Der Staudamm Belo Monte am Xingu-Fluss in Pará. Krasses Beispiel, wie Infrastrukturvorhaben in den politischen Zentralen des Landes über die Köpfe der lokal Betroffenen vor Ort hinweg entschieden wurde. Foto: Christian Russau [2016]

Staudamm Belo Monte: Bundesjustiz läßt Klage der Bundesstaatsanwaltschaft MPF wegen Ethnozids an Indigenen Völkern zu

Seit zehn Jahren ist der Staudamm Belo Monte in Betrieb. Dagegen laufen seit der ersten Bauphase noch immer Dutzende an Verfassungsklagen, die noch immer nicht entschieden wurden. Nun gibt es eine neue Klage, die von der Bundesjustiz zugelassen wurde: Die juristische Klärung des Vorwurfs, ob der Staudamm Belo Monte für die Indigenen Völker vor Ort…

Symbolbild freifliessender Flüsse, Foto: Verena Glass

Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung geschlechtergerecht umsetzen

Am 19.03.2026 hat GegenStrömung im Bündnis aus Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen anlässlich des Internationalen Weltwassertags am 22. März 2026, der unter dem Motto „Water and Gender“ steht, die Bundesregierung aufgefordert, Geschlechtergerechtigkeit systematisch und strukturell in der internationalen Wasser-, Klima- und Entwicklungspolitik zu verankern, Investitionen in Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung auszubauen und die Entstigmatisierung der Menstruation…

Symbolbild freifliessender Flüsse, Foto: Verena Glass

Brasilien: Oberster Justizgerichtshof STF verurteilt Staudammbetreiber von Jirau und Santo Antônio zur Entschädigung der Kleinfischerinnen und -fischer

In erster Instanz war die Klage noch abgewiesen worden, da ein Gutachten keinen kausalen Zusammenhang zwischen den Staudammprojekten und möglichen Schäden für die Fischerei sehen wollte. Die 3. Kammer des Obersten Justizgerichtshofs STJ hat jedoch am Dienstag (03.03.2026) entschieden, dass das Recht auf Entschädigung auf der Grundlage der Vermutung eines Umweltschadens bestehe und somit dass…

Symbolbild freifliessender Flüsse, Foto: Verena Glass

Tapajós-Fluss erneut im Fokus: Entwicklungsversprechen und Rechtsverletzungen

Baggern und Privatisieren für die Tapajós-Vertiefung löst massiven Protest von 14 Indigenen Völkern an Soja-Export-Terminal in Santarém aus. Protestcamp an der Zufahrt zum Soja-Terminal in Santarém. Aufnahme vom 23.01.2026. Foto (mit herzlicher Genehmigung): Comunicação CITA Von Christian Russau Einer der größten Flüsse Amazoniens – der Tapajós – steht wieder einmal im Mittelpunkt eines schweren Konflikts…

Der Belo-Monte-Staudamm und seine anhaltenden Auswirkungen

Im Anschluss an die Klimaverhandlungen (COP 30) in Belém in Brasilien hatte Heike Drillisch für GegenStrömung die Gelegenheit, an einer mehrtägigen Kanutour auf der Volta Grande des Xingu-Flusses teilzunehmen, die die dort lebenden und vom Belo-Monte-Staudamm betroffenen, indigenen Juruna organisierten. Der Belo-Monte-Staudamm ist der drittgrößte Staudamm der Welt und war gegen massiven Widerstand indigener Gemeinschaften…

Flüsse in Amazonien. Viele sind durch Quecksilber aus dem illegalen Bergbau verseucht. Foto: Christian Russau

Brasiliens CPT und CPP: Verteidigungsschrift für den Rio Tapajós

Am 29. Januar dieses Jahres haben die Comissão Pastoral da Terra (CPT) und der Conselho Pastoral dos Pescadores e Pescadoras (CPP) des Erzbistum Santarém sich in einer Verteidigungsschrift für den Rio Tapajós ausgesprochen und das Dekret 12.600/25 vehement abgelehnt, da es „den Weg freimacht für private Konzessionen und Auktionen, was direkt die Territorien von Indigenen…

Symbolbild freifliessender Flüsse, Foto: Verena Glass

Stellungnahme des zivilgesellschaftlichen Netzwerks AK Rohstoffe zum BMZ- Aktionsplan „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“

Am 14. Januar 2026 haben die zivilgesellschaftlichen Organisationen des AK Rohstoffe, unter ihnen GegenStrömung, eine Stellungsnahme an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gesendet. In diesem führen sie ihre Befürchtung aus, dass das BMZ durch den Aktionsplan „Starke Partnerschaften für eine erfolgreiche Wirtschaft weltweit“ und deren Ausrichtung eine folgenschwere Vernachlässigung seiner Kernaufgaben und…

Belo Monte. Foto: christian russau [2016]

Staudamm Belo Monte: Oberster Gerichtshof STF verurteilt Brasiliens Bundesregierung zur sofortigen Entschädigungszahlung an Indigene

Staudamm Belo Monte: Oberster Gerichtshof STF verurteilt Brasiliens Bundesregierung zur sofortigen Entschädigungszahlung an Indigene Von Christian Russau Belo Monte, der nach Itaipu zweitgrößte Staudamm Brasiliens, stand seit der politischen Entscheidung Brasílias zum Bau desselben in scharfer Kritik, seitens der Wissenschaftler:innen, die auf die sowohl sozialen, ökologischen, klimatischen und auch ökonomischen Folgen des Staudamms am Xingu-Fluss…

Wasserkraft-Vernetzung in Belém

Anlässlich der Klimaverhandlungen im November 2025 in Brasilien (COP30) haben Wasserkraft-Betroffene ein großes Vernetzungstreffen in Belém veranstaltet, an dem GegenStrömung teilnahm. Vor Ort tauschte sich GegenStrömung mit anderen Mitgliedern des Rivers-for-Climate-Netzwerks aus und beteiligte sich auf der COP an Side Events zum Thema Wasserkraft. Das „IV. Treffen der Betroffenen von Staudämmen, dem Energiemodell und der…

Symbolbild frei fliessender Flüsse. Foto: Verena Glass

Lehrstück politischen Protests der Basis: Indigene Munduruku blockieren den Eingang zur COP30 – und erhalten von der brasilianischen Regierung die Zusage auf FPIC

Es ist ein Lehrstück politischen Protests der Basis: Dutzende Indigene Munduruku blockierten am vergangenen Freitag in den Morgenstunden für mehrere Stunden den Eingang zur COP30 – und erhalten nun von der brasilianischen Regierung die Zusage auf freie, vorherige und informierte Konsultation (FPIC) für alle sie am Tapajós-Fluss betreffenden Projekte. Ein wichtiger Erfolg für die Munduruku!…