Stauseen lösen Erdbeben aus – oder doch nicht?

Neue Tiefbohrung unter Reservoir Shivaji Sagar des Staudamms Koyna, Indien, soll endlich abschließend Aufschluss geben, ob Stauseen Erdbeben auslösen können. Von Christian Russau Heute auf den Tag vor 50 Jahren, am 11. Dezember um 4:21 Uhr Ortszeit, erbebte die Erde im westlichen Indien, in der Nähe der Kleinstadt Koynanagar, im Bundesstaat Maharashtra, rund 200 km…

Nordostbrasilianischer Stausee Sobradinho bei nur 2,71 Prozent seiner Füllkapazität

Der Nordosten Brasilien leidet seit Jahren unter einer schweren Dürre. Das hat – neben den massiven, gravierenden Problemen, denen sich die Bevölkerung gegenübersieht – aber auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Energieversorgung mit Strom, denn in Brasilien wird noch immer 79 Prozent der Elektrizität mittels Wasserkraft erzeugt. Neueste Daten aus Brasiliens Nordosten zeichnen ein düsteres Bild.…

Rückbau an zwei Staudämmen in der Normandie läutet neues Zeitalter ein

Nach dem in den USA vor wenigen Jahren gestarteten Prozess des Rückbaus von Staudämmen, ergreift diese hoffnunggebende Entwicklung nun auch Frankreich. In Kürze sollen am Fluss Sélune in der Basse-Normandie (Niedernormandie) im Norden Frankreichs der 12,6-MW-„Vezins“-Damm und der 5-MW-„La Roche qui boit“ zurückgebaut werden. Die Entscheidung dafür war im Jahr 2010 getroffen worden. Ab Mitte…

Upper Tamakoshi in schwer Erdbeben gefährdetem Gebiet: Nepals künftig größtes Wasserkraftwerk wenige Monate vor Fertigstellung

Laut Presseberichten nähert sich Nepals mit 456 MW künftig größter Staudamm Upper Tamakoshi seiner Fertigstellung, nachdem das Projekt zuvor nahezu zwei Jahre nicht weitergebaut werden konnte, da die Gegend schwer durch die zwei aufeinanderfolgenden Erdbeben von April und Mai 2015 geschädigt worden war. Von Christian Russau Rund fünf Jahre nach dem ersten Spatenschicht melden die…

Dreiparteiengespräche zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan über Flutungsregularien für den 6-GW-Grand Ethiopian Renaissance-Staudamm ergebnislos abgebrochen

Die Sitzung der turnusmäßigen Dreiparteiengespräche zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan über die zu entscheidenden Flutungsregularien für den 6-GW-Grand Ethiopian Renaissance-Staudamm gingen vor wenigen Tagen am 12. November in Ägypten ergebnislos zuende, berichtet Hydroworld. Es war die 17. Gesprächsrunde, die sich den allfälligen Fragen widmen sollte, in welchem Maße der in Kürze fertiggestellte 6-Gigawatt-Damm am blauen…

Zerstörter Rio Doce: Klage des Flusses als eigenes Rechtssubjekt durch NGO eingereicht

Die brasilianische Verfassung sieht einen solchen Rechtsschutz als eigenständiges Rechtssubjekt für einen Fluss eigentlich nicht vor, aber die die Klage einreichende Organisation Pachamama argumentiert, dass Brasilien mehrere internationale Übereinkommen unterzeichnet und ratifiziert habe, aus denen sich ein solcher Rechtsschutz ableiten liesse. Von Christian Russau Nach den Flüssen Whanganui in Neuseeland, dem Ganges im indischen Bundesstaat…

Proteste in Santiago de Chile gegen Alto-Maipo-Wasserkraftwerk

Mehrere hunderte Staudammgegner/innen haben Mitte Oktober im Zentrum von Santiago de Chile gegen das Wasserkraftprojekt Alto Maipo protestiert. Mit Transparenten und Sprechchören zogen sie durch die Innenstadt, berichten Medien. „Das Alto Maipo-Wasserkraftprojekt verschmutzt und leitet unsere Gewässer auf mehr als 70 Kilometern um, so dass die Täler austrocknen und die Wasserversorgung der dortigen örtlichen Gemeinschaften…

Schlamm der Zerstörung und des Unrechts // A lama da destruição // The mud that brought destruction

Multimedia-Text auf Portugiesisch, Englisch und Deutsch (in Kürze auch auf Französisch und Spanisch) zum Dammbruch der Firma Samarco (Vale und BHP Billiton) bei Mariana im Bundesstaat Minas Gerais. Am 5. November 2015 brach der Damm des Rückhaltebeckens Fundão nahe der Kleinstadt Mariana im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien. Millionen Kubikmeter an Bergwerksschlamm aus der Eisenerz-Mine…

Grand-Ethiopian-Renaissance: Afrikas größter Staudamm soll dieses Jahr ans Netz gehen, Anrainerstaaten schwer beunruhigt

Afrikas mit künftig 6,45 GW größter Staudamm, die Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre am blauen Nil süd-äthiopischen Region Benishangul-Gumuz an der Grenze zu Sudan gelegen, soll laut äthiopischen Presseberichten noch dieses Jahr ans Stromnetz angeschlossen werden und erste Energie liefern. „Die noch fehlenden 38% des Baus werden dann nach Inbetriebnahme bei laufendem Betrieb fertiggestellt“, erklärte Behördenvertreter Debretsion Gebremichael gegenüber…

Antônia Melo von Xingu Vivo para Sempre mit Menschenrechtspreis geehrt

Die langjährige Streiterin gegen den Staudamm Belo Monte wurde von der Alexander Soros Foundation geehrt. Von Christian Russau Antônia Melo hat schon viel Unrecht gesehen, viele Kämpfe dagegen gefochten, musste Niederlagen einstecken, aber hat dennoch nie aufgegeben. Und hat auch nicht vor, dies in Zukunft zu tun. Der Widerstand gegen zerstörerische Großprojekte in Amazonien, die…