit systematischer Korruption einherging. Obwohl diese Informationen der Allianz bekannt </span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">sind</span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">, stellte sie in einer Stellungnahme zu den Gegenreden </span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">auf der HV lapidar fest, dass „diesen Beeinträchtigungen“ ein „erheblicher und dauerhafter Nutzen“ gegenüber stehe. </span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">Diese Meinung besitzt die Allianz exklusiv, da <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2014/07/GegenStrömung_Belo-Monte-und-Europ-Konzerne_2014.pdf" target="_blank" rel="noopener">eigene Recherchen von GegenStrömung</a></span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">, aber auch neue Studien von der Oxford University </span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">und dem </span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei das Gegenteil</span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;"> belegen</span></span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">: große Staudammprojekte &#8211; vor allem in sensiblen Regionen wie dem Amazonasgebiet &#8211; sind nicht nur ökologisch und sozial unverträglich, sondern machen auch wirtschaftlich keinen Sinn. Solche Projekte nutzen Wenigen und schaden Vielen, so das Fazit der Wissenschaftler/</span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">innen</span></span><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">.</span></span></p>
<div id="attachment_878" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-878" class="wp-image-878 size-medium" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/05/Protest_Allianz.HV_6.5.2015-300x181.png" alt="Protest_Allianz.HV_6.5.2015" width="300" height="181" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Protest_Allianz.HV_6.5.2015-300x181.png 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Protest_Allianz.HV_6.5.2015-100x60.png 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Protest_Allianz.HV_6.5.2015-150x90.png 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Protest_Allianz.HV_6.5.2015-200x120.png 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Protest_Allianz.HV_6.5.2015-450x271.png 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Protest_Allianz.HV_6.5.2015.png 586w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-878" class="wp-caption-text">Protest von GegenStrömung und Pro Regenwald e.V. vor der Allianz HV in München, am 6. Mai 2015.</p></div>
<p><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">Mit der Versicherung für die Bauphase des Hidrosogamoso-Damms in Kolumbien unterstützt die Allianz ein weiteres Projekt unter dem vor allem die lokale Bevölkerung zu leiden hat. Von den im Umweltgutachten erwähnten 30.000 betroffenen Menschen wurden bisher lediglich 289 Familien für den Verlust ihrer Häuser und Lebensgrundlagen entschädigt. Hunderte Fischerfamilien die unterhalb der Staumauer am Fluss Sogamoso leben, sind nicht einmal als betroffen anerkannt, obwohl die Wasserquantität und -qualität dort erheblich abgenommen hat und Fischfang als wirtschaftliche Grundlage nicht mehr möglich ist. Bisher sind sechs Wortführer des Widerstandes gegen den Hidrosogamoso ermordet wurden, elf weitere gelten als vermisst. Dass das größte Wasserkraftwerk Kolumbiens kein sauberes Energieprojekt ist, stellten sogar die kolumbianischen Umweltbehörden fest, die dem Hidrosogamoso-Damm eine Zertifizierung als CDM-Projekt verweigerten, weil dessen negative soziale und ökologische Folgen zu gravierend seien. Trotz dieser katastrophalen Auswirkungen von großen Staudammprojekten hält die Allianz an seiner Konzernpolitik fest und hat allein im Jahr 2014 Versicherungen für 89 neue Staudammprojekte genehmigt, wie der Vorstand auf der HV bestätigte. </span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">Dass bei der Allianz Rendite scheinbar vor Menschenrechten und Umweltschutz geht, verdeutlichte eine Szene bei der HV. Nachdem die Vertreter/innen des Dachverbandes der Kritischen Aktionäre, von urgewald e.V. und GegenStrömung ihre Reden gehalten hatten, in denen sie von der Allianz mehr Engagement beim Menschenrechts- und Umweltschutz einforderten und dies von den anwesenden 6000 Aktionär/innen mit Applaus honoriert wurde, ermahnte der scheidende Vorstandsvorsitzende Michael Diekmann die Aktionär/innen. Diejenigen die applaudieren, müssten sich bewusst sein, dass eine nachhaltige Unternehmenspolitik nicht umsonst zu haben sei und Kosten verursache, so Diekmann. Ein klarer Hinweis an die Aktionär/innen, dass verantwortliches Unternehmenshandeln angeblich nur mit Renditeverlusten zu machen sei und dies die Anleger/innen teuer zu stehen käme. Dass eine klima- und umweltschädliche Konzernpolitik, die Menschenrechtsverletzungen billigend in Kauf nimmt, langfristig mehr Schaden anrichtet, als ein rechtzeitiges Umsteuern zu einem tatsächlich nachhaltigen Unternehmenshandels, schien Diekmann nicht in den Sinn zu kommen. </span></span></p>
<div id="attachment_875" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/05/Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-875" class="wp-image-875 size-medium" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/05/Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015-300x191.png" alt="Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015" width="300" height="191" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015-300x191.png 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015-768x488.png 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015-100x64.png 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015-150x95.png 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015-200x127.png 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015-450x286.png 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015-600x382.png 600w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/05/Christian.Russau_Allianz.HV_6.5.2015.png 890w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-875" class="wp-caption-text">Christian Russau vom Dachverband der Kritischen Aktionäre auf der Allianz HV in München, 6. Mai 2015.</p></div>
<p><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">Die Widersprüche der Konzernpolitik in Sachen Nachhaltigkeit brachte der Vertreter des Dachverbands der kritischen Aktionäre, <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/05/Rede_Christian_Russau_Kritische_Aktionaere_Allianz_2015.pdf" target="_blank" rel="noopener">Christian Russau, in seiner Rede auf dem Punkt:</a> <i>„</i><i>Hierzulande, wo man ja selbst die schönen Flüsse und Seen genießen will, da setzt sich die Allianz-Stiftung für Renaturierung ein – in Brasilien, in Amazonien allemal, da hilft die Allianz kräftig mit, die Flüsse plattzumachen.“</i></span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-size: medium;">Auf die Frage, ob der Vorstand glaube, dass die Allianz-Stiftung dem eigenen Konzern ihren Umweltpreis verleihen würde, antworte Diekmann: <i>„Nein, ich glaube eher nicht.“</i> In Bezug auf die eigene Nachhaltigkeitsagenda war das einer der wenigen glaubhaften Einschätzungen der Allianz an diesem Tag. </span></span></p>
<p>Weitere Links:</p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/pm-allianz-problemkind-ist-noch-immer-kein-musterknabe/" target="_blank" rel="noopener">Pressemitteilung zur Allianz HV: Problemkind immer noch kein Musterknabe</a></p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/05/allianz_15_katrin_ganswindt-urgewald_rede.pdf" target="_blank" rel="noopener">Rede von Katrin Ganswindt von urgeald e.V. zur Kohlepolitik der Allianz AG</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>PM: Allianz: Problemkind ist noch immer kein Musterknabe</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/pm-allianz-problemkind-ist-noch-immer-kein-musterknabe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2015 11:16:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Belo Monte]]></category>
		<category><![CDATA[ECAs]]></category>
		<category><![CDATA[Hidrosogamoso]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Allianz]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptversammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gegenstroemung.org/web/?p=868</guid>

					<description><![CDATA[urgewald *** Dachverband der Kritischen Aktionäre *** GegenStrömung *** pax christi Nahost-Kommission *** Pro Regenwald Allianz: Problemkind ist noch immer kein Musterknabe Hausaufgaben beim Klimaschutz nicht gemacht Absicherung hoch problematischer Großprojekte Keine klaren Ausschlusskriterien beim Thema Rüstung (Berlin/Köln/München, 04.05.2015) Auf der Hauptversammlung des Allianz-Konzerns am kommenden Mittwoch verabschiedet sich Vorstandschef Michael Diekmann nach zehn Jahren&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="western"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">urgewald *** Dachverband der Kritischen Aktionäre *** GegenStrömung *** pax christi </span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nahost-Kommission *** Pro Regenwald </span></span></span></p>
<p class="western" align="justify"><strong>Allianz: Problemkind ist noch immer kein Musterknabe</strong></p>
<ul>
<li>
<h2 class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Hausaufgaben beim Klimaschutz nicht gemacht</span></span></h2>
</li>
<li>
<h2 class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Absicherung hoch problematischer Großprojekte</span></span></h2>
</li>
<li>
<h2 class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Keine klaren Ausschlusskriterien beim Thema Rüstung</span></span></h2>
</li>
</ul>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i><b><br />
</b></i></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><i>(Berlin/Köln/München, 04.05.2015)</i></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Auf der Hauptversammlung des Allianz-Konzerns am kommenden Mittwoch verabschiedet sich Vorstandschef Michael Diekmann nach zehn Jahren Amtszeit. Die Bilanz fällt aus Sicht von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen gemischt aus: „Herr Diekmann hat in den letzten Jahren seiner Amtszeit den Startschuss für den Aufbau eines konzernweiten Nachhaltigkeitsmanagements gegeben: </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Mittlerweile gibt es eine Nachhaltigkeitsabteilung und ein -Komitee, das von Vorstandsmitgliedern geleitet wird, sowie ein Prüfprozedere für heikle Branchen. </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Doch </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>leider scheut die Allianz jetzt vor weiteren konkreten Schritten zurück</b></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">: klare Umwelt- und Menschenrechtsstandards sowie eine Nachhaltigkeitsstrategie mit veröffentlichten Ausschlusskriterien für besonders problematische Branchen oder Kunden, um die schwarzen Schafe auszuschließen“, bilanziert Barbara Happe von der Umweltorganisation urgewald.</span></span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Denn, obwohl sich die Allianz als Versicherer das Thema Klimaschutz ganz groß auf die Fahnen schreibt, gehört der Konzern weiterhin zu den großen Kohleinvestoren der Welt. </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>In großem Maße legt der Konzern darüber hinaus sein Geld bei Öl- und Gaskonzernen wie Shell, Gazprom oder Chevron an.</b></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Sie gehören zu den größten „Carbon Majors“ – Unternehmen, die weltweit für die höchsten CO2-Emissionen durch die Förderung fossiler Brennstoffe verantwortlich sind. „Wenn die Allianz es mit ihrem Motto „Zukunft sichern“ ernst meint, reicht es nicht aus, auf die Förderung Erneuerbarer Energien zu setzen. Im Klimajahr 2015</span></span><sup><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><a class="sdfootnoteanc" href="#sdfootnote1sym" name="sdfootnote1anc"><sup>1</sup></a></span></span></sup><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> sollte sie klare Ausschlusskriterien formulieren und damit ein Zeichen gegen das fossile ‚business as usual‘ setzen“, fordert Katrin Ganswindt von urgewald. </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Andere Finanzinstitute sind hier bereits einige Schritte voraus.</b></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Mehrere skandinavische Versicherer wie z.B. Storebrand oder KLP haben sich bewusst von Vermögenswerten fossiler Unternehmen getrennt.</span></span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">In der Kritik steht der Konzern ferner für die </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Versicherung von großen Infrastrukturprojekten wie z.B. dem Belo-Monte-Staudamm in Brasilien</b></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">. Ende 2011 hatte die Allianz fünf Prozent der Versicherungssumme für die Baukosten des Staudamms zur Verfügung gestellt. Aktuell läuft i</span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">m brasilianischen Altamira der Countdown zur Flutung des Stausees für das Kraftwerk. Unter chaotischen Bedingungen versucht das Betreiberkonsortium Norte Energia die betroffenen 9.000 Familien, darunter 600 indigene Familien, schnellstmöglich umzusiedeln. Entschädigungen wurden gar nicht oder nur zum Teil ausgezahlt, Konsultationen mit der Bevölkerung vor Ort nach den Regeln der ILO-Konvention 169 haben nicht stattgefunden. Die Staatsanwaltschaft musste inzwischen eingeschaltet und ein Notfallteam in die Region entsandt werden, um die Rechte der Betroffenen zu garantieren. </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Über 1.000 Beschwerden wegen Regelverstößen</b></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> sind dabei in den letzten Wochen registriert worden. „Die Allianz verteidigt ihr Engagement trotzdem weiter damit, dass den erheblichen Eingriffen dauerhafter Nutzen gegenüber stehe. Wie zynisch muss das in den Ohren der Betroffenen klingen“, kritisiert David Vollrath von GegenStrömung. Christian Russau vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre wirft der Allianz Doppelmoral vor: „Hierzulande, wo man ja selbst die schönen Flüsse und Seen genießen will, da setzt sich die Allianz-Stiftung für Renaturierung ein – </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>in Brasilien, in Amazonien allemal, da hilft die Allianz kräftig mit, die Flüsse plattzumachen</b></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">.“</span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Auch beim Thema Rüstung steht der Konzern in der Kritik. </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Für Besorgnis sorgen Aktien, die Allianz für Dritte am israelischen Sicherheitskonzern Elbit Systems hält.</b></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Elbit hat Sicherheitstechnologie für die Mauer im von Israel besetzten Westjordanland geliefert. Laut einem Gutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag verstößt die Mauer gegen internationales Recht. Mehr als 20 große Finanzinstitute und Pensionsfonds haben deswegen in den letzten Jahren sämtliche Beteiligungen an Elbit beendet. „Es </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">ist ein Skandal, dass die Allianz im Rahmen ihrer Vermögensverwaltung weiterhin bereit ist, das Geld ihrer Kunden in Unternehmen anzulegen, die internationales Völkerrecht verletzen. </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Anscheinend geht bei der Allianz Profit immer noch vor Menschenrechtsschutz</b></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">“, erklärt Manfred Budzinski von der Nahost-Kommission bei pax christi. </span></span></span></p>
<p class="western" align="justify">„<span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Beim Thema Nachhaltigkeit sind andere Finanzdienstleister weiter als die Allianz. Wenn sich der Konzern wirklich vom Problemkind zum Musterknaben entwickeln will, dann muss er jetzt Pflöcke einschlagen und vollmundigen Bekenntnissen konkrete Taten folgen lassen“, resümiert Happe.</span></span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><u><b>Kontakte und weitere Informationen:</b></u></span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Barbara Happe, urgewald e.V., 0172/6814474, </span></span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><a class="western" href="mailto:barbara@urgewald.org"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">barbara@urgewald.org</span></span></span></span></a></span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Katrin Ganswindt, urgewald e.V., </span></span><span style="font-family: Helvetica, sans-serif;">0176/32411130, </span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><a class="western" href="mailto:katrin@urgewald.org"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">katrin@urgewald.org</span></span></span></span></a></span></span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Christian Russau, Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, </span></span> </span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">0171/2095585, </span></span></span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><a class="western" href="mailto:christian.russau@FDCL.org"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">christian.russau@FDCL.org</span></span></span></a></span></span> </span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">David Vollrath, GegenStrömung, 0152/54183289, </span></span></span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><a class="western" href="mailto:david.vollrath@gegenstroemung.org"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">david.vollrath@gegenstroemung.org</span></span></span></a></span></span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><u>Studie:</u></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> Der Belo-Monte-Staudamm und die Rolle europäischer Konzerne (GegenStrömung, infoe), Link: </span></span></span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><a class="western" href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2014/07/GegenStrömung_Belo-Monte-und-Europ-Konzerne_2014.pdf"><span style="color: #0d37a4;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><u>https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2014/07/GegenStrömung_Belo-Monte-und-Europ-Konzerne_2014.pdf</u></span></span></span></a></span></p>
<div id="sdfootnote1">
<p class="sdfootnote-western" align="justify"><a class="sdfootnotesym" href="#sdfootnote1anc" name="sdfootnote1sym">1</a> <span style="font-family: Arial, sans-serif;">Damit der diesjährige UN-Klimagipfel im November in Paris die ersehnte Wende in den Klimaverhandlungen bringen kann, wurde das Klimajahr 2015 ausgerufen. Damit wollen Zivilgesellschaft und Teile der Wirtschaft die Anstrengungen der Politik unterstützen.</span></p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Munich Re muss Verantwortung zeigen&#8220; &#8211; Gegenreden auf der Aktionärsversammlung der Munich Re</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/munich-re-muss-verantwortung-zeigen-gegenreden-auf-der-aktionaersversammlung-der-munich-re/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2015 14:42:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Belo Monte]]></category>
		<category><![CDATA[ECAs]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Münchener Messe versammelten sich am Donnerstag, den 23. April 2015 AktionärInnen zur Hauptversammlung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, kurz Munich Re. Auch in diesem Jahr hatten GegenStrömung sowie der Dachverband der Kritischen Aktionäre und urgewald e.V. Gegenreden vorbereitet, um den AktionärInnen von Munich Re zu verdeutlichen, dass die Nachhaltigkeitsagenda des weltweit größten Rückversicherers bisher nicht viel&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Münchener Messe versammelten sich am Donnerstag, den 23. April 2015 AktionärInnen zur Hauptversammlung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, kurz Munich Re. Auch in diesem Jahr hatten GegenStrömung sowie der Dachverband der Kritischen Aktionäre und urgewald e.V. Gegenreden vorbereitet, um den AktionärInnen von Munich Re zu verdeutlichen, dass die Nachhaltigkeitsagenda des weltweit größten Rückversicherers bisher nicht viel mehr als leere Worte beinhaltet.</p>
<p>So erklärte der Vorstandsvorsitzende der Munich Re, Nikolaus von Bomhard, in seiner Auftaktrede den ca. 4000 anwesenden AktionärInnen, dass die Maßnahmen gegen den Klimawandel von &#8222;herausragender Bedeutung&#8220; seien. Nur ein paar Sätze später bilanzierte Bomhard dann stolz , dass sein Unternehmen in den letzten fünf Jahren &#8222;hohe zweistellige Millionenbeträge&#8220; in die klimaschädliche Kohleindustrie investiert habe. Barbara Happe von urgewald e.V. konstatierte <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/04/Rede_Barbara_Happe_Urgewald_Kritische_Aktionaere-MunichRe-2015-2.pdf" target="_blank" rel="noopener">in ihrer Rede</a> folgerichtig:  <em>&#8222;Wer glaubwürdig und nachhaltig sein will, muss bereit sein, klar und deutlich zu sagen, was mit ihm geht und was nicht. Ein paar grüne Tupfer und ansonsten „business as usual“ – das genügt nicht.&#8220;</em></p>
<div id="attachment_834" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/04/Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-834" class="wp-image-834 size-medium" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/04/Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2-300x157.png" alt="Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2" width="300" height="157" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2-300x157.png 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2-768x403.png 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2-100x52.png 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2-150x79.png 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2-200x105.png 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2-450x236.png 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2-600x315.png 600w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Verena-Glass_Christian_Russau_MuRe_23.4.15_2.png 886w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-834" class="wp-caption-text">Verena Glass (mit Christian Russau) hält ihre Rede auf der Munich Re Hauptversammlung.</p></div>
<p>Für die Hauptversammlung war auch Verena Glass aus Brasilien angereist. Die Vertreterin der Basisbewegung Xingu vivo para sempre berichtete <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/04/Rede_Verena_Glass_Xingu_Vivo_para_Sempre_MunichRE-2015.pdf" target="_blank" rel="noopener">in ihrer Rede</a> von den aktuellen Ereignissen im brasilianischen Altamira. Dort wird der Mega-Staudamm Belo Monte gebaut, mit verheerenden sozialen und ökologischen Folgen: <em>&#8222;Das alles ist so schlimm, dass vom Pflichtverteidiger des Bundes (von der Defensoria Pública da União) eine Notfallgruppe von Anwälten nach Altamira entsandt wurde. Diese Notfallgruppe von Anwälten sah sich binnen kürzester Zeit mehr als 1.000 Einzelklagen der ärmsten Bevölkerungsschicht vor Ort gegenüber&#8220;, </em>schilderte Verena Glass. Munich Re hat 25 Prozent der Rückversicherungssumme von Belo Monte übernommen und erhält dafür 15,5 Millionen Euro Prämie. Obwohl es seit Beginn des Projektes schwere Verstöße gegen Menschenrechte und Umweltgesetze gibt, wegen denen Munich Re auch 2012 aus dem Nachhaltigkeitsindex GCX entfernt wurde, bestreitet der Konzern-vorstand nach wie vor die negativen Folgen von Belo Monte. Überhaupt zeigen sich die Verantwortlichen bei Munich Re erstaunlich ahnungslos. Als Verena Glass den aktuellen und größten Korruptionsskandal in Brasilien seit Jahrzehnten anspricht, der weltweit durch die Medien geht und an dem auch Baufirmen beteiligt sind, die den Belo-Monte-Staudamm bauen, erklärte der Vorstand, dass er von dem Skandal erst durch die anwesenden NGOs GegenStrömung und urgewald erfahren hätte. Auf die Frage von Verena Glass, ob die Munich Re aus Fehlern lernen und zukünftig auf die Beteiligung an menschenrechtlich und ökologisch problematischen Staudammprojekten im Amazonasgebiet verzichten wird, erklärte Bomhard lapidar, dass er dafür keine Notwendigkeit sehe.</p>
<p>Während sich die Munich Re in München für die Renaturierung der Isar einsetzt, beteiligt sich der Konzern mit der Rückversicherung von großen Staudammprojekten in Amazonien an der Zerstörung der Umwelt. Neben Belo Monte ist die Munich Re auch an den Staudämmen Teles Pires und Santo Antonio im brasilianischen Amazonas beteiligt. Auch beiden beiden Projekten kam es zur Verletzung von Menschen- und Umweltrechten. Die Doppelmoral der Nachhaltigkeitsagenda von Munich Re brachte <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/04/Rede_Christian_Russau_Kritische_Aktionaere_MunichRe-April-2015.pdf" target="_blank" rel="noopener">Christian Russau vom Dachverband der Kritischen Aktionäre in seiner Rede</a> auf den Punkt. <em>&#8222;Angesichts des Engagements der Munich RE bei Staudämmen und Flusszerstörung in Brasilien, fragt man sich doch: Stecken da nur Profitstreben und Ignoranz gepaart mit Unwissenheit dahinter? In München, wo man ja selbst die schöne Isar genießen will, da setzt man sich für Renaturierung ein – in Brasilien, in Amazonien allemal, ja, das ist weit weg, da helfen wir kräftig mit, die Flüsse plattzumachen.&#8220;</em></p>
<div id="attachment_835" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-835" class="wp-image-835 size-medium" src="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15-300x198.png" alt="Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15" width="300" height="198" srcset="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15-300x198.png 300w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15-1024x675.png 1024w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15-768x506.png 768w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15-100x66.png 100w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15-150x99.png 150w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15-200x132.png 200w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15-450x297.png 450w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15-600x395.png 600w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15-900x593.png 900w, https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2015/04/Bischof-Erwin-Kräutler_MuRe_23.4.15.png 1032w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-835" class="wp-caption-text">Bischof Erwin Kräutler setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte indigener Gruppen in Brasilien ein. (Foto: Verena Glass)</p></div>
<p>Die letzte Rede hielt David Vollrath von GegenStrömung. Er las stellvertretend <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/04/Brief_Bischof_Erwin_Kräutler_MunichRe-2015.pdf" target="_blank" rel="noopener">einen </a><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2015/04/Brief_Bischof_Erwin_Kräutler_MunichRe-2015.pdf" target="_blank" rel="noopener">Brief von Bischof Erwin Kräuter vor</a>, den dieser anlässlich der Munich Re Hauptversammlung geschickt hatte. Kräutler ist Bischof der größten brasilianischen Diözese Xingu, der Region in der der Belo-Monte-Staudamm gebaut wird. Er setzt sich seit Jahren für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein. <em>&#8222;Mit dem Bau von Belo Monte hat die brasilianische Regierung die Bundesverfassung verletzt und gegen internationale Abkommen verstoßen. Sie hat die volle Verantwortung für den kulturellen und sogar physischen Tod dieser Völker zu tragen&#8220;</em>, lässt sich Bischof Kräuter zitieren und schließt seine Rede mit warnenden Worten: <em>&#8222;Jede Firma, die sich an Belo Monte beteiligt, zeichnet sich mitverantwortlich für diese Menschenrechts- und Umweltkatastrophe.&#8220;</em></p>
<p>Weitere Links:</p>
<p>Das Belo-Monte-Dossier: <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/wp-content/uploads/2014/07/GegenStrömung_Belo-Monte-und-Europ-Konzerne_2014.pdf" target="_blank" rel="noopener">Der Belo-Monte-Staudamm und die Rolle europäischer Konzerne</a></p>
<p><a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/pm-nachhaltigkeit-ganz-klein-geschrieben-aussitzen-statt-einmischen/" target="_blank" rel="noopener">Pressemitteilung zur Hauptversammlung der Munich Re</a></p>
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		<title>PM: Nachhaltigkeit ganz klein geschrieben – Aussitzen statt Einmischen</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/pm-nachhaltigkeit-ganz-klein-geschrieben-aussitzen-statt-einmischen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thilo Papacek]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2015 14:52:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Munich RE: Nachhaltigkeit ganz klein geschrieben – Aussitzen statt Einmischen (Zwangs-)Umsiedlungen beim Großstaudamm Belo Monte; fundamentale Rechte von Betroffenen werden missachtet Nationaler Korruptionsskandal greift auf Belo Monte über Bischof klagt über „Umwelt- und Menschenrechtskatastrophe“ São Paulo/München/Köln/Berlin, 21. April 2015 Anlässlich der Hauptversammlung der Munich RE am kommenden Donnerstag in München kritisieren Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><b>Munich RE: Nachhaltigkeit ganz klein geschrieben – Aussitzen statt Einmischen</b></span></p>
<ul>
<li>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">(Zwangs-)Umsiedlungen beim Großstaudamm Belo Monte; fundamentale Rechte von Betroffenen werden missachtet</span></span></p>
</li>
<li>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Nationaler Korruptionsskandal greift auf Belo Monte über </span></span></p>
</li>
<li>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Bischof klagt über „Umwelt- und Menschenrechtskatastrophe“</span></span></p>
</li>
</ul>
<p class="western" align="justify"><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">São Paulo/</span></span></em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><i>München/Köln/Berlin, 21. April 2015</i></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> Anlässlich der Hauptversammlung der Munich RE am kommenden Donnerstag in München kritisieren Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen die Rückversicherung verschiedener Großstaudammprojekte durch die Munich RE, darunter Belo Monte in Brasilien, sowie für sportliche Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft und Olympia.</span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Im brasilianischen Altamira läuft aktuell der Count-Down zur Flutung des Stausees für das Kraftwerk Belo Monte. Unter chaotischen Bedingungen und mit fragwürdigen Mitteln versucht das Betreiberkonsortium Norte Energia die betroffenen 9.000 Familien, darunter 600 indigene Familien, schnellstmöglich umzusiedeln. Die Staatsanwaltschaft musste inzwischen eingeschaltet und ein Notfallteam in die Region entsandt werden, um die Rechte der Betroffenen auf Entschädigung und/oder Umsiedlung zu garantieren. Über 1.000 Beschwerden wegen Regelverstößen sind dabei in den letzten Wochen registriert worden.</span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Der katholische Bischof der Diözese Altamira und Träger des „Alternativen Nobelpreises“, Erwin Kräutler, informiert die Munich RE in einem Brief, der auf der Hauptversammlung verlesen wird, über die Situation vor Ort. „Ich bin Bischof am Xingu-Fluss im brasilianischen Amazonas und das Wahnsinnsprojekt Belo Monte wird vor meiner Haustüre gebaut. Ich weiß, wovon ich rede, wenn ich erkläre, dass (&#8230;) Belo Monte nichts mit &#8217;sauberer&#8216; Energie zu tun hat“, so der aus Österreich stammende Bischof. An die 40.000 Menschen verlören in Altamira und Umgebung Haus und Hof und die meisten wüssten nicht einmal, wohin sie dann gehen sollen. „In den Monaten Februar und März dieses Jahres begann nun die Zerstörung der Häuser in der Region, die geflutet werden soll“, so Bischof Kräutler. Zahlreiche von Fischern und Indigenen bewohnte Inseln und Uferlandschaften würden abgeholzt und die Leute abtransportiert. Sie bevölkern heute die Straßen von Altamira. „Jede Firma, die sich an Belo Monte beteiligt, zeichnet sich mitverantwortlich für diese Menschenrechts- und Umweltkatastrophe“, mahnt Erwin Kräutler. Die Munich RE hat 2011 25% der Rückversicherungssumme für den Bau des Staudamms übernommen.</span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Verena Glass von der Widerstandsbewegung Xingu Vivo para Sempre ist extra aus Brasilien angereist, um über die aktuelle Situation vor Ort zu berichten. Gegen sechs der zeh</span></span><span style="font-size: xx-small;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">n</span></span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> Firmen, die das Belo-Monte-Baukonsortium bilden, wird aktuell wegen der Verstrickung</span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> in einen landesweiten Korruptionsskandal ermittelt. Dabei geht es um Geldwäsche, Untreue, Kartellbildung und Korruption in Milliardenhöhe.</span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> Mittlerweile hat sich der Skandal auch auf das Staudammprojekt ausgeweitet. Neuesten Ermittlungen zufolge wurden Schmiergelder in Höhe von mindestens 30 Mio. Euro an Regierungsparteien gezahlt, um an die lukrativen Bauaufträge für Belo Monte zu gelangen. „Doch das kümmert die Munich RE anscheinend nicht – der Konzern vertraut weiter darauf, dass die Firmen bei Belo Monte schon alles richtig machen. Das ist ein Skandal. Die Munich RE darf sich nicht länger hinter dem Argument verstecken, dass jedes Einmischen und jede Kontaktaufnahme mit staatlichen Behörden oder Betroffenen über das Vertragsverhältnis hinausgehen. Kein Aktionär will Dividende auf Kosten von Menschenrechten in Brasilien“, fordert Verena Glass.</span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Umweltorganisationen wie GegenStrömung und urgewald hatten bereits in den beiden vergangenen Jahren den Vorstand der Munich RE auf die Menschenrechtsverletzungen beim Staudammbau Belo Monte hingewiesen. „Obwohl Vorstandschef Dr. Nikolaus von Bomhard schon vor zwei Jahren eingeräumt hat, dass dieses Projekt auch zahlreiche Risiken in sich birgt, scheint der Konzern die Probleme jetzt einfach aussitzen zu wollen“, kritisiert David Vollrath von GegenStrömung.</span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Belo Monte ist dabei nicht der einzige Großstaudamm, den die Munich RE in den letzten Jahren in Brasilien rückversichert hat. Auch bei anderen Staudämmen in Brasilien wie Teles Pires oder Santo Antonio kam es wiederholt zu Baustopps, zuletzt im November 2014, weil betroffene indigene Gemeinschaften auch hier nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, angemessen konsultiert und Umweltauflagen nicht angemessen umgesetzt worden sind. „Dies zeigt, dass es sich bei Belo Monte nicht um einen bedauerlichen Einzelfall handelt, sondern dass die Prüfverfahren der Munich RE in Sachen Umwelt- und Menschenrechtsschutz noch immer ein Armutszeugnis sind. Im Spannungsfeld zwischen Ertragsorientierung und ökologisch-sozialer Nachhaltigkeit zieht letztere immer noch den Kürzeren“, resümiert Barbara Happe von urgewald.</span></span></p>
<p class="western" align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Die Munich RE steht zudem wegen der Rückversicherung sportlicher Großereignisse wie der Fußballweltmeisterschaft und Olympia in der Kritik. Christian Russau von den Kritischen Aktionären wirft dem Konzern vor, sich zu sehr mit FIFA und IOC zu verbandeln. „Die Münchener Rück hat die WM in Brasilien mit gut einer halben Milliarde Euro rückversichert und sich nie für das Schicksal der brasilienweit bis zu 250.000 Menschen interessiert, die wegen WM und Olympia von Zwangsräumung bedroht sind oder bereits geräumt wurden“, so Russau. „Allein die Presseberichte zu den bei WM-Bauten in Katar zu Tode gekommenen Bauarbeitern sollten die Munich RE doch endlich wachrütteln und sie sollte ihre Geschäftsbeziehungen zur FIFA aufkündigen.“</span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Gegenanträge:</b></span></span> <span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="text-decoration: underline;"><a class="western" href="http://www.kritischeaktionaere.de/"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">www.kritischeaktionaere.de</span></span></a></span></span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Kontakt und weitere Informationen:</b></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: 'Liberation Serif', serif;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">&#8211; Verena Glass (Xingu Vivo para Sempre), ab 21.4.2015 mobil erreichbar über Christian Russau: 0171 – 209 5585, christian.russau@FDCL.org</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">&#8211; Barbara Happe (urgewald), mobil: 0172 – 681 4474, barbara@urgewald.de</span></span></p>
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