José Carlos Arara. Foto: Christian Russau

José Carlos Arara: immer aktiv im Widerstand gegen Belo Monte – nun hat ihn Covid-19 getötet

José Carlos Arara, Anführer der Arara-Indigenen der Terra Indígena Terrã Wãgã an der Volta Grande do Xingu und wichtiger Aktivist im Kampf gegen den Staudamm Belo Monte, ist am Dienstag, dem 9. Juni dieses Jahres an der dem Sars-Cov-2-Virus geschuldeten Krankheit Covid-19 verstorben. Er kämpfte gegen Belo Monte und Belo Sun, brachte das Gebahren der…

Starke Regenfälle beeinträchtigen die Sicherheit von Ugandas Wasserkraftwerken

Viel wurde in den letzten Jahren geschrieben über die Bedrohung der Funktionsfähigkeit von Wasserkraftwerken durch die sich verschärfende Klimakrise, wenn ausbleibende Regenfälle dazu führt, dass die Wasserkraftwerke nicht genügend Wasser zur Stromproduktion haben. Dies ist eine unbestrittene Realität, die sich in den kommenden Jahren in vielen Ländern der Welt, von Brasilien über Afrika bis Südasien,…

„Wie oft haben Ihre Spezialisten die Dämme von Mariana und Brumadinho vor den jeweiligen Brüchen geprüft“

Da der weltgrößte Rückversicherer in diesem Jahr seine Hauptversammlung ohne Präsenz der Aktionär:innen rein virtuell abhält, müssen Kritische Aktionär:innen ihre Fragen diesmal vorab schriftlich einreichen. Ob sie allerdings verlesen werden und/oder gar, wie der Gesetzgeber es gerade unternehmensfreundlich bestimmt hat, nur „dem Ermessenspielraum der Konzerne“ nach beantwortet werden, wissen wir noch nicht. Christian Russau von…

Trotz Corona-Angst: Bauarbeiten am „Site C“-Staudamm in British Columbia gehen weiter

In British Columbia in Kanada werden die Bauarbeiten am von Umweltschützer:innen und indigenen First Nations scharf kritisierten Staudamm „Site C“ fortgesetzt. Während im ganzen Land alle Arbeiten außer den „notwendigen“ eingestellt wurden, gehen die Bauarbeiten am Staudammprojekt von „Site C“ weiter. 979 Arbeiter sind dort im Lager der Baustelle „Site C“ beschäftigt, darunter mehrere Hundert,…

Kambodscha verhängt Zehn-Jahres-Moratorium für Staudammbauten am Mekong

Die kambodschanische Regierung hat laut Medienberichten beschlossen, zunächst für die Dauer von zehn Jahren den Bau neuer Wasserkraftwerke am Mekong-Fluss zu verschieben. Hintergrund sind Befürchtungen, dass die empfindliche Biodiversität des Flusses durch Entwicklungsprojekte weiter zerstört werden könnte. Die Entscheidung wurde von Menschenrechts- und Umwelt-Aktivist*innen begrüßt, das diese Maßnahme den Zehntausenden von Menschen, deren Lebensunterhalt von…

Staudämme am Rio Madeira reduzieren Fischbestände deutlich

Neue Universitätsstudie bestätigt Rückgang der Fischbestände um 40 Prozent Das, wovor die Gegner*innen der Staudammbauten am Rio Madeira seit Jahren gewarnt haben, ist nun eingetreten und wissenschaftlich bestätigt worden. Der Bau der zwei Staudämme am Rio Madeira, Jirau und Santo Antonio, hat zu einem Rückgang der Fischbestände um 40 Prozent geführt. Dies geht aus einer…

Im Fadenkreuz von Bolsonaro

Bolsonaro-Regierung droht mit dem Ausstieg aus der ILO-Konvention 169, um industrielle Landwirtschaft, Bergbau und Wasserkraftnutzung in indigenen Territorien Brasiliens durchzusetzen. Von Camila de Abreu und Christian Russau Die deutsche Bundesregierung hat in ihrem aktuellen Koalitionsvertrag festgehalten, dass es in dieser Legislaturperiode zu einer Unterzeichnung und Ratifizierung seitens Deutschlands der ILO-Konvention 169 zum Schutze der Rechte…

Einigung zwischen Äthiopien, Ägypten und Sudan um den Staudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam in Äthiopien am Blauen Nil verzögert sich

Mitte Januar war von Medien berichtet worden, dass unter Vermittlung der USA die drei Staaten Ägypten, Sudan und Äthiopien eine Einigung über den Streit um den Staudamm Grand Ethiopian Renaissance Dam in Äthiopien am Blauen Nil erzielt hätten. Neuesten Pressemeldungen zufolge aber will Äthiopien aber am turnusmässig geplanten Treffen für diese Woche nicht teilnehmen, „weil…

ERKLÄRUNG: Anklage des Volkes Munduruku

Vom 14. bis zum 17. Januar 2020 fand in der aldeia Piraçu in der Terra Indígena Capoto Jarina im Munizip São José do Xingu im zentralbrasilianischen Bundesstaat Mato Grosso das Treffen von über 600 Indigenen von 47 indigenen Völkern statt, um eine gemeinsame Position gegenüber den gezielten Angriffen der Bolsonaro-Regierung auf die verfasstheit der Indigenen…

Morddrohungen und Einschüchterungsversuche gegen indigene Menschenrechtsaktivistin in Santarém

Nach Morddrohungen und einem gezielten Einbruch in ihre Wohnung hat die indigene Menschenrechtsaktivistin Alessandra Korap Munduruku Santarém vorerst verlassen müssen. Alessandra Korap Munduruku musste wegen Morddrohungen und einem offensichtlich der Einschüchterung ihrer Person geltenden Einbruch in ihre Wohnung mit ihrer Familie Santarém verlassen. Dies nur wenige Tage, nachdem sie die illegalen Aktivitäten von garimpeiros und…