Symbolbild freifliessender Flüsse, Foto: Verena Glass

Tapajós-Fluss erneut im Fokus: Entwicklungsversprechen und Rechtsverletzungen

Baggern und Privatisieren für die Tapajós-Vertiefung löst massiven Protest von 14 Indigenen Völkern an Soja-Export-Terminal in Santarém aus. Protestcamp an der Zufahrt zum Soja-Terminal in Santarém. Aufnahme vom 23.01.2026. Foto (mit herzlicher Genehmigung): Comunicação CITA Von Christian Russau Einer der größten Flüsse Amazoniens – der Tapajós – steht wieder einmal im Mittelpunkt eines schweren Konflikts…

Der Belo-Monte-Staudamm und seine anhaltenden Auswirkungen

Im Anschluss an die Klimaverhandlungen (COP 30) in Belém in Brasilien hatte Heike Drillisch für GegenStrömung die Gelegenheit, an einer mehrtägigen Kanutour auf der Volta Grande des Xingu-Flusses teilzunehmen, die die dort lebenden und vom Belo-Monte-Staudamm betroffenen, indigenen Juruna organisierten. Der Belo-Monte-Staudamm ist der drittgrößte Staudamm der Welt und war gegen massiven Widerstand indigener Gemeinschaften…

Flüsse in Amazonien. Viele sind durch Quecksilber aus dem illegalen Bergbau verseucht. Foto: Christian Russau

Brasiliens CPT und CPP: Verteidigungsschrift für den Rio Tapajós

Am 29. Januar dieses Jahres haben die Comissão Pastoral da Terra (CPT) und der Conselho Pastoral dos Pescadores e Pescadoras (CPP) des Erzbistum Santarém sich in einer Verteidigungsschrift für den Rio Tapajós ausgesprochen und das Dekret 12.600/25 vehement abgelehnt, da es „den Weg freimacht für private Konzessionen und Auktionen, was direkt die Territorien von Indigenen…

Symbolbild freifliessender Flüsse, Foto: Verena Glass

Stellungnahme des zivilgesellschaftlichen Netzwerks AK Rohstoffe zum BMZ- Aktionsplan „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“

Am 14. Januar 2026 haben die zivilgesellschaftlichen Organisationen des AK Rohstoffe, unter ihnen GegenStrömung, eine Stellungsnahme an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gesendet. In diesem führen sie ihre Befürchtung aus, dass das BMZ durch den Aktionsplan „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“ und deren Ausrichtung eine folgenschwere Vernachlässigung seiner Kernaufgaben und…

Belo Monte. Foto: christian russau [2016]

Staudamm Belo Monte: Oberster Gerichtshof STF verurteilt Brasiliens Bundesregierung zur sofortigen Entschädigungszahlung an Indigene

Staudamm Belo Monte: Oberster Gerichtshof STF verurteilt Brasiliens Bundesregierung zur sofortigen Entschädigungszahlung an Indigene Von Christian Russau Belo Monte, der nach Itaipu zweitgrößte Staudamm Brasiliens, stand seit der politischen Entscheidung Brasílias zum Bau desselben in scharfer Kritik, seitens der Wissenschaftler:innen, die auf die sowohl sozialen, ökologischen, klimatischen und auch ökonomischen Folgen des Staudamms am Xingu-Fluss…

Wasserkraft-Vernetzung in Belém

Anlässlich der Klimaverhandlungen im November 2025 in Brasilien (COP30) haben Wasserkraft-Betroffene ein großes Vernetzungstreffen in Belém veranstaltet, an dem GegenStrömung teilnahm. Vor Ort tauschte sich GegenStrömung mit anderen Mitgliedern des Rivers-for-Climate-Netzwerks aus und beteiligte sich auf der COP an Side Events zum Thema Wasserkraft. Das „IV. Treffen der Betroffenen von Staudämmen, dem Energiemodell und der…

Symbolbild frei fliessender Flüsse. Foto: Verena Glass

Lehrstück politischen Protests der Basis: Indigene Munduruku blockieren den Eingang zur COP30 – und erhalten von der brasilianischen Regierung die Zusage auf FPIC

Es ist ein Lehrstück politischen Protests der Basis: Dutzende Indigene Munduruku blockierten am vergangenen Freitag in den Morgenstunden für mehrere Stunden den Eingang zur COP30 – und erhalten nun von der brasilianischen Regierung die Zusage auf freie, vorherige und informierte Konsultation (FPIC) für alle sie am Tapajós-Fluss betreffenden Projekte. Ein wichtiger Erfolg für die Munduruku!…

Flusswasser des Rio Doce nach dem Dammbruch der Samarco. Foto: christian russau [2016]

Zehn Jahre nach dem Samarco-Dammbruch bei Mariana urteilt ein Londoner Gericht: BHP Billiton haftet

    Laut übereinstimmenden Medienberichten von heute Morgen hat ein Londoner Gericht den anglo-australischen Bergbaukonzern BHP Billiton für den Bruch des Samarco-Tailing-Damms am 5. November 2015 in der Nähe der Kleinstadt Mariana im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais für haftbar erklärt. Das Urteil ist – trotz zehn vergangenen Jahren – ein Meilenstein, denn es eröffnet den…

Symbolbild frei fliessender Flüsse. Foto: Verena Glass

Wasserkraftwerk Colider am Fluss Teles Pires bei der UNO angeprangert

Vier Organisationen der brasilianischen Zivilgesellschaft – das Movimento dos Atingidos por Barragens de Mato Grosso, das Instituto Coletivo Proteja, die Associação Indígena DACE des Volkes der Munduruku am Unteren Teles Pires-Fluss sowie das Fórum Popular Socioambiental de Mato Grosso (Formad) haben einem Medienbericht zufolge bei den Vereinten Nationen auf die dringende Gefahr eines potentiellen Dammbruchs…

Symbolbild freifliessender Flüsse, Foto: Verena Glass

Klein- und Kleinstwasserkraftwerke boomen im Juruena-Wassereinzugsgebiet – mit Folgen für die Indigenen Völker vor Ort

Obwohl sie rein der Begrifflichkeit nach harmlos klingen: „Kleinwasserkraftwerke“ und „Kleinstwasserkraftwerke“, deren mutmaßliche Harmlosigkeit ist in Amazonien keine Selbstverständlichkeit – im Gegenteil. Die Menschenrechtsorganisation Operação Amazônia Nativa (OPAN) hat für das Wassereinzugsgebiet des Tapajós-Zuflusses Juruena eine neue Studie vorgelegt und diese zeigt den massiven Anstieg an vermeintlich „kleinen“ Wasserkraftprojekten in der untersuchten Region in den…