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	<title>Äthiopien &#8211; GegenStrömung</title>
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	<title>Äthiopien &#8211; GegenStrömung</title>
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		<title>Äthiopien startet mit Stromproduktion am Grand Ethiopian Renaissance-Staudamm, Ägypten protestiert scharf</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/aethiopien-startet-mit-stromproduktion-am-grand-ethiopian-renaissance-staudamm-aegypten-protestiert-scharf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 11:32:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Äthiopien hat die ersten Turbinen zur Stromproduktion an dem Grand Ethiopian Renaissance-Staudamm in betrieb gesetzt. Dies berichten übereinstimmend Medien. Der Äthiopische Regierungsschef Abiy Ahmed Ali war anwesend, als die erste von 13 Turbinen in Betrieb genommen wurde. Diese erste Turbine habe eine Leistung von 375 MW Stromproduktion. Nach der Bekanntgabe der Aufnahme der Sromproduktion an&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Äthiopien hat die ersten Turbinen zur Stromproduktion an dem Grand Ethiopian Renaissance-Staudamm in betrieb gesetzt. Dies berichten übereinstimmend <a href="https://www.dw.com/de/%C3%A4thiopien-beginnt-mit-stromproduktion-am-umstrittenen-nil-staudamm/a-60846616" target="_blank" rel="noopener">Medien</a>. Der Äthiopische Regierungsschef Abiy Ahmed Ali war anwesend, als die erste von 13 Turbinen in Betrieb genommen wurde. Diese erste Turbine habe eine Leistung von 375 MW Stromproduktion. Nach der Bekanntgabe der Aufnahme der Sromproduktion an dem zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan extrem umstrittenen Staudamm protestierte Ägypten <a href="https://www.arabnews.com/node/2029011/middle-east" target="_blank" rel="noopener">Medienberichten zufolge</a> auf das Schärfste. Äthiopien verstöße gegen die Verpflichtungen der Grundsatzerklärung von 2015, indem es einseitig mit der Stromerzeugung aus dem Renaissance-Damm beginnt, warnte das ägyptische Außenministerium den Medienberichten zufolge.</p>
<p>Das nach seiner Inbetriebnahme voraussichtlich größte Wasserkraftwerk Afrikas war ursprünglich als ein Staudamm zur Wasserkrafterzeugung mit 6,4 GW-Leistung geplant worden. Dem Plan nach sollten 16 Francis-Turbinen mit einer jeweiligen Leistung von 375 MW installiert werden. Diese könnten kumuliert über das Jahr eine Strommenge von 15.759 GW-Stunden erzeugen, doch 2019 wurde von den Behörden entschieden, die Zahl der Turbinen auf 13 zu senken, so dass der Staudamm bei Fertigstellung eine Gesamtleistung von 5,2 GW erzielen könnte. Im November vergangenen Jahres hatten Regierungsvertreter erklärt, dass der Baufortschritt des Staudamms zu diesem Zeitpunkt 82 Prozent erreicht habe. Im Sommer 2021 hatte Äthiopien während der Regenzeit die zweite Füllphase des Stausees begonnen.</p>
<p>Der Grand Ethiopian Renaissance Dam liegt am Blauen Nil – einem wichtigen Nebenfluss des Nils – in der nordwestlichen äthiopischen Region Benishangul-Gumuz, etwa 500 km nordwestlich von Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba und nur 15 km von der Grenze zum Sudan entfernt. Das Projekt wird von der Webuild Group, einer Tochtergesellschaft der italienischen Baufirma Salini Costruttori S.p.A., für das staatliche Unternehmen Ethiopian Electric Power gebaut. Nach seiner Fertigstellung wird es aus einem Hauptdamm aus Walzbeton und zwei Kraftwerken bestehen, die am linken und rechten Flussufer errichtet werden.</p>
<p>Der Grand Ethiopian Renaissance Dam soll Schätzungen zufolge bis zu fünf Milliarden US-Dollar Kosten und mit einem Staureservoir von 1.630 Quadratkilometern Afrikas größter Staudamm werden. Sein Fassungsvermögen soll bei Vollstauung 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen umfassen. Die Anrainerstaaten des Nils allerdings fürchten um ihre Wasserversorgung. Denn der blaue Nil ist die lebenswichtige Wasserader sowohl von Äthiopien als auch von Sudan und von Ägypten. Die sudanesischen Behörden hatten erklärt, dass der Staudamm zwar zur Regulierung des Nilwasserstandes und somit zur Verringerung des Überschwemmungsrisikos im Sudan beitragen könnte, doch das Land hat Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Projekts auf die Effizienz seines eigenen 280-MW-Roseries-Staudamms geäußert und einseitige Maßnahmen Äthiopiens zur Auffüllung des GERD-Reservoirs scharf verurteilt. Hinzu kommen angesichts des Klimawandels immer Bedenken über die Verteilung des knappen Gutes Wasser. Ägypten zeigt sich hingegen extrem besorgt um die Wasserzufuhr des Nils, wenn Äthiopien anfängt, den Grand Ethiopian Renaissance Damm am Blauen Nil zu stauen. Denn die jährliche Wassermenge des Nils insgesamt oszilliert zwischen 55 und 88 Mrd. Kubikmetern. Wird Äthiopien das Reservoir schnell oder langsam füllen, welche Auswirkungen wird das für die Wasserversorgung in Ägypten haben, fragen sich die Ägypter:innen seit Jahren. Eine Studie der Universität von Kairo sieht bei einer Fülldauer von drei Jahren einen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche in Ägypten in Höhe von schockierenden 51 Prozent, eine sechsjährige Fülldauer würde auch noch erschreckende 17 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Ägyptens in Mitleidenschaft ziehen.</p>
<p>Gegenwärtig berufen sich Ägypten und Sudan an das Nil-Abkommen von 1929, das 55 Milliarden der insgesamt 84 Milliarden Kubikmeter Wasser Ägypten und 18 Milliarden dem Sudan – somit das gesamte Nilwasser – zur landwirtschaftlichen Nutzung zuweist. Äthiopien wurde in dem damaligen Abkommen nicht beteiligt und bekam auch keine Wassermengen zugewiesen. Das damalige Abkommen räumt Ägypten und Sudan auch ein Vetorecht in Bezug auf jegliche stromaufwärts gerichtete Entwicklung ein. Äthiopien erkennt das Abkommen nicht an.</p>
<p>Seit einer Reihe von Jahren kommt es deshalb zu diplomatischen Verwicklungen und Streit zwischen den drei Anrainerstaaten. Selbst mehrere internationale Vermittlungsversuche (GegenStrömung berichtete u.a. <a href="https://www.gegenstroemung.org/blog/streit-zwischen-aethiopien-aegypten-und-sudan-um-den-grand-ethiopian-renaissance-staudamm-spitzt-sich-zu/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> und <a href="https://www.gegenstroemung.org/blog/einigung-zwischen-aethiopien-aegypten-und-sudan-um-den-staudamm-grand-ethiopian-renaissance-dam-in-aethiopien-am-blauen-nil-verzoegert-sich/">hier</a> und <a href="https://www.gegenstroemung.org/blog/streit-um-den-grand-ethiopian-renaissance-dam-am-blauen-nil-soll-bis-15-januar-beigelegt-werden/">hier</a>), kam es bislang noch zu keiner Einigung. Sowohl die Vereinten Nationen haben zu schlichten versucht, auch die USA und die Afrikanische Union hatten versucht, in dem Streit zu vermitteln. Im September vergangenen Jahres drang der UN-Sicherheitsrat die drei Staaten Ägypten, Äthiopien und den Sudan, die Verhandlungen im Rahmen eines von der Afrikanischen Union geleiteten Prozesses „in einer konstruktiven und kooperativen Weise“ wieder aufzunehmen.</p>
<p>// <a href="https://www.outro-mundo.org">Christian Russau</a></p>
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		<title>Äthiopien kurz vor Testphase der Wasserkrafterzeugung an Grand-Ethiopian-Renaissance-Damm</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/aethiopien-kurz-vor-testphase-der-wasserkrafterzeugung-an-grand-ethiopian-renaissance-damm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jan 2022 09:27:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Foto: Symbolbild freifliessender Flüsse (Foto:Verena Glass) Unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete die äthiopische Wochenzeitung Capital diese Woche, dass die Vorarbeiten für den Beginn der Probestromerzeugung mit den ersten Turbinen abgeschlossen seien. Die Probephase würde Turbinen mit einer geschätzten Leistung von 700 MW in Gang setzen. Dies berichtet unter Berufung auf äthiopische Presseberichte das Internetportal&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Foto: Symbolbild freifliessender Flüsse (Foto:Verena Glass)</p>
<p>Unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete die äthiopische Wochenzeitung Capital diese Woche, dass die Vorarbeiten für den Beginn der Probestromerzeugung mit den ersten Turbinen abgeschlossen seien. Die Probephase würde Turbinen mit einer geschätzten Leistung von 700 MW in Gang setzen. Dies berichtet unter Berufung auf äthiopische Presseberichte das <a href="https://www.powermag.com/ethiopian-gerd-mega-dam-readying-to-test-power-production/" target="_blank" rel="noopener">Internetportal Powermag</a>.</p>
<p>Das nach seiner Inbetriebnahme voraussichtlich größte Wasserkraftwerk Afrikas war ursprünglich als ein Staudamm zur Wasserkrafterzeugung mit 6,4 GW-Leistung geplant worden. Dem Plan nach sollten 16 Francis-Turbinen mit einer jeweiligen Leistung von 375 MW installiert werden. Diese könnten kumuliert über das Jahr eine Strommenge von 15.759 GW-Stunden erzeugen, doch 2019 wurde von den Behörden entschieden, die Zahl der Turbinen auf 13 zu senken, so dass der Staudamm bei Fertigstellung eine Gesamtleistung von 5,2 GW erzielen könnte. Im November vergangenen Jahres hatten Regierungsvertreter erklärt, dass der Baufortschritt des Staudamms zu diesem Zeitpunkt 82 Prozent erreicht habe. Im Sommer 2021 hatte Äthiopien während der Regenzeit die zweite Füllphase des Stausees begonnen.</p>
<p>Der Grand Ethiopian Renaissance Dam liegt am Blauen Nil &#8211; einem wichtigen Nebenfluss des Nils &#8211; in der nordwestlichen äthiopischen Region Benishangul-Gumuz, etwa 500 km nordwestlich von Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba und nur 15 km von der Grenze zum Sudan entfernt. Das Projekt wird von der Webuild Group, einer Tochtergesellschaft der italienischen Baufirma Salini Costruttori S.p.A., für das staatliche Unternehmen Ethiopian Electric Power gebaut. Nach seiner Fertigstellung wird es aus einem Hauptdamm aus Walzbeton und zwei Kraftwerken bestehen, die am linken und rechten Flussufer errichtet werden.</p>
<p>Der Grand Ethiopian Renaissance Dam soll Schätzungen zufolge bis zu fünf Milliarden US-Dollar Kosten und mit einem Staureservoir von 1.630 Quadratkilometern Afrikas größter Staudamm werden. Sein Fassungsvermögen soll bei Vollstauung 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen umfassen. Die Anrainerstaaten des Nils allerdings fürchten um ihre Wasserversorgung. Denn der blaue Nil ist die lebenswichtige Wasserader sowohl von Äthiopien als auch von Sudan und von Ägypten. Die sudanesischen Behörden hatten erklärt, dass der Staudamm zwar zur Regulierung des Nilwasserstandes und somit zur Verringerung des Überschwemmungsrisikos im Sudan beitragen könnte, doch das Land hat Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Projekts auf die Effizienz seines eigenen 280-MW-Roseries-Staudamms geäußert und einseitige Maßnahmen Äthiopiens zur Auffüllung des GERD-Reservoirs scharf verurteilt. Hinzu kommen angesichts des Klimawandels immer Bedenken über die Verteilung des knappen Gutes Wasser. Ägypten zeigt sich hingegen extrem besorgt um die Wasserzufuhr des Nils, wenn Äthiopien anfängt, den Grand Ethiopian Renaissance Damm am Blauen Nil zu stauen. Denn die jährliche Wassermenge des Nils insgesamt oszilliert zwischen 55 und 88 Mrd. Kubikmetern. Wird Äthiopien das Reservoir schnell oder langsam füllen, welche Auswirkungen wird das für die Wasserversorgung in Ägypten haben, fragen sich die Ägypter:innen seit Jahren. Eine Studie der Universität von Kairo sieht bei einer Fülldauer von drei Jahren einen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche in Ägypten in Höhe von schockierenden 51 Prozent, eine sechsjährige Fülldauer würde auch noch erschreckende 17 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Ägyptens in Mitleidenschaft ziehen.</p>
<p>Gegenwärtig berufen sich Ägypten und Sudan an das Nil-Abkommen von 1929, das 55 Milliarden der insgesamt 84 Milliarden Kubikmeter Wasser Ägypten und 18 Milliarden dem Sudan – somit das gesamte Nilwasser – zur landwirtschaftlichen Nutzung zuweist. Äthiopien wurde in dem damaligen Abkommen nicht beteiligt und bekam auch keine Wassermengen zugewiesen. Das damalige Abkommen räumt Ägypten und Sudan auch ein Vetorecht in Bezug auf jegliche stromaufwärts gerichtete Entwicklung ein. Äthiopien erkennt das Abkommen nicht an.</p>
<p>Seit einer Reihe von Jahren kommt es deshalb zu diplomatischen Verwicklungen und Streit zwischen den drei Anrainerstaaten. Selbst mehrere internationale Vermittlungsversuche (GegenStrömung berichtete u.a. <a href="https://www.gegenstroemung.org/blog/streit-zwischen-aethiopien-aegypten-und-sudan-um-den-grand-ethiopian-renaissance-staudamm-spitzt-sich-zu/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> und <a href="https://www.gegenstroemung.org/blog/einigung-zwischen-aethiopien-aegypten-und-sudan-um-den-staudamm-grand-ethiopian-renaissance-dam-in-aethiopien-am-blauen-nil-verzoegert-sich/">hier</a> und <a href="https://www.gegenstroemung.org/blog/streit-um-den-grand-ethiopian-renaissance-dam-am-blauen-nil-soll-bis-15-januar-beigelegt-werden/">hier</a>), kam es bislang noch zu keiner Einigung. Sowohl die Vereinten Nationen haben zu schlichten versucht, auch die USA und die Afrikanische Union hatten versucht, in dem Streit zu vermitteln. Im September vergangenen Jahres drang der UN-Sicherheitsrat die drei Staaten Ägypten, Äthiopien und den Sudan, die Verhandlungen im Rahmen eines von der Afrikanischen Union geleiteten Prozesses &#8222;in einer konstruktiven und kooperativen Weise&#8220; wieder aufzunehmen.</p>
<p>// <a href="https://www.outro-mundo.org">Christian Russau</a></p>
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		<title>Streit zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan um den „Grand Ethiopian Renaissance“-Staudamm spitzt sich zu</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/streit-zwischen-aethiopien-aegypten-und-sudan-um-den-grand-ethiopian-renaissance-staudamm-spitzt-sich-zu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2020 07:29:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Streit um den 6-GW-Staudamm „Grand Ethiopian Renaissance“ (GegenStrömung berichtete mehrmals), den Äthiopien am Blauen Nil derzeit errichtet und nahezu fertig gestellt hat, ist im Rahmen der am 9. Juni wieder aufgenommenen trilateralen Gesprächen zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan erneut eskaliert. Die Gespräche wurden ergebnislos abgebrochen. An den Gesprächen als Beobachter hatten auch die USA,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Streit um den 6-GW-Staudamm „Grand Ethiopian Renaissance“ (<a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/tag/grand-ethiopian-renaissance/">GegenStrömung berichtete mehrmals</a>), den Äthiopien am Blauen Nil derzeit errichtet und nahezu fertig gestellt hat, ist im Rahmen der am 9. Juni wieder aufgenommenen trilateralen Gesprächen zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan erneut eskaliert. Die Gespräche wurden <a href="https://www.nytimes.com/aponline/2020/06/18/world/middleeast/ap-ml-nile-dam-talks.html">ergebnislos abgebrochen</a>. An den Gesprächen als Beobachter hatten auch die USA, die Europäische Union und Südafrika teilgenommen.</p>



<p>Mitte der Woche wurde bekannt, dass die Gespräche zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan über den „Grand Ethiopian Renaissance“-Staudamm am Blauen Nil in Äthiopien erneut gescheitert waren. Ägypten fordert zudem die <a href="https://www.nytimes.com/reuters/2020/06/19/world/africa/19reuters-egypt-ethiopia-dam.html">Vermittlung der Vereinten Nationen</a>, sieht die Gesprächsbereitschaft am Ende, da Äthiopien einseitig auf seinen Vorstellungen <a href="https://www.middleeastmonitor.com/20200619-egypt-declares-end-of-renaissance-dam-negotiations-due-to-ethiopias-stubbornness/">beharre</a>. Sudan will die Gespräche verlängern, da es einerseits von künftig billigerem Strom aus dem äthiopischen Wasserkraftwerk profitieren könnte, aber gleichzeitig Risiken sieht für die eigenen Dämme und Wasserkraftwerke und auch auf gute diplomatischen Beziehungen zu Ägypten und Äthiopien <a href="https://www.middleeastmonitor.com/20200618-is-sudans-neutral-stance-hindering-agreement-over-ethiopias-renaissance-dam/">angewiesen ist</a>. Äthiopien seinerseits will ab kommenden Monat, dem Beginn der diesjährigen Regenzeit, das bei Potentialvollstauung mit 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen größte Staureservoir Afrikas <a href="https://www.nytimes.com/aponline/2020/06/18/world/middleeast/ap-ml-nile-dam-talks.html">zu fluten beginnen</a>. Der Streit dreht sich um den Zeitraum, in dem das Reservoir gefüllt werden soll. Äthiopien verlangt eine Fülldauer von sieben Jahren, Ägypten verlangt hierfür einen Zeitrahmen von zwölf bis 21 Jahren. Mit Wasser als der lebenswichtigsten &#8211; und in dieser Region knappen, daher umkämpften &#8211; Ressource bahnt sich ein internationaler Konflikt an, dessen Gefährlichkeit kaum zu unterschätzen ist.</p>



<p>Der Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil wäre bei Fertigstellung mit seinen bis zu fünf Milliarden US-Dollar Kosten und mit einem Staureservoir von 1.630 Quadratkilometern Afrikas größter Staudamm. Sein Fassungsvermögen soll bei Vollstauung 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen umfassen. Die Anrainerstaaten des Nils allerdings fürchten um ihre Wasserversorgung. Denn der blaue Nil ist die lebenswichtige Wasserader sowohl von Äthiopien als auch von Sudan und als Nil von ganz Ägypten. Ägypten zeigt sich extrem besorgt um die Wasserzufuhr des Nils, wenn Äthiopien anfängt, den Grand Ethiopian Renaissance Damm am Blauen Nil zu stauen. Denn die jährliche Wassermenge des Nils insgesamt oszilliert zwischen 55 und 88 Mrd. Kubikmetern. Wird Äthiopien das Reservoir schnell oder langsam füllen, welche Auswirkungen wird das für die Wasserversorgung in Ägypten haben, fragen sich die Ägypter seit Jahren. Eine Studie der Universität von Kairo sieht bei einer Fülldauer von drei Jahren einen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche in Ägypten in Höhe von schockierenden 51 Prozent, eine sechsjährige Fülldauer würde auch noch erschreckende 17 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Ägyptens in Mitleidenschaft ziehen.</p>



<p>Gegenwärtig berufen sich Ägypten und Sudan an das Nil-Abkommen von 1929, das 55 Milliarden der insgesamt 84 Milliarden Kubikmeter Wasser Ägypten und 18 Milliarden dem Sudan &#8211; somit das gesamte Nilwasser &#8211; zur landwirtschaftlichen Nutzung zuweist. Äthiopien wurde in dem damaligen Abkommen nicht beteiligt und bekam auch keine Wassermengen zugewiesen. Das damalige Abkommen räumt Ägypten und Sudan auch ein Vetorecht in Bezug auf jegliche stromaufwärts gerichtete Entwicklung ein. Äthiopien erkennt das Abkommen nicht an.</p>



<p>// <a href="http://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>



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		<title>Erneutes Säbelrasseln um den &#8222;Grand Ethiopian Renaissance&#8220;-Staudamm am Blauen Nil in Äthiopien</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/erneutes-saebelrasseln-um-den-grand-ethiopian-renaissance-staudamm-am-blauen-nil-in-aethiopien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2020 07:51:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
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					<description><![CDATA[Äthiopiens Armeechef, General Birhanu Jula, sprach mit internationalen Medien über den Bau des künftig größten Staudamms Afrikas, den 6-GW-Staudamm &#8222;Grand Ethiopian Renaissance&#8220;, den das Land am Blauen Nil derzeit errichtet und nahezu fertig gestellt hat. General Birhanu Jula ging auch auf die internationalen Spannungen ein, die der Bau zwischen den Anrainerstaaten Sudan und Ägypten mit&#8230;]]></description>
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<p>Äthiopiens Armeechef, General Birhanu Jula, sprach mit internationalen Medien über den Bau des künftig größten Staudamms Afrikas, den 6-GW-Staudamm &#8222;Grand Ethiopian Renaissance&#8220;, den das Land am Blauen Nil derzeit errichtet und nahezu fertig gestellt hat. General Birhanu Jula ging auch auf die internationalen Spannungen ein, die der Bau zwischen den Anrainerstaaten Sudan und Ägypten mit Äthiopien hervorruft und sprach gegenüber Ägypten eine unmißverständliche Drohung aus, sollte Ägypten weiterhin gegen Äthiopiens Pläne sein, das Wasserreservoir zu füllen: &#8222;[Die] Ägypter und der Rest der Welt wissen mehr als gut, wie wir Krieg führen, wann auch immer es dazu kommt&#8220;, <a href="https://apnews.com/0bcfcd87f75c8fd61c9eb55366515286">so General Birhanu Jula gegenüber AP</a>.</p>



<p>Dabei fährt der General eine diplomatisch deutlich härtere Linie als Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed, der zu Beginn der Woche Medien gegenüber die ausserordentliche Bedeutung einer diplomatischen Lösung betonte. Aber auch der Premierminister betonte, Äthiopien wolle &#8222;niemanden Schaden zufügen, aber zugleich wird es schwierig zu akzeptieren für uns sein, dass wir es nicht verdienten, Elektrizität haben.&#8220; Äthiopien sei es Leid, andere anzubetteln, während es gleichzeitig eine Bevölkerung habe, die zu 70 Prozent jung sei, so der Premierminister.</p>



<p>Mehrmals seit 2017 war es zu Dreiparteiengesprächen zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan gekommen (<a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/tag/grand-ethiopian-renaissance/">GegenStrömung berichtete mehrmals</a>), es hatte Fortschritte, aber auch Rückschritte gegeben, immer wieder durchschnitten von Säbelrassen, drohendem Abbruch und Vertagung der Gespräche, Mediationsgespräche der drei Parteien unter Mediation der USA und der Weltbank. Nun da der Bau beinahe fertiggestellt ist, spitzt sich die diplomatische Situation wieder zu.</p>



<p>Der Konflikt dreht sich um die Dauer der Füllung von Afrikas bei Fertigstellung künftig größten Wasserkraftwerks. Äthiopien plant die Füllung des Stausees in einem Zeitrahmen von sechs Jahren, Ägypten will eine Mindestdauer von zehn Jahren. Der Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil wäre bei Fertigstellung mit seinen bis zu fünf Milliarden US-Dollar Kosten und mit einem Staureservoir von 1.630 Quadratkilometern Afrikas größter Staudamm. Sein Fassungsvermögen soll bei Vollstauung 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen umfassen. Die Anrainerstaaten des Nils allerdings fürchten um ihre Wasserversorgung. Denn der blaue Nil ist die lebenswichtige Wasserader sowohl von Äthiopien als auch von Sudan und als Nil von ganz Ägypten. Ägypten zeigt sich extrem besorgt um die Wasserzufuhr des Nils, wenn Äthiopien anfängt, den Grand Ethiopian Renaissance Damm am Blauen Nil zu stauen. Denn die jährliche Wassermenge des Nils insgesamt oszilliert zwischen 55 und 88 Mrd. Kubikmetern. Wird Äthiopien das Reservoir schnell oder langsam füllen, welche Auswirkungen wird das für die Wasserversorgung in Ägypten haben, fragen sich die Ägypter seit Jahren. Eine Studie der Universität von Kairo sieht bei einer Fülldauer von drei Jahren einen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche in Ägypten in Höhe von schockierenden 51 Prozent, eine sechsjährige Fülldauer würde auch noch erschreckende 17 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Ägyptens in Mitleidenschaft ziehen.</p>



<p>// <a href="http://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>
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		<title>Einigung zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan um den Staudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam in Äthiopien am Blauen Nil verzögert sich</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/einigung-zwischen-aethiopien-aegypten-und-sudan-um-den-staudamm-grand-ethiopian-renaissance-dam-in-aethiopien-am-blauen-nil-verzoegert-sich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2020 15:56:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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					<description><![CDATA[Mitte Januar war von Medien berichtet worden, dass unter Vermittlung der USA die drei Staaten Ägypten, Sudan und Äthiopien eine Einigung über den Streit um den Staudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam in Äthiopien am Blauen Nil erzielt hätten. Neuesten Pressemeldungen zufolge aber will Äthiopien aber am turnusmässig geplanten Treffen für diese Woche nicht teilnehmen, &#8222;weil&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mitte Januar war <a href="https://www.heise.de/tp/features/Kein-Krieg-um-Wasserkraftwerk-4641595.html">von Medien</a> berichtet worden, dass unter Vermittlung der USA die drei Staaten Ägypten, Sudan und Äthiopien eine Einigung über den Streit um den Staudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam in Äthiopien am Blauen Nil erzielt hätten. Neuesten Pressemeldungen zufolge aber will Äthiopien aber am turnusmässig geplanten Treffen für diese Woche <a href="https://www.aljazeera.com/news/2020/02/ethiopia-skip-nile-dam-talks-egypt-sudan-200226174159957.html">nicht teilnehmen</a>, &#8222;weil die Delegation des Landes die Konsultationsprozesse mit den relevanten Stakeholdern noch nicht abgeschlossen&#8220; habe, teilte Äthiopiens Ministerium für Wasser, Bewässerung und Energie am Mittwoch mit. Bereits vergangene Woche hatte US-Außenminister Mike Pompeo anlässlich seines Staatsbesuchs in Äthiopien angedeutet, dass der Zeitplan so wohl nicht einzuhalten sei, da &#8222;noch sehr viel geklärt werden&#8220; müsse. Im Januar noch hatten Medien berichtet, es sei unter Vermittlung der USA gelungen, eine Einigung zu erzielen, die vorsehe, &#8222;dass Äthiopien zur nächsten Regenzeit im kommenden Sommer mit der Befüllung des Staudamms und gegen Ende 2020 mit der Produktion von Strom beginnen kann, sich aber zu Dürrekatastrophenschutzmaßnahmen zugunsten Ägyptens und des Sudans verpflichtet.&#8220;</p>



<p>Der Konflikt dreht sich um die Dauer der Füllung von Afrikas bei Fertigstellung künftig größten Wasserkraftwerks. Äthiopien plant die Füllung des Stausees in einem Zeitrahmen von sechs Jahren, Ägypten will eine Mindestdauer von zehn Jahren. Der Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil wäre bei Fertigstellung mit seinen bis zu fünf Milliarden US-Dollar Kosten und mit einem Staureservoir von 1.630 Quadratkilometern Afrikas größter Staudamm. Sein Fassungsvermögen soll bei Vollstauung 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen umfassen. Die Anrainerstaaten des Nils allerdings fürchten um ihre Wasserversorgung. Denn der blaue Nil ist die lebenswichtige Wasserader sowohl von Äthiopien als auch von Sudan und als Nil von ganz Ägypten. Ägypten zeigt sich extrem besorgt um die Wasserzufuhr des Nils, wenn Äthiopien anfängt, den Grand Ethiopian Renaissance Damm am Blauen Nil zu stauen. Denn die jährliche Wassermenge des Nils insgesamt oszilliert zwischen 55 und 88 Mrd. Kubikmetern. Wird Äthiopien das Reservoir schnell oder langsam füllen, welche Auswirkungen wird das für die Wasserversorgung in Ägypten haben, fragen sich die Ägypter seit Jahren. Eine Studie der Universität von Kairo sieht bei einer Fülldauer von drei Jahren einen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche in Ägypten in Höhe von schockierenden 51 Prozent, eine sechsjährige Fülldauer würde auch noch erschreckende 17 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Ägyptens in Mitleidenschaft ziehen.</p>



<p>// <a href="http://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>
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		<title>Streit um den Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil soll bis 15. Januar beigelegt werden</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/streit-um-den-grand-ethiopian-renaissance-dam-am-blauen-nil-soll-bis-15-januar-beigelegt-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2019 11:58:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[Dreiparteiengespräche zwischen Ägypten, Sudan und Äthiopien zur Beilegung des Streits um den Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil unter Vermittlung von Weltbank und der US-Regierung vereinbaren Einung bis Mitte Januar nächsten Jahres. Im Streit um die Flutung des am Blauen Nil von Äthiopien im Bau befindlichen Staudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam kam es am&#8230;]]></description>
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<p><em>Dreiparteiengespräche zwischen Ägypten, Sudan und Äthiopien zur Beilegung des Streits um den Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil unter Vermittlung von Weltbank und der US-Regierung vereinbaren Einung bis Mitte Januar nächsten Jahres.</em></p>



<p>Im Streit um die Flutung des am Blauen Nil von Äthiopien im Bau befindlichen Staudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam kam es am Mittwoch, dem 6. November, zu einem hochrangigen Treffen zwischen den Aussenministern Ägyptens, Sameh Shoukry, Sudans, Asmaa Abdullah, sowie Äthiopiens, Gedu Andargachew, unter Beisein von US-Finanzminister Steven Mnuchin sowie Weltbank-Präsident David Malpass in Washington. Da Treffen unter Vermittlung der USA war im Oktober von Ägypten gefordert worden (<a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/grand-ethiopian-renaissance-dam-internationale-mediation-des-konflikts-gefordert/">GegenStrömung berichtete</a>). Laut der <a href="https://home.treasury.gov/news/press-releases/sm827">auf der Webseite des US-Finanzministeriums veröffentlichten gemeinsamen Erklärung</a> sollen zwei weitere Treffen, am 9. Dezember und am 13. Januar, ebenfalls in Washington, stattfinden, um zum 15. Januar zu einer Einigung zu kommen.</p>



<p>Der Konflikt dreht sich um die Dauer der Füllung von Afrikas bei Fertigstellung künftig größten Wasserkraftwerks. Äthiopien plant die Füllung des Stausees in einem Zeitrahmen von sechs Jahren, Ägypten will eine Mindestdauer von zehn Jahren. Der Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil wäre bei Fertigstellung mit seinen bis zu fünf Milliarden US-Dollar Kosten und mit einem Staureservoir von 1.630 Quadratkilometern Afrikas größter Staudamm. Sein Fassungsvermögen soll bei Vollstauung 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen umfassen. Die Anrainerstaaten des Nils allerdings fürchten um ihre Wasserversorgung. Denn der blaue Nil ist die lebenswichtige Wasserader sowohl von Äthiopien als auch von Sudan und als Nil von ganz Ägypten. Ägypten zeigt sich extrem besorgt um die Wasserzufuhr des Nils, wenn Äthiopien anfängt, den Grand Ethiopian Renaissance Damm am Blauen Nil zu stauen. Denn die jährliche Wassermenge des Nils insgesamt oszilliert zwischen 55 und 88 Mrd. Kubikmetern. Wird Äthiopien das Reservoir schnell oder langsam füllen, welche Auswirkungen wird das für die Wasserversorgung in Ägypten haben, fragen sich die Ägypter seit Jahren. Eine Studie der Universität von Kairo sieht bei einer Fülldauer von drei Jahren einen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche in Ägypten in Höhe von schockierenden 51 Prozent, eine sechsjährige Fülldauer würde auch noch erschreckende 17 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Ägyptens in Mitleidenschaft ziehen.</p>



<p>// <a href="http://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>
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		<title>Grand Ethiopian Renaissance Dam: Internationale Mediation des Konflikts gefordert</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/grand-ethiopian-renaissance-dam-internationale-mediation-des-konflikts-gefordert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Oct 2019 11:08:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Nil]]></category>
		<category><![CDATA[Grand Ethiopian Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach Ägyptens Erklärung über den Stillstand, fordert das Land nun von Äthiopien und Sudan, eine internationale Mediation der Verhandlungen über den Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil &#8222;Die Gespräche sind aufgrund der Unflexibilität der äthiopischen Seite in eine Sackgasse geraten&#8220;, erklärte das ägyptische Ministerium für Wasserressourcen und Bewässerung in einer Erklärung gegenüber Medien. Das&#8230;]]></description>
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<p>Nach Ägyptens Erklärung über den Stillstand, fordert das Land nun von Äthiopien und Sudan, eine internationale Mediation der Verhandlungen über den Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil</p>



<p>&#8222;Die Gespräche sind aufgrund der Unflexibilität der äthiopischen Seite in eine Sackgasse geraten&#8220;, erklärte das ägyptische Ministerium für Wasserressourcen und Bewässerung in einer Erklärung <a href="https://www.reuters.com/article/us-ethiopia-dam-egypt/egypt-says-talks-over-ethiopias-nile-dam-deadlocked-calls-for-mediation-idUSKCN1WK0IE">gegenüber Medien</a>. Das Ministerium lies zudem verlauten, es habe &#8222;die Einbeziehung einer internationalen Partei in die Verhandlungen über den Renaissance-Staudamm gefordert, um zwischen den drei Ländern zu vermitteln und zu helfen und dergestalt zu einem fairen und ausgewogenen Abkommen zu gelangen&#8220;, hieß es nach bislang ergebnislosen Gesprächen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum zwischen den Wasserministern der drei Länder. Als mögliche Mediatorin des Konflikts wurden seitens Ägypten die Vereinigten Staaten genannt,  die &#8222;eine aktive Rolle in dieser Hinsicht&#8220; spielen könnten. In Reaktion darauf ließ das Weiße Haus in Washington in einer Erklärung verlautbaren, dass die Vereinigten Staaten &#8222;die laufenden Verhandlungen unterstützen, um eine kooperative, nachhaltige und für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung über die Befüllung und den Betrieb des Damms zu erreichen&#8220;. Äthiopiens Minister für Wasserressourcen, Seleshi Bekele, hingegen lehnte den ägyptischen Antrag auf eine extermen Mediator ab. &#8222;Warum brauchen wir neue Partner? Willst du die Verhandlungen auf unbestimmte Zeit verlängern&#8220;, sagte er zu Reportern. </p>



<p>Der Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil wäre bei Fertigstellung mit seinen bis zu fünf Milliarden US-Dollar Kosten und mit einem Staureservoir von 1.630 Quadratkilometern Afrikas größter Staudamm. Sein Fassungsvermögen soll bei Vollstauung 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen umfassen. Die Anrainerstaaten des Nils allerdings fürchten um ihre Wasserversorgung. Denn der blaue Nil ist die lebenswichtige Wasserader sowohl von Äthiopien als auch von Sudan und als Nil von ganz Ägypten. Ägypten zeigt sich extrem besorgt um die Wasserzufuhr des Nils, wenn Äthiopien anfängt, den Grand Ethiopian Renaissance Damm am Blauen Nil zu stauen. Denn die jährliche Wassermenge des Nils insgesamt oszilliert zwischen 55 und 88 Mrd. Kubikmetern. Wird Äthiopien das Reservoir schnell oder langsam füllen, welche Auswirkungen wird das für die Wasserversorgung in Ägypten haben, fragen sich die Ägypter seit Jahren. Eine Studie der Universität von Kairo sieht bei einer Fülldauer von drei Jahren einen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche in Ägypten in Höhe von schockierenden 51 Prozent, eine sechsjährige Fülldauer würde auch noch erschreckende 17 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Ägyptens in Mitleidenschaft ziehen.<br /> // <a href="http://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>
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		<title>Ägypten sieht Stillstand bei Gesprächen mit Äthiopien über Grand Ethiopian Renaissance Dam</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/aegypten-sieht-stillstand-bei-gespraechen-mit-aethiopien-ueber-grand-ethiopian-renaissance-dam/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2019 12:04:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Blauer Nil]]></category>
		<category><![CDATA[Grand Ethiopian Renaissance]]></category>
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					<description><![CDATA[Ägyptens Außenminister Samih Schukri erklärte am Sonntag, dass es bei den Gesprächen mit Äthiopien über den Staudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil noch immer keinen Durchbruch gebe. Die Gespräche waren nach einem Jahr Unterbrechung an Wochenende wieder aufgenommen worden. Ägypten, so Schukri gegenüber Medien, respektiere Äthiopiens Anrecht auf Entwicklung, werde aber Nachteile für&#8230;]]></description>
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<p>Ägyptens Außenminister Samih Schukri erklärte am Sonntag, dass es bei den Gesprächen mit Äthiopien über den Staudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil noch immer keinen Durchbruch gebe. Die Gespräche waren nach einem Jahr Unterbrechung an Wochenende wieder aufgenommen worden. Ägypten, <a href="https://www.washingtontimes.com/news/2019/sep/15/egypt-says-no-breakthrough-with-ethiopia-over-nile/">so Schukri gegenüber Medien</a>, respektiere Äthiopiens Anrecht auf Entwicklung, werde aber Nachteile für Ägypten nicht akzeptieren. Er erklärte zudem, Ägypten sei offen für eine bilaterale Einigung, werde aber auf keinen Fall unilaterale Fakten akzeptieren, die Äthiopien vor Ort schaffe.</p>



<p>Der Grand Ethiopian Renaissance Dam am Blauen Nil wäre bei Fertigstellung mit seinen bis zu fünf Milliarden US-Dollar Kosten und mit einem Staureservoir von 1.630 Quadratkilometern Afrikas größter Staudamm. Sein Fassungsvermögen soll bei Vollstauung 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen umfassen. Die Anrainerstaaten des Nils allerdings fürchten um ihre Wasserversorgung. Denn der blaue Nil ist die lebenswichtige Wasserader sowohl von Äthiopien als auch von Sudan und als Nil von ganz Ägypten. Ägypten zeigt sich extrem besorgt um die Wasserzufuhr des Nils, wenn Äthiopien anfängt, den Grand Ethiopian Renaissance Damm am Blauen Nil zu stauen. Denn die jährliche Wassermenge des Nils insgesamt oszilliert zwischen 55 und 88 Mrd. Kubikmetern. Wird Äthiopien das Reservoir schnell oder langsam füllen, welche Auswirkungen wird das für die Wasserversorgung in Ägypten haben, fragen sich die Ägypter seit Jahren. Eine Studie der Universität von Kairo sieht bei einer Fülldauer von drei Jahren einen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche in Ägypten in Höhe von schockierenden 51 Prozent, eine sechsjährige Fülldauer würde auch noch erschreckende 17 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Ägyptens in Mitleidenschaft ziehen.<br /> // <a href="http://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>
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		<title>Durchbruch beim Streit zwischen Ägypten und Äthiopien über den Grand Ethiopian Renaissance-Staudamm?</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/durchbruch-beim-streit-zwischen-aegypten-und-aethiopien-ueber-den-grand-ethiopian-renaissance-staudamm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2018 14:22:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Sonntag haben sich der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed und der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi in Kairo zu einem Zwei-Parteiengespräch über die Folgen des von Äthiopien am Blauen Nil im Bau befindlichen 6-Gigawatt-Staudamm Grand Ethiopian Renaissance-Staudamm getroffen, so diverse Pressberichte. Auf der anschließenden Pressekonferenz signalisierten beide erstmals einen Durchbruch bei dem Streit um die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag haben sich der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed und der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi in Kairo zu einem Zwei-Parteiengespräch über die Folgen des von Äthiopien am Blauen Nil im Bau befindlichen 6-Gigawatt-Staudamm Grand Ethiopian Renaissance-Staudamm getroffen, so <a href="https://www.reuters.com/article/us-egypt-ethiopia/egypt-ethiopia-agree-to-settle-differences-over-nile-mega-dam-idUSKBN1J60YL">diverse</a> <a href="http://www.dw.com/en/egypt-and-ethiopia-fend-off-water-wars-over-nile-mega-dam/a-44150983">Pressberichte</a>. Auf der anschließenden Pressekonferenz signalisierten beide erstmals einen Durchbruch bei dem Streit um die künftig während der Flutungsphase des Stausees anvisierte Durchflussmenge an Wasser. &#8222;Wir haben viel erreicht, um Vertrauen aufzubauen und die bilaterale Zusammenarbeit zu stärken&#8220;, sagte Ägyptens Präsident al-Sisi. &#8222;Wir werden uns um den Nil kümmern, und wir werden [Ägyptens] Anteil [am Wasser] beibehalten, und wir werden daran arbeiten, diese Quote zu erhöhen. Präsident al-Sisi und ich werden daran arbeiten&#8220;, sagte Ahmed der Presse. Obwohl keine genauen Angaben gemacht wurden, welche Füllmengen an Wasser in welcher Geschwindigkeit im Stausee, der mittlerweile zu 63 Prozent fertiggestellt ist, verbleiben soll, scheinen die sich in den vergangenen Monaten mehr und mehr zuspitzenden Konflikte zwischen Äthiopien und Ägypten damit zu entschärfen. Auch der Sudan ist betroffen, aber Medienberichten zufolge hatten sich Äthiopien und Sudan schon vor Monaten geeinigt. Nur zwischen Ägypten und Äthiopien schien es lange nicht zu einer Einigung zu kommen, mehrere Gesprächsrunden zuvor waren ergebnislos und teilweise mit gegenseitigen öffentlichen Anschuldigungen abgebrochen worden.</p>
<p>Der Grand Ethiopian Renaissance-Stausee, der Schätzungen zufolge bis zu fünf Milliarden US-Dollar kosten soll, wird mit 1.630 Quadratkilometern der größte des afrikanischen Kontinents werden. Sein Fassungsvermögen soll bei Vollstauung 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen umfassen. Die Anrainerstaaten des Nils allerdings fürchten um ihre Wasserversorgung. Denn der blaue Nil ist die lebenswichtige Wasserader sowohl von Äthiopien als auch von Sudan und als Nil von ganz Ägypten. Ägypten zeigt sich extrem besorgt um die Wasserzufuhr des Nils, wenn Äthiopien anfängt, den Grand Ethiopian Renaissance Damm am Blauen Nil zu stauen. Denn die jährliche Wassermenge des Nils insgesamt oszilliert zwischen 55 und 88 Mrd. Kubikmetern. Wird Äthiopien das Reservoir schnell oder langsam füllen, welche Auswirkungen wird das für die Wasserversorgung in Ägypten haben, fragen sich die Ägypter seit Jahren. Eine Studie der Universität von Kairo sieht bei einer Fülldauer von drei Jahren einen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche in Ägypten in Höhe von schockierenden 51 Prozent, eine sechsjährige Fülldauer würde auch noch erschreckende 17 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Ägyptens in Mitleidenschaft ziehen.</p>
<p>// <a href="http://www.outro-mundo.org">christian russau</a></p>
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		<title>Dreiparteiengespräche zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan über den 6-GW-Grand Ethiopian Renaissance-Staudamm erneut ergebnislos abgebrochen</title>
		<link>https://www.gegenstroemung.org/blog/dreiparteiengespraeche-zwischen-aethiopien-aegypten-und-sudan-ueber-den-6-gw-grand-ethiopian-renaissance-staudamm-erneut-ergebnislos-abgebrochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2018 13:06:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Staudämme]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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		<category><![CDATA[Blauer Nil]]></category>
		<category><![CDATA[Grand Ethiopian Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[Nil]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war mittlerweile die 18. Gesprächsrunde der drei Anrainerstaaten des Blauen Nils, Äthiopien, Sudan und Ägypten, die sich den allfälligen Fragen widmen sollte, in welchem Maße der in Kürze fertiggestellte 6-Gigawatt-Damm am blauen Nil geflutet werden soll. Im März 2015 hatten sich der ägyptische Präsident Abdel Fattah El-Sisi, der sudaneische Präsident Omar Al-Bashir und der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war mittlerweile die 18. Gesprächsrunde der drei Anrainerstaaten des Blauen Nils, Äthiopien, Sudan und Ägypten, die sich den allfälligen Fragen widmen sollte, in welchem Maße der in Kürze fertiggestellte 6-Gigawatt-Damm am blauen Nil geflutet werden soll. Im März 2015 hatten sich der ägyptische Präsident Abdel Fattah El-Sisi, der sudaneische Präsident Omar Al-Bashir und der äthiopische Premierminister Hailemariam Desalegn auf das konkrete Vorgehen der Dreiparteiengespräche geeinigt: Demnach sollte es zu einer Einigung über den Zeitrahmen der Flutungsphase kommen und somit über die Menge des jeweils je Monat seitens Äthiopiens im Reservoir des Grand Ethiopian Renaissance-Staudamm zurückzuhaltenden Wassers ein Kompromiss gefunden werden.</p>
<p>Dem war am letzten Freitag, bei der 18. Sitzungsrunde, wiederum nicht so. Laut dem sudanesischen Aussenminister Ibrahim Ghandour ergaben die 17-stündigen Gespräche keine Fortschritte in den umstrittenen Fragen. Details wollten weder er noch seine Amtskollegen aus Äthiopien und Ägypten gegenüber der Presse äußern. Es seien &#8222;technische Probleme, die noch zu klären seien&#8220;, ließen <a href="http://www.africanews.com/2018/04/06/three-nation-nile-talks-over-ethiopian-dam-collapse/">die Minister gegenüber den Medien verlauten</a>. &#8222;Wir haben den ganzen Tag miteinander geredet, wie uns unsere Staatsführer unserer drei Länder aufgetragen hatten, aber wir kamen zu keinem Ergebnis. Ich kann nicht genau spezifizieren, was diese Uneinigkeiten waren, aber es waren jedenfalls technische Aspekte&#8220;, so Ghandour gegenüber Reportern. Das letzte Treffen davor, das im November 2017 stattfand, war <a href="https://www.gegenstroemung.org/web/blog/dreiparteiengespraeche-zwischen-aethiopien-aegypten-und-sudan-ueber-flutungsregularien-fuer-den-6-gw-grand-ethiopian-renaissance-staudamm-ergebnislos-abgebrochen/">ebenfalls ergebnislos abgebrochen worden</a>. Wann nun eine neue Gesprächsrunde stattfinden werde, wurde nicht bekannt gegeben.</p>
<p>Der Grand Ethiopian Renaissance-Stausee, der Schätzungen zufolge bis zu fünf Milliarden US-Dollar kosten soll, wird mit 1.630 Quadratkilometern der größte des afrikanischen Kontinents werden. Sein Fassungsvermögen soll bei Vollstauung 63 Milliarden Kubikmeter Stauvermögen umfassen. Die Anrainerstaaten des Nils allerdings fürchten um ihre Wasserversorgung. Denn der blaue Nil ist die lebenswichtige Wasserader sowohl von Äthiopien als auch von Sudan und als Nil von ganz Ägypten. Ägypten zeigt sich extrem besorgt um die Wasserzufuhr des Nils, wenn Äthiopien anfängt, den Grand Ethiopian Renaissance Damm am Blauen Nil zu stauen. Denn die jährliche Wassermenge des Nils insgesamt oszilliert zwischen 55 und 88 Mrd. Kubikmetern. Wird Äthiopien das Reservoir schnell oder langsam füllen, welche Auswirkungen wird das für die Wasserversorgung in Ägypten haben, fragen sich die Ägypter seit Monaten. Eine Studie der Universität von Kairo sieht bei einer Fülldauer von drei Jahren einen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche in Ägypten in Höhe von schockierenden 51 Prozent, eine sechsjährige Fülldauer würde auch noch erschreckende 17 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Ägyptens in Mitleidenschaft ziehen.</p>
<p>Der Konflikt um Afrikas größtes Wasserkraftwerk wird sich zuspitzen – und wird definitiv auch eine politisch motivierte, geopolitische Machtkomponente haben.</p>
<p>// <a href="http://www.outro-mundo.org">Christian Russau</a></p>
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