Neuigkeiten zum umstrittenen Wasserkraftprojekt in der DR Kongo: Die Weltbank hat kürzlich eine erste Finanzierung in Höhe von 250 Millionen US-Dollar für das Mega-Staudammprojekt Inga 3 in der Demokratischen Republik Kongo bewilligt. Dies ist ein Schritt, der zivilgesellschaftliche Organisationen beunruhigt. Wie bereits in unserem Beitrag „Wasserstoffproduktion beim Mega-Staudamm Inga 3 am Kongo-Fluss?“ beschrieben wird von der NRO International Rivers befürchtet, dass durch den Bau der Wasserkraftwerke die reiche Biodiversität der Region gefährdet wird, dass die Rolle des Fluss Kongo als einem der weltgrößten natürlichen Mechanismen zur CO2-Versenkung durch Sedimentfracht in den Atlantik in Gefahr gerät und dass die vom Bau betroffenen lokalen Gemeinschaften in ihrem natürlichen Lebens- und Arbeitsumfeld bedroht werden. Zudem könnte Inga 3 mehr als 30.000 Menschen vertreiben, von denen viele bereits für den Bau von Inga 1 und 2 umgesiedelt wurden und immer noch auf Entschädigung warten.
Mehr Infos in Beiträgen zum Projekt sind hier und hier zu finden.



![Der Staudamm Belo Monte am Xingu-Fluss in Pará. Krasses Beispiel, wie Infrastrukturvorhaben in den politischen Zentralen des Landes über die Köpfe der lokal Betroffenen vor Ort hinweg entschieden wurde. Foto: Christian Russau [2016]](https://www.gegenstroemung.org/wp-content/uploads/2023/04/Belo_Monte_foto_christian_russau_2016-scaled-110x80.jpg)


