Belo Monte. Foto: christian russau [2016]

Xingu Vivo Para Sempre zieht Bilanz von einem Jahrzehnt Belo Monte

Im Jahr 2011 wurde die Lizenz für das Megawasserkraftwerk Belo Monte samt Staudämmen und Staureservoir erteilt, danach starteten Planungs- und Bau und letztlich Betriebsphase. Bereits damals warnten betroffenen Flussanwohnende, Indigene, Kleinfischer:innen, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler:innen vor den Folgen des Bau für Mensch und Umwelt. Eine der schärfsten Kritiker:innen waren die Menschenrechts-Aktivist:innen des Netzwerks Xingu Vivo para…

Symbolbild frei fliessender Flüsse. Foto: Verena Glass

Brasilien: Über 40 Organisationen protestieren gegen den Plan zum Bau des Staudamms Tabajara am Rio Machado

Mehr als 40 Vertreter:innen sozialer Bewegungen und anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen haben zusammen mit Wissenschaftler:innen und Forscher:innen eine Protestnote veröffentlicht, in der sie ihre Besorgnis über die schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten bei der Erteilung der Umweltgenehmigung für das Wasserkraftwerk Tabajara zum Ausdruck bringen, das von der staatlichen Firma Eletronorte als großer Staudamm am Machado-Fluss, einem Nebenfluss des Madeira,…

Pressemitteilung: Siemens Energy sieht keine Zukunft für Wasserkraft

Siemens Energy verkauft seinen 35%-Anteil am Joint Venture Voith Hydro Wasserkraft spiele laut Konzern „untergeordnete Rolle“ bei klimafreundlicher Stromerzeugung Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern weiteres Divestment und weisen auf Menschenrechts- und Klimarisiken bei Staudamm-Großprojekten hin Nachdem der Energietechnikkonzern Siemens Energy angekündigt hat, seine gesamten Anteile an dem Wasserkraft-Joint Venture Voith Hydro zu verkaufen, fordern zivilgesellschaftliche Organisationen andere Unternehmen und Finanzinstitutionen…

Überlandleitung Belo Monte. Foto: Christian Russau [2016]

Illegale Goldschürferei untergräbt Fundamente der Überlandleitung von Belo Monte

Das Vordringen des illegalen Goldsuchens in Amazonien bedroht nicht nur Gesundheit und leben der dort lebenden traditionellen Bewohner:innen und vergiftet Boden, Luft und Wasser, sondern bedroht auch die Energieversorgung des Landes: Brasiliens Bundespolizei befürchtet Blackout in den Bundesstaaten Pará, Tocantins, Goiás und Minas Gerais, weil die Garimpeiros unter den Fundamenten der Stützpfeiler der Überlandleitung nach…

Belo Monte. Foto: christian russau [2016]

Staudamm Belo Monte: Wegen Dürre nur eine Turbine in Betrieb und Fische sterben wegen erhöhter Wassertemperatur

Die diesjährige Trockenzeit in Amazonien legt die Fehlkalkulationen beim Bau des 11-GW-Staudamms Belo Monte am Xingu-Fluss im amazonischen Bundesstaat Pará schonungslos bloß. Von Christian Russau Kritiker:innen des 11-GW-Staudamms Belo Monte am Xingu-Fluss im amazonischen Bundesstaat Pará hatten seit 2011 mit Nachdruck davor gewarnt, dass der Bau des Staudamms nicht nur zu massiven sozialen und ökologischen…

Belo Monte. Foto: christian russau [2016]

Neue Klage gegen Staudammfirma Belo Monte wegen durch Turbinen zerhackte Fische

Bundesstaatsanwaltschaft wirft Norte Energia vorsätzlich fahrlässige Tötung von insgesamt rund 30 Tonnen Fisches im Zeitraum 2015 bis 2019 vor. Von Christian Russau Die Bundesstaatsanwalt hat die Staudammbetreiberin des Wasserkraftwerks Belo Monte, Norte Energia, wegen vorsätzlich fahrlässiger Tötung von insgesamt rund 30 Tonnen Fisches im Zeitraum 2015 bis 2019 angeklagt und fordert vor Gericht eine Strafzahlung…

Belo Monte. Foto: christian russau [2016]

Treibhausgase aus dem Belo Monte Kraftwerk verdreifachen die Emissionen der Region

Das umstrittene Wasserkraftwerk Belo Monte in Brasilien ist für den dreifachen Anstieg Treibhausgasen in der Region verantwortlich, berichtet die brasilianische Zeitung Folha de São Paulo. Dies trübt die Klimabilanz von Wasserkraft erheblich. Es geht insbesondere um Methan, das vor allem in Ufernähe infolge von sich unter Luftabschluss zersetzender Biomasse entsteht. Die Berechnung ist das Ergebnis…

José Carlos Arara. Foto: Christian Russau

José Carlos Arara: immer aktiv im Widerstand gegen Belo Monte – nun hat ihn Covid-19 getötet

José Carlos Arara, Anführer der Arara-Indigenen der Terra Indígena Terrã Wãgã an der Volta Grande do Xingu und wichtiger Aktivist im Kampf gegen den Staudamm Belo Monte, ist am Dienstag, dem 9. Juni dieses Jahres an der dem Sars-Cov-2-Virus geschuldeten Krankheit Covid-19 verstorben. Er kämpfte gegen Belo Monte und Belo Sun, brachte das Gebahren der…

Schwerer Verbalangriff der FUNAI auf Indigenenmissionsrat CIMI und internationale Geldgeber

Schwerer Verbalangriff der FUNAI auf Indigenenmissionsrat CIMI und internationale Geldgeber, die in Brasilien mit ihren Geldmitteln eine letztlich marxistisch-sozialistische Politik und „Landkonflikte gezielt herbeiführen, anstacheln und vorantreiben“ würden. Diese „koordinierten Aktionen“ zielten auf „Invasion von Privateigentum ab“. Was soll man von der neuen Leitung einer staatlichen Behörde zum Schutz der im Lande lebenden indigenen Bevölkerung…

Staudämme am Rio Madeira reduzieren Fischbestände deutlich

Neue Universitätsstudie bestätigt Rückgang der Fischbestände um 40 Prozent Das, wovor die Gegner*innen der Staudammbauten am Rio Madeira seit Jahren gewarnt haben, ist nun eingetreten und wissenschaftlich bestätigt worden. Der Bau der zwei Staudämme am Rio Madeira, Jirau und Santo Antonio, hat zu einem Rückgang der Fischbestände um 40 Prozent geführt. Dies geht aus einer…