Durch Dammbruch von Marianan verseuchter Rio Doce

Fünf Jahre nach dem Bruch des Damms des Rückhaltebeckens von Mariana

Triste Schlaglichter auf eines der größten Umweltverbrechen der jüngeren brasilianischen Geschichte, den Dammbruch bei Mariana, der am 5. November 2015 eine ganze Region ins Unglück stieß. Im November 2015 brach nahe Mariana in Brasilien ein Rückhaltedamm des Bergbau-Unternehmens Samarco. Seither kämpft eine ganze Region mit den massiven sozialen und ökologischen Folgen dieser Katastrophe. Am 5.…

Zahl der wegen Bruchgefahr geschlossenen Bergbaudämme in Brasilien steigt

In ganz Brasilien sind 45 Bergbaudämme wegen Instabilität bruchgefährdet, davon sind allein 42 im Bundesstaat Minas Gerais. Die anderen befinden sich in den Bundesstaaten Amapá, Pará und Rio Grande do Sul. Von diesen 45 Staudämmen waren 36 seit der behördlichen Entscheidungen bereits im März stillgelegt worden, nun kamen neun weitere der sogenannten Tailingdämme hinzu, so…

Studie: Fische im nördlichen Amazonasgebiet bei Quecksilber durch Goldwäsche über Grenzwerten verseucht

Eine im Juli dieses Jahres im International Journal of Environmental Research and Public Health eröffentlichte Studie weist über WHO-Grenzwerten liegende Quecksilberwerte in Speisefischen, dem Proteingrundnahrungsmittel der flussanwohnenden Indigenen Gemeinden, nach. Der Klein-Goldbergbau ist den Forscher:innen der staatlichen Oswaldo Cruz Stiftung (Fiocruz), dem WWF Brazil und dem Amapá Institut für Wissenschafts- und Technologieforschung IEPA sowie dem…

Neue Studie zu Staudammbau in Kurdistan

Die Kampagne „Save the Tigris“, die von kurdischen und internationalen Nichtregierungsorganisationen getragen wird, hat im Juni 2020 eine Studie zum Staudammbau in den kurdischen Gebieten des Irak publiziert. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass der Tigris aufgrund des Klimawandels im Jahr 2025 bis zu 50 Prozent weniger Wasser führen wird als im Jahr 2009.…

Streit zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan um den „Grand Ethiopian Renaissance“-Staudamm spitzt sich zu

Der Streit um den 6-GW-Staudamm „Grand Ethiopian Renaissance“ (GegenStrömung berichtete mehrmals), den Äthiopien am Blauen Nil derzeit errichtet und nahezu fertig gestellt hat, ist im Rahmen der am 9. Juni wieder aufgenommenen trilateralen Gesprächen zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan erneut eskaliert. Die Gespräche wurden ergebnislos abgebrochen. An den Gesprächen als Beobachter hatten auch die USA,…

Hauptsitz der Firma Vale in Rio de Janeiro. Foto: christianrussau

Nach Siemens erklärt sich nun auch Vale gegen Bergbau in indigenen Territorien. Erfolg für Kritische Aktionärinnen

Es ist der zweite multinational agierende Großkonzern, der auf kritische Nachfrage von Menschenrechtsaktivist:innen und Kritischen Aktionär:innen erklärt, in indigenen Territorien in Brasilien keinen Bergbau zu betreiben bzw. solchen zu unterstützen. Am Donnerstag, dem 30. April 2020, fand in Brasilien die alljährliche Hauptversammlung des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale statt, wegen des grassierenden Corona-Virus fand die Versammlung online…

Wie Bolsonaro am Ast sägt, auf dem die Wirtschaft sitzt

Die brasilianische Regierung von Jair Bolsonaro will mit der Inwertsetzung Amazoniens Wirtschaftswachstum schaffen. Riesige Infrastrukturprojekte – Staudämme, Straßen, Häfen und Eisenbahnlinien – sollen Agrarindustrie und Bergbau in die Region locken, was unweigerlich mit der Rodung des Waldes verbunden ist. Doch hochrangige Wissenschaftler*innen warnen jetzt, dass die Regierung damit am Ast sägt, auf dem die brasilianische…

Wasserkraft und Korruption

Das äthiopische Bundesgericht hat 50 Personen wegen Korruption und Veruntreuung öffentlicher Gelder im Zusammenhang mit dem im Bau befindlichen 6,450-MW Grand-Ethiopian-Renaissance-Staudamm (GERD), angeklagt. Die Anklagen gegen hochrangige Vertreter*innen von beteiligten Firmen und staatlichen Institutionen wurden am 27. Dezember des vergangenen Jahres erhoben. Das GERD Projekt, das am Oberlauf des Blauen Nils entstehen soll, ist nicht…

Gesunde Flüsse und das Weltklima

In einem Kommentar in der New York Times wird die ökologische Bedeutung frei fließender Flüsse erklärt und weshalb Wasserkraft keine angemessene Antwort auf den Klimawandel darstellt. Unter anderem tragen sie zu einem funktionierendem Kohlenstoffzyklus bei. Werden sie durch Staudämme unterbrochen, können sie dieses wichtigen Funktionen nicht mehr erfüllen. https://www.nytimes.com/2019/12/29/opinion/climate-change-hydroelectric-dam.html?searchResultPosition=1

Basisgruppen: „Nein zu Staudämmen am Rio Madera!“

In der Grenzregion zwischen Brasilien und Bolivien, im Becken des Madera-Flusses, hat sich ein „Binationales Kommitee zur Verteidigung des amazonischen Lebens“ gegründet. Mit dieser Videobotschaft machen die Bewohner*innen deutlich, dass sie, und vor allem die Frauen, keine weiteren Staudämme in der Region haben wollen. Sie wollen dort weiter leben und nicht umgesiedelt werden.Auf der brasilianischen…