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	<title>Klamath River &#8211; GegenStrömung</title>
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	<title>Klamath River &#8211; GegenStrömung</title>
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		<title>Quelle des Lebens? Flüsse, Wasserkraft und die Klimakrise</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/quelle-des-lebens-fluesse-wasserkraft-und-die-klimakrise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tanja Löbbecke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Sep 2025 19:35:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Frei Fließende Flüsse]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[COP30]]></category>
		<category><![CDATA[Klamath River]]></category>
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					<description><![CDATA[Online-Seminar von GegenStrömung, Stiftung Living Rivers und der FUE-AG Wasser in Kooperation mit RiosToRivers, dem Klimakollektiv &#38; weiteren Partnern Mittwoch, 15. Oktober 2025 I 17:00 – 18:45 Uhr (8.00 a.m.m to 9.45 a.m. Pacific time) &#160; Flüsse sind die Lebensadern unseres Planeten. Sie bieten mit ihren Auen vielfältige natürliche Lebensräume für Wanderfische, Kleintiere und viele&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Online-Seminar von <a href="https://www.gegenstroemung.org/">GegenStrömung</a>, <a href="https://www.living-rivers.eu/de/home/">Stiftung Living Rivers</a> und der FUE-AG Wasser in Kooperation mit <a href="https://www.riostorivers.org/">RiosToRivers</a>, dem <a href="https://klimakollektiv.org/">Klimakollektiv</a> &amp; weiteren Partnern<br />
</strong>Mittwoch, 15. Oktober 2025 I 17:00 – 18:45 Uhr (<strong>8.00 a.m.m to 9.45 a.m. Pacific time)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Flüsse sind die Lebensadern unseres Planeten. Sie bieten mit ihren Auen vielfältige natürliche Lebensräume für Wanderfische, Kleintiere und viele semiaquatische Arten. Gleichzeitig stellen sie Kristallisationsräume für die menschliche Nutzung und Besiedlung bereit, werden eingedeicht, kanalisiert und mit Querbauwerken aufgestaut, um landwirtschaftliche Bewässerung zu ermöglichen, Wasserkraft zu erzeugen, vor Hochwasser zu schützen und auch um Trinkwasser bereitzustellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während Großstaudämme erhebliche Mengen an elektrischer Energie erzeugen, blockieren sie Fischwanderwege und stellen traditionelle Lebensweisen indigener Völker zur Disposition. Tausende von geplanten Staudammprojekten gefährden die letzten frei fließenden Flüsse der Welt. Während in Südamerika und an vielen anderen Orten weltweit neue Staudammprojekte vorangetrieben werden gibt es auch Bemühungen, besonders wertvolle Lachs- und Forellenflüsse durch Rückbau von Stauanlagen gezielt zu Restaurieren. Mit unserem Online-Seminar wollen wir einen Beitrag leisten, das Bewusstsein über die Bedeutung von Flüssen in den Klimaverhandlungen zu stärken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir lassen uns direkt von der Geschichte des erfolgreichen Rückbaus von 4 Staudämmen am Klamath River berichten. Mit dem <strong>Klamath River Accord</strong> richtet sich die staudammkritische Bewegung direkt an die Klima-COP 30 in Belem, Brasilien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die brasilianische Anti-Staudammbewegung stellt auf dem Workshop ihre Situation dar und ihre alternativen Projekte vor. Mit den Aktivist*innen der brasilianischen Bewegung MAB planen wir die Beteiligung und Aktionen zur Klima COP 30. Wir stellen auch den Bezug zur Klimabewegung in Deutschland her. Das Klimakollektiv wird von den Aktionstagen an der Weser berichten, die sich der zerstörerischen Futtermittelindustrie widmen und ihre auch für 2026 geplanten Flusscamps vorstellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Onlineseminar soll als Kombination von Kurzvorträgen und Arbeitsgruppen stattfinden.- Wir streben Übersetzung in Deutsch, Englisch und Spanisch an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Programm</strong><br />
17:00-17:10 Uhr Begrüßung und Einführung<br />
<strong>17:10-17:30 Uhr</strong> <strong>Klamath River – the Largest Dam Removal in US History</strong><br />
<strong>Klamath River – First Descent</strong>, Brook Thompson, Yurok &amp; Karuk Native<br />
<strong>Klamath River Accord</strong>, Hayley Stuart, Ríos to Rivers<br />
(Vorträge auf Englisch)<br />
<strong>17:30-17:45 Uhr Anti-Staudamm-Bewegung in Brasilien + lokale Projekte</strong><br />
Moises, MAB, Brasilien (Vortrag auf Spanisch)<br />
<strong>17:45-18:00 Uhr Futtermittelanbau und Klimaschutz – Aktionstage und Flusscamps</strong><br />
Alex Wernke, Klima*Kollektiv<br />
<strong>18:00-18:30 Uhr Arbeitsgruppen / Breakout – Rooms</strong><br />
<strong>A) Aktionen und Beiträge zur Kima-Cop30 in Belém/Brasilien</strong><br />
<strong>Moderatorin:</strong> Heike Drillisch, GegenStrömung<br />
<strong>B) Schutz und Renaturierung von Flüssen, Staudammrückbau. Internationale</strong><br />
<strong>Vernetzung und Unterstützung. Moderator:</strong> Michael Bender (Living Rivers)<br />
<strong>C) Deutsche Verantwortung. Geplante Aktionen und Kampagnen in</strong><br />
<strong>Deutschland</strong><br />
<strong>Moderator</strong>: Alex Wernke, Klima*Kollektiv<br />
<strong>18:30-18:40 Berichte aus den Diskussionsgruppen / Breakout-Rooms</strong><br />
<strong>18:40-18:45 Uhr Abschluss und Ausblick</strong><br />
<strong>Moderation:</strong> Michael Bender (Stiftung Living Rivers / GRÜNE LIGA)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Agenda finden Sie hier: <a href="https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2025/09/Online_Seminar_Dams_Climate_COP30_15Okt2025_Programm-1.pdf">Online_Seminar_Dams_Climate_COP30_15Okt2025_Programm</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Anmeldung</strong> bitte per Mail an <a href="mailto:hrkalovic@forumue.de">hrkalovic@forumue.de</a> (bis 13. Oktober möglich).</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rückbau von vier Staudämmen am Klamath River im Norden Kaliforniens soll 2023 erfolgen</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/rueckbau-von-vier-staudaemmen-am-klamath-river-im-norden-kaliforniens-soll-2023-erfolgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2022 09:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Klamath River]]></category>
		<category><![CDATA[Rückbau]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach jahrzehntelangen Verhandlungen soll nächstes Jahr im hohen Norden Kaliforniens das größte Staudammprojekt in der Geschichte der Vereinigten Staaten beginnen. Der erste von vier veralteten Dämmen am Klamath River soll im Herbst 2023 fallen. GegenStrömung berichtet mehrfach hier. Zwei weitere in der Nähe und einer jenseits der Staatsgrenze, in Oregon, werden daraufhin folgen. Die Federal&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach jahrzehntelangen Verhandlungen soll nächstes Jahr im hohen Norden Kaliforniens das größte Staudammprojekt in der Geschichte der Vereinigten Staaten beginnen. Der erste von vier veralteten Dämmen am Klamath River soll im Herbst 2023 fallen. GegenStrömung berichtet mehrfach <a href="https://www.gegenstroemung.org/tag/klamath-river/">hier</a>. Zwei weitere in der Nähe und einer jenseits der Staatsgrenze, in Oregon, werden daraufhin folgen. Die Federal Energy Regulatory Commission, die das letzte Wort über die Beseitigung der Dämme hat, veröffentlichte im Februar den Entwurf einer Umweltverträglichkeitserklärung, in der die Vorteile des Vorhabens die Bedenken überwiegen. Eine aktualisierte Umweltverträglichkeitsprüfung der Bundesbehörde wird für September erwartet, und eine definitive Entscheidung darüber, ob der Abbau fortgesetzt werden kann, wird kurz danach fallen.</p>
<p>Der Plan, die Dämme abzureißen, ist das Ergebnis einer mindestens 20 Jahre währenden Debatte darüber, was mit der alten und zunehmend problematischen Infrastruktur des Flusses geschehen soll. Die Dämme, die sich im Besitz des Stromversorgers PacifiCorp befinden, einer Tochtergesellschaft des Milliardärs Warren Buffett (Berkshire Hathaway), müssen seit langem umfassend modernisiert werden, u. a. durch Fischtreppen, die vermutlich mehr kosten, als die Dämme als Wasserkraftwerke wert sind. Deshalb ist der Rückbau letztlich auch vom Besitzer befürwortet worden. Der Rückbau der vier Dämme am Klamath River soll rund eine halbe Milliarde Dollar kosten, die für das gemeinsame Vorhaben von Staat, Stämmen und Unternehmen benötigt wird, ist gesichert. Die Abrisspläne sind ausgearbeitet. Das Bauunternehmen steht fest. Die endgültige Genehmigung könnte bis Dezember erteilt werden. Im Jahr 2020 wurde das diesbezügliche Abkommen zur Finanzierung des Rückbaus beschlossen. PacifiCorp erklärte sich damals bereit, die Lizenz für die vier Dämme an die Bundesstaaten Kalifornien und Oregon sowie an die Klamath River Renewal Corp. zu übertragen. Im Rahmen der Vereinbarung, die auch von den indigenen Völkern der Yurok und Karuk unterzeichnet wurde, verpflichtete sich PacificCorp, 200 Millionen Dollar für die Beseitigung der Dämme bereitzustellen, und würde sich im Wesentlichen von den Anlagen und jeglicher potenzieller Haftung trennen. Der Rest der Finanzierung für den Rückbau stammt aus von den Wählern in Kalifornien genehmigten Wasseranleihen.</p>
<p>Die Federal Energy Regulatory Commission hat die endgültige Entscheidungsbefugnis über den Erhalt oder Rückbau der vier Staudämme am Klamath River. Sie veröffentlichte im Februar den Entwurf einer Umweltverträglichkeitserklärung, in der die Vorteile des Vorhabens die Bedenken überwiegen. Eine aktualisierte Umweltverträglichkeitsprüfung der Bundesbehörde wird für September erwartet, und eine Entscheidung darüber, ob der Abbau fortgesetzt werden kann, wird kurz danach fallen.</p>
<p>Derzeit laufen die letzten Vorbereitungsarbeiten: Wissenschaftler:innen versuchen sicherzustellen, dass die Fische und Wildtiere, die von der Entstehung eines neuen wilden Flusses profitieren sollen, beste Bedingungen vorfinden. Die Entscheidung, die Staudämme zu entfernen, war nicht nur eine finanzielle Entscheidung, sondern wurde auch von denjenigen vorangetrieben, die auf eine Wiederbelebung der Pflanzen- und Tierwelt im Klamath-Becken hoffen. Die Hoffnung ist, dass die einheimische Flora und Fauna in der Region sich wieder erholen werde, wenn die im stehendem Gewässer sich bildenden Algen in den Stauseen an den Dämmen sich vermindern, die Strömung des Flusses schneller wird und sich die Wassertemperatur dadurch abkühlt und die Durchgängigkeit des Flusses weit offen ist. Denn vor allem geht es den Befürworter:innen des Rückbaus um die Fische. &#8222;Im Grunde ist dies ein Projekt zur Wiederherstellung der Fischbestände&#8220;, so Mike Belchik, leitender Fischereibiologe des Yurok-Volkes gegenüber <a href="https://www.sfchronicle.com/bayarea/article/California-dam-removal-17187703.php">dem San Francisco Chhronicle</a>, der seit langem den Rückgang der Lachse in seinem angestammten Gebiet im Einzugsgebiet beklagt.</p>
<p>In einem der jüngsten und bedeutendsten Tests, der zeigen soll, wie es den Fischen ergehen könnte, hat ein Team von Wissenschaftler:innen vor kurzem Tausende von Junglachsen in die Flüsse und Bäche flussaufwärts der Dämme entlassen, in Gebiete, in die Fische, die den Klamath hinaufwandern, nicht mehr gelangen konnten, seit die Dämme vor mehr als einem Jahrhundert den Zugang versperrten. Die Forscher verfolgen diese &#8222;experimentellen&#8220; Lachse mit dem Ziel, herauszufinden, ob die mehr als 300 Meilen Wasserwege im oberen Klamath-Becken für Fische noch geeignet sind. &#8222;Die Landschaft ist heute eine ganz andere als früher&#8220;, sagt Mark Hereford, Fischbiologe beim Oregon Department of Fish and Wildlife, der die Studie über die Fischpassage im Gebiet der Klamath Falls in Oregon leitet. &#8222;Wir sind uns nicht sicher, wie sich die Fische auf ihrer Wanderung durch das System verhalten werden.</p>
<p>Auf dem Spiel steht nicht weniger als die Zukunft des geschätzten Chinook-Lachses. Einst zählte der Klamath River Hunderttausende von Fischen und war damit die drittgrößte Lachswanderung an der Westküste. Nur die Populationen in den Flüssen Columbia und Sacramento waren noch größer.In den Vergangenheit hat das Yurok-Volk sogar aufgehört, bei seinem jährlichen Klamath-Lachsfest heimischen Lachs zu servieren.</p>
<p>Mit dem nun anstehenden Rückbau wird das Klamath River Flusssystem frei von Dämmen, wieder frei fließend und der Silberlachs (Coho Salmon), dessen Bestand im Fluss durch die unüberwindbaren Dämme um bis zu 95% zurückgegangen war, und der Königslachs (chinook salmon), dessen Bestand dort um bis zu 98% zurückgegangen war, können in Zukunft wieder frei und ungehindert ziehen. Eine der größten technischen Herausforderungen wird nicht der Rückbau des Betons sein, sondern die im Laufe der Jahrzehnte aufgelaufenden Sedimente im Flussbecken, im Reservoir und vor den Talsperren sein. Regen- und schneereiche Winter mit nachfolgenden Frühlingshochwassern würde wohl viele Sedimente von alleine wegtragen. Das Problem: Zuvor müssen die Sedimente auf Giftstoffe untersucht werden, denn niemand weiß, was sich in ihnen im Lauf der Jahre dort angesammelt haben könnte.</p>
<p>Der gleichzeitige Rückbau der vier Dämme am Klamath River wäre der bisher größte Rückbau von Dämmen in den USA auf einmal. Dabei folgt er einem Trend: Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation American Rivers führt ein umfangreiches Register über den Rückbau von Staudämmen in den USA. Laut der Erhebung von American Rivers wurden in den USA seit 1912 insgesamt an die 1.700 Dämme zurückgebaut. Durch den Rückbau entstanden tausende Kilometer frei fließender Flusslandschaften, mit allen Möglichkeiten von freiem Fischzug, Sedimentfracht und ungezügelter Biodiversität. So werden seit Jahren in den USA statistisch mehr Staudämme abgerissen als neue gebaut. American Rivers hat dazu auch eine interaktive Landkarte erstellt, die den Rückbau von Staudämmen in den USA dokumentiert: <a href="https://www.americanrivers.org/threats-solutions/restoring-damaged-rivers/dam-removal-map/">https://www.americanrivers.org/threats-solutions/restoring-damaged-rivers/dam-removal-map/</a></p>
<p>// <a href="https://www.outro-mundo.org" target="_blank" rel="noopener">christian russau</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Einigung über größten Staudamm-Rückbau in den USA erzielt</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/einigung-ueber-groessten-staudamm-rueckbau-in-den-usa-erzielt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2020 07:21:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frei Fließende Flüsse]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasserkraft und Biodiversität]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach jahrelangem Kampf um den Rückbau von vier Staudämmen am Klamath River in Oregon und Kalifornien wurde nun eine Einigung erzielt. Dem neuen Plan zufolge teilen sich die Bundesstaaten Oregon und Kalifornien sowie das Versorgungsunternehmen PacifiCorp, das die Wasserkraftdämme betreibt und sich im Besitz der Firma Berkshire Hathaway des Milliardärs Warren Buffett befindet, die neuesten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach jahrelangem Kampf um den Rückbau von vier Staudämmen am Klamath River in Oregon und Kalifornien wurde nun eine Einigung erzielt. Dem neuen Plan zufolge teilen sich die Bundesstaaten Oregon und Kalifornien sowie das Versorgungsunternehmen PacifiCorp, das die Wasserkraftdämme betreibt und sich im Besitz der Firma Berkshire Hathaway des Milliardärs Warren Buffett befindet, die neuesten Berechnungen zufolge auf 45 Millionen US-Dollar zusätzlich auflaufenden Kosten zu gleichen Teilen. Die Gesamtsumme des Abriss wird somit 495 Millionen US-Dollar betragen. Diese Einigung muss nun noch von den zuständigen Bundesbehörden bestätigt werden.<br />Die vier Dämme am Klamath River sollen ab 2022 nach mehr als hundert Jahren Betrieb zurückgebaut werden. Damit wird das Klamath River Flusssystem frei von Dämmen, wieder frei fließend und der Silberlachs (Coho Salmon), dessen Bestand im Fluss durch die unüberwindbaren Dämme um bis zu 95% zurückgegangen war, und der Königslachs (chinook salmon), dessen Bestand dort um bis zu 98% zurückgegangen war, können in Zukunft wieder frei und ungehindert ziehen.<br />Eine der größten technischen Herausforderungen wird nicht der Rückbau des Betons sein, sondern die im Laufe der Jahrzehnte aufgelaufenden Sedimente im Flussbecken, im Reservoir und vor den Talsperren sein. Regen- und schneereiche Winter mit nachfolgenden Frühlingshochwassern würde wohl viele Sedimente von alleine wegtragen. Das Problem: Zuvor müssen die Sedimente auf Giftstoffe untersucht werden, denn niemand weiß, was sich in ihnen im Lauf der Jahre dort angesammelt haben könnte.<br />Der gleichzeitige Rückbau der vier Dämme am Klamath River wäre der bisher größte Rückbau von Dämmen in den USA auf einmal. Dabei folgt er einem Trend: Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation American Rivers führt ein umfangreiches Register über den Rückbau von Staudämmen in den USA. Laut der Erhebung von American Rivers wurden in den USA seit 1912 insgesamt an die 1.700 Dämme zurückgebaut. Durch den Rückbau entstanden tausende Kilometer frei fließender Flusslandschaften, mit allen Möglichkeiten von freiem Fischzug, Sedimentfracht und ungezügelter Biodiversität. So werden seit Jahren in den USA statistisch mehr Staudämme abgerissen als neue gebaut. American Rivers hat dazu auch eine interaktive Landkarte erstellt, die den Rückbau von Staudämmen in den USA dokumentiert: <a href="https://www.americanrivers.org/threats-solutions/restoring-damaged-rivers/dam-removal-map/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.americanrivers.org/threats-solutions/restoring-damaged-rivers/dam-removal-map/</a><br />// <a href="https://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Anhaltender Streit um Rückbau der Staudämme am Klamath River in den USA</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/anhaltender-streit-um-rueckbau-der-staudaemme-am-klamath-river-in-den-usa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2020 09:17:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Klamath River]]></category>
		<category><![CDATA[Rückbau]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Klamath River, einem Fluss im Süden Oregons und Norden Kaliforniens in den Vereinigten Staaten, sollen vier Dämme zurückgebaut werden. Die vier Dämme am Klamath River sollen ab 2021 nach mehr als hundert Jahren Betrieb zurückgebaut werden, damit der Lachs auf den zusammen rund 650 Kilometern des Klamath Rivers und seiner Zuflüsse wieder frei ziehen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am Klamath River, einem Fluss im Süden Oregons und Norden Kaliforniens in den Vereinigten Staaten, sollen vier Dämme zurückgebaut werden. Die vier Dämme am Klamath River sollen ab 2021 nach mehr als hundert Jahren Betrieb zurückgebaut werden, damit der Lachs auf den zusammen rund 650 Kilometern des Klamath Rivers und seiner Zuflüsse wieder frei ziehen kann. Diesen Sommer kam es zu <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.latimes.com/world-nation/story/2020-07-17/regulators-throws-wrench-klamath-river-dam-demolition-plan" target="_blank">neuen Unstimmigkeiten über den Rückbau</a> zwischen Behörden, Betroffenen und Eigentümer:innen der Dämme, wobei es größtenteils um Finanzierungs- und Haftungsfragen ging, was eine Verschiebung des Rückbaus <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.opb.org/article/2020/09/05/plan-to-remove-four-klamath-river-dams-may-stall-again/" target="_blank">auf frühestens 2022 bedeutet</a>. Doch noch ist immer nichts endgültig entschieden, <a href="https://www.bbc.com/future/article/20201110-the-largest-dam-removal-project-in-american-history?ocid=fbfut&amp;fbclid=IwAR2FY6t2SNPSDTw9XM8sdUAAogXC90nKxQozi6ziu7FRFL4z7nbI2l8p6CQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">noch immer wird zäh verhandelt</a>, dies liegt, so die Kritik der First Nations, die von den Dämmen besonders betroffen sind, auch am Eigentümer, dem Multimillardär Warren Buffett.</p>



<p>Mitglieder der Karuk, Yurok, Klamath und Hoopa-Tal haben gemeinsam mit Fischer:innen, Klamath-Flussnutzer:innen und Nichtregierungsorganisationen aus dem ganzen Land einen landesweiten Aktionstag zur Beseitigung der Klamath-Staudämme <a href="https://kymkemp.com/2020/10/21/warren-buffett-target-of-klamath-river-day-of-action/">am 23. Oktober veranstaltet</a>. Sie fordern, dass Warren Buffet, der Eigentümer von Pacific Power und der Klamath-Flussdämme, sein Versprechen einhält, die Dämme zu entfernen.<br />&#8222;Es ist uns klar, dass Pacificorp den Prozess der Staudammentfernung absichtlich hinauszögert, um an diesen Denkmälern des Kolonialismus und den Werkzeugen des Völkermords festzuhalten&#8220;, sagte Annelia Hillman, eine Yurok und Sprecherin der Klamath Justice Coalition. &#8222;Sie haben die Gelegenheit, ein Beispiel dafür zu geben, wie das korporative Amerika mit PoC-Gemeinschaften und Indigenen umgehen sollte. Stattdessen scheinen sie entschlossen zu sein, Lachs, Gemeinschaften und Volkswirtschaften auf Kosten ihrer eigenen Kunden zu zerstören. Wir weigern uns, dieses Schicksal zu akzeptieren. Die Dämme müssen fallen!&#8220;<br />Die Gruppen haben auf dem Aktionstag erneut dazu aufgerufen, sich für das Überleben des Pazifischen Lachses, die Rechte der amerikanischen Ureinwohner und sauberes Wasser einzusetzen und sich ihnen anzuschließen.<br />Die vier Dämme – Iron Gate, Copco 1, Copco 2 und J.C. Boyle – blockieren den freien Flusslauf und hindern so den pazifischen Lachs und die Stahlkopfforelle an ihrer natürlichen Wanderroute zum Laichen. So ist der Flusslauf des Klamath River vom Oberen Klamath Lake bis zum Pazifischen Ozean, wo er bei Requa, rund 250 Kilometer flussabwärts gelegen, ins Meer mündet, noch immer blockiert, durch die vier Dämme. 2018 hatte die Klamath River Renewal Corporation den 2.300 Seiten starken Rückbaubauplan vorgelegt, der festlegt, wie die vier Dämme zurückgebaut, die Staureservoirs nach und nach geleert, wo und das Abraummaterial gelagert bzw. genutzt werden soll und wie das vormals geflutete Land renaturiert werden soll.<br />Als im Jahr 2000 – anlässlich der Entscheidung über die Konzessionsverlängerung für die Dämme nach 50 Jahren Konzession – die Behörden die Eigentümer:innen und die interessierte Öffentlichkeit zu Gesprächen luden, da waren sie dann auch gleich da: die Gegner:innen der Dämme, die indigenen Karuk, die Umweltschützer:innen und Aktivist:innen. Diese protestierten sogar in Schottland, weil die Besitzerin der Dämme, PacifiCorp, damals noch Scottish Power gehörte. Im Jahr 2004 fuhren die Karuk und Umweltschützer :innen zur Jahreshauptversammlung von Scottish Power und forderten ihren Fluss zurück – frei fließend und endlich wieder voll mit Lachs und Forrellen. Aber noch immer ohne Erfolg. Wenige Jahre später verkaufte Scottish Power die Dämme an Berkshire Hathaway Energy, und so trugen die Aktivist:innen den Kampf nach Omaha, in Nebraska, wo Berkshire Hathaways Besitzer, Warren Buffett, seinen Hauptsitz hat. Doch auch dieser ließ sich nicht vom zwanglosen Zwang des besseren Arguments für den Rückbau überzeugen. Erst als Jahre später eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt wurde und schwarz auf weiß fest stand, dass Betrieb und Unterhalt der in die Jahre gekommenen Dämme in Zukunft teurer wären als der Rückbau, kam ab 2010 Bewegung in die Sache. Von den für den Rückbau veranschlagten knapp 400 Millionen US-Dollar kommen 200 Millionen über eine Stromumlage der PacifiCorp-Kund:innen und die andere Hälfte wird aus Mitteln von Proposition 1 getragen, einer Wasseranleihe, die der Staat Kalifornien im Jahre 2014 eingerichtet hatte.<br />Eine der größten technischen Herausforderungen wird nicht der Rückbau des Betons sein, sondern die im Laufe der Jahrzehnte aufgelaufenden Sedimente im Flussbecken, im Reservoir und vor den Talsperren sein. Regen- und schneereiche Winter mit nachfolgenden Frühlingshochwassern würde wohl viele Sedimente von alleine wegtragen. Das Problem: Zuvor müssen die Sedimente auf Giftstoffe untersucht werden, denn niemand weiß, was sich in ihnen im Lauf der Jahre dort angesammelt haben könnte.<br />Der gleichzeitige Rückbau der vier Dämme am Klamath River wäre der bisher größte Rückbau von Dämmen in den USA auf einmal. Dabei folgt er einem Trend: Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation American Rivers führt ein umfangreiches Register über den Rückbau von Staudämmen in den USA. Laut der Erhebung von American Rivers wurden in den USA seit 1912 insgesamt an die 1.700 Dämme zurückgebaut. Durch den Rückbau entstanden tausende Kilometer frei fließender Flusslandschaften, mit allen Möglichkeiten von freiem Fischzug, Sedimentfracht und ungezügelter Biodiversität. So werden seit Jahren in den USA statistisch mehr Staudämme abgerissen als neue gebaut. American Rivers hat dazu auch eine interaktive Landkarte erstellt, die den Rückbau von Staudämmen in den USA dokumentiert: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.americanrivers.org/threats-solutions/restoring-damaged-rivers/dam-removal-map/" target="_blank">https://www.americanrivers.org/threats-solutions/restoring-damaged-rivers/dam-removal-map/</a></p>



<p>// <a href="https://www.outro-mundo.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener">christian russau</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Klamath River: Das größte Dammrückbauvorhaben in den USA nimmt Gestalt an</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/klamath-river-das-groesste-dammrueckbauvorhaben-in-den-usa-nimmt-gestalt-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 18:18:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Klamath River]]></category>
		<category><![CDATA[Lachs]]></category>
		<category><![CDATA[Rückbau]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Klamath River sollen ab 2021 vier Dämme zur Wasserkrafterzeugung nach mehr als hundert Jahren Betrieb zurückgebaut werden, damit der Lachs auf rund 650 Kilometern des Klamath Rivers und seiner Zuflüsse wieder frei ziehen kann. Dies berichtet newsdeeply in der neuesten Ausgabe . Denn die vier Dämme &#8211; Iron Gate, Copco 1, Copco 2 und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Klamath River sollen ab 2021 vier Dämme zur Wasserkrafterzeugung nach mehr als hundert Jahren Betrieb zurückgebaut werden, damit der Lachs auf rund 650 Kilometern des Klamath Rivers und seiner Zuflüsse wieder frei ziehen kann. Dies <a href="https://www.newsdeeply.com/water/articles/2018/07/19/heres-how-the-largest-dam-removal-project-in-the-u-s-would-work">berichtet newsdeeply in der neuesten Ausgabe</a> . Denn die vier Dämme &#8211; Iron Gate, Copco 1, Copco 2 und J.C. Boyle &#8211; blockieren den freien Flusslauf und hindern so den paziischen Lachs und die Stahlkopfforrelle anihrer natürlichen Wanderroute zum Laichen. So würde der Flusslauf des Klamath River vom Oberen Klamath Lake bis zum Pazifischen Ozean, wo er bei Requa, rund 250 Kilometer flussabwärts gelegen, ins Meer mündet.<br />
Ende Juni hat die Klamath River Renewal Corporation den 2.300 Seiten starken Rückbaubau vorgelegt, der festlegt, wie die vier Dämme zurückgebaut, die Staureservoirs nach und nach geleert, wo und das Abraummaterial gelagert bzw. genutzt werden soll und wie das vormals geflutete Land renaturiert werden soll. Die Bundesbehörde für Energiefragen Federal Energy Regulatory Commission (FERC) sowie unabhängige Gutachter werden dieses Dokument nun studieren und &#8211; falls es keine weiteren rechtlichen Einwände oder unvorhergesehene Hindernisse gibt &#8211; soll ab 2021 der Rückbau beginnen.<br />
Als in Jahr 2000 &#8211; anlässlich der Entscheidung über die Konzessionsverlängerung für die Dämme nach 50 Jahren Konzession &#8211; die Behörden die Eigentümer und die interssierte Öffentlichkeit zu Gesprächen ludan, da waren sie dann auch da: die Gegner der Dämme, die indigenen Karuk, die UmweltschützerInnen und AktivistInnen. Diese protestierten sogar in Schottland, weil die Besitzerin der Dämmme PacifiCorp damals noch Scottish Power gehörte. Im Jahr 2004 fuhren die Karuk und Umweltschützer zur Jareshauptversammlung von Scottish Power und forderten ihren Fluss zurück &#8211; frei fliessend und endlich wieder voll mit Lachs und Forrellen. Aber noch ohne Erfolg. Wenige Jahre später verkaufte Scottish Power die Dämme an Berkshire Hathaway Energy, und so trugen die AktivistInnen den Kampf nach Omaha, in Nebraska, wo Berkshire Hathaways Besitzer, Warren Buffett, seinen Hauptsitz hat. Doch auch dieser liess sich nicht vom zwanglosen Zwang des besseren Arguments für den Rückbau überzeugen. Erst als Jahre später eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt wurde und schwarz auf weiss fest stand, dass Betrieb und Unterhalt der in die Jahre gekommenen Dämme in Zukunft teurer wären als der Rückbau, kam bewegung in die Sache. Von den für den Rückbau veranschlagten knapp 400 Millionen US-Dollar kommen 200 Millionen über eine Stromumlage der PacifiCorp-KundInnen und die andere Hälfte wird aus Mitteln von Proposition 1 getragen, einer Wasseranleihe, die der Staat Kalifornien im Jahre 2014 eingerichtet hatte.<br />
Eine der größten technischen Herausforderungen wird nicht der Rückbau des Betons, sondern die im Laufe der Jahrzehnte aufgelaufenden Sedimente im Flussbecken, im Reservoir und vor den Talsperren sein. Regen- und schneereiche Winter mit nachfolgenden Frühlingshochwassern würde wohl viele Sedimente von alleine wegtragen. Das Problem: zuvor müssen die Sedimente auf Giftstoffe untersucht werden, denn niemand weiß, was sich in ihnen im Lauf der Jahre dort angesammelt haben könnte.<br />
Der gleichzeitige Rückbau der vier Dämme am Klamath River wäre der bisher größte Rückbau von Dämmen in den USA auf einmal. Dabei folgt er einem Trend: Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation American Rivers führt ein umfangreiches Register über den Rückbau von Staudämmen in den USA und hat am 13. Februar 2018 die Zahlen für 2017 bekannt gegeben. Demnach wurden im vergangenen Jahr 86 Staudämme in den USA zurückgebaut. 2014 lag diese Zahl noch bei 78. Durch den Rückbau der 86 Dämme wurden 550 Meilen von Flüssen wieder zu frei fliessenden Flüssen. In den 21 Bundesstaaten Alaska, California, Connecticut, Iowa, Indiana, Kentucky, Massachusetts, Maine, Michigan, Minnesota, Nevada, New Hampshire, New Jersey, North Carolina, Ohio, Oregon, Pennsylvania, Tennessee, Vermont, Washington und Wisconsin wurden Dämme zurückgebaut, wobei Pennsylvania mit 16 Dämmen die Liste anführte, geflgt von Kalifornien mit 10 und Massachusetts mit insgesamt 9 Dämmen.<br />
Laut den Zahlen von American Rivers wurden in den USA seit 1912 insgesamt 1.492 Dämme zurückgebaut. Dabei wurde die Mehrzahl der Dämme, 1.275, in den vergangenen dreissig Jahren zurückgebaut. Durch den Rückbau entstanden tausende Kilometer frei fließender Flusslandschaften, mit allen Möglichkeiten von freiem Fischzug, Sedimentfracht und ungezügelter Biodiversität. So werden seit Jahren in den USA statistisch mehr Staudämme abgerissen als neue gebaut. American Rivers hat dazu auch eine interaktive Landkarte erstellt, die den Rückbau von Staudämmen in den USA dokumentiert: <a href="http://www.americanrivers.org/initiatives/dams/dam-removals-map/">http://www.americanrivers.org/initiatives/dams/dam-removals-map/ </a></p>
<p>// <a href="http://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>
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